Doom ist nicht irgendein Shooter. Es ist DER Shooter, der ein ganzes Genre geprägt hat. Unser Report zeigt, wie Doom entstanden ist, warum es seiner Zeit voraus war - und wie viel Spaß es heute noch macht. Mit 57 Minuten Video-Special!
Legacy of Rust ist Teil der letzten Neuauflage von Doom 1 und Doom 2, die hier endgültig zu einem großen Spielepaket gebündelt werden. Damit ist es die bislang vollständigste Fassung von Doom, in der ihr auch alle offiziellen Add-ons direkt über ein Ingame-Menü auswählen könnt. Außerdem habt ihr vollen Zugriff auf den Multiplayer und zahlreiche Mods, ohne dass ihr dazu noch irgendwas extra runterladen müsst.
Für diese Sammlung werden die alten Spiele auch gleich noch von Unity auf die KEX-Engine von Nightdive portieren. Das bringt wieder technische Verbesserungen mit sich, neue Menüs mit frischen Optionen, ein modernes UI, Bonusmaterial und vieles mehr.
Wenn ihr euch heute Doom und Doom 2 samt Add-ons kaufen wollt, ist das also die beste und vollständigste offizielle Version! Kleiner Tipp für Nostalgiker: Wenn ihr es auf Steam oder GOG kauft, bekommt ihr netterweise auch die alten MS-DOS-Fassungen gratis mit dazu.
Wo kann ich Doom kaufen?
- Doom + Doom II auf Steam
- Doom + Doom II auf GOG
- Doom + Doom II im Playstation Store
- Doom + Doom II für Xbox
- Doom + Doom II für Nintendo Switch
- Doom für Android
- Doom für iOS
Quelle: PC Games
Das aktuelle Paket Doom + Doom II läuft auf Nightdives KEX-Engine und enthält alle offiziellen Releases, Mod-Support, Multiplayer und vieles mehr.
Ein Genre erhebt sich: Doom und seine Folgen
Natürlich ist Doom schon bei seinem Release nicht das erste Actionspiel aus der Ego-Perspektive - aber es ist das mit Abstand wichtigste und prägendste seiner Zeit. Denn der Erfolg von Doom weckt auch die Motivation vieler anderer Teams - und die machen vieles nicht nur anders, sondern teilweise auch deutlich besser!
Schon 1994 geht Bungie (Halo, Destiny 2) zum Beispiel mit Marathon an den Start, ein Spiel, das Shooter auch auf Apple-Geräten salonfähig macht. Im Jahr 1995 überrascht Lucas Arts dann mit dem beliebten Star-Wars-Shooter Dark Forces, der das Doom-Konzept mit spannenden Ideen erweitert.
Im gleichen Jahr kommt auch schon das technisch beeindruckende Descent von Parallax auf den Markt. Und ein Jahr später schickt 3D Realms dann seinen Megahit Duke Nukem 3D ins Rennen, dessen Build-Engine die id Tech 1 weit hinter sich lässt.
Quelle: PC Games
Duke Nukem 3D: Der gigantische Erfolg von Doom ruft die Konkurrenz auf den Plan.
Und die sind alle erst der Anfang! Spätestens nach Quake ist das Genre endgültig nicht mehr zu bremsen. Ab 1997 beginnt ein regelrechter Shooter-Rausch, mit großen Titeln wie Unreal, Quake 2, Half-Life, Outlaws, Turok oder Jedi Knight.
Quelle: PC Games
Mitte der 90er Jahre sind Ego-Shooter wie Unreal endgültig auf dem Vormarsch.
Sie alle haben das Genre auf ihre Art weitergebracht, haben technisch, spielerisch und erzählerisch gewaltige Zeichen gesetzt. Und doch sind es alles Titel, die ohne Doom ziemlich sicher anders ausgesehen hätten - oder die vielleicht gar nicht erst entstanden wären.
In diesem Artikel
- Seite 1 Die Anfänge von id Software
- Seite 2 Erste Gehversuche: Wolfenstein 3D verändert alles
- Seite 3 Die Entwicklung von Doom
- Seite 4 Release und Erfolg: Doom schlägt ein
- Seite 5 id Tech 1: Ist das überhaupt 3D?
- Seite 6 Zeitloses Spieldesign ohne Ballast
- Seite 7 Von Mods und Legenden
- Seite 8 Doom neu definiert - dank Source Ports!
- Seite 9 So spielt man Doom heute!
- Seite 10 Bildergalerie
Im Wandel der Zeit
Nun sind wir fast am Ende unseres kleinen Doom-Specials angelangt. Und dabei gäbe es doch noch so viel mehr zu erzählen, denn die Geschichte von id Software ist ja noch lange nicht zu Ende! Die Firma erlebt zum Beispiel noch viele spannende, aber auch schwierige Jahre, in denen John Carmack und seine Programmierkünste immer mehr zum Aushängeschild werden - zumindest, bis er im November 2013 seinen Rückzug bekannt gibt und id Software endgültig verlässt.
Und wir müssten dringend über das stockfinstere Doom 3 sprechen! Der Shooter sorgt im August 2004 zwar für einen riesigen Hype und offene Münder (was für eine Grafik!), wird aber gerade von vielen Doom-Fans eher kontrovers aufgenommen. Ein Spiel, an dem sich bis heute die Geister scheiden.
Quelle: id Software
Stockfinster, spannend und grafisch beeindruckend: Doom 3 spaltet die Gemüter der Fans.
Natürlich dürfte man auch das eingestellte Doom 4 nicht vergessen, an dem sich id Software jahrelang die Zähne ausbeißt. Ihm wird nachgesagt, es sei so eine Art Doom im Call of Duty-Stil gewesen - und weil genau das überhaupt nicht gut bei der Zielgruppe ankommt, wird das Projekt im Jahr 2013 komplett eingestampft. Für alle, die mehr wissen wollen: NoClip hat das Thema spannend in einem Video aufbereitet.
Und dann gäbe es auch noch die ganzen Exoten, die rund um die Marke im Laufe der Jahre entstehen. Zum Beispiel die überraschend netten Doom-Rollenspiele für Mobiltelefone, die Carmack gemeinsam mit seiner Frau entwickelt. Doom bringt es außerdem auf gleich zwei Verfilmungen, eine schlechter als die nächste. Es entstehen Romane, sogar ein aufwendiges Brettspiel wird veröffentlicht.
Quelle: Games Aktuell
Mit Doom (2016) gelingt id Software erfolgreich ein bildgewaltiger Reboot.
Und irgendwann wären wir dann beim exzellenten Reboot von 2016 angekommen. Ein knallhartes Shooter-Brett, mit dem id Software endlich wieder einen Volltreffer landet und der bei Fans wie Kritikern sehr gut ankommt. Später folgen dann noch das top bewertete Doom Eternal und zuletzt Doom: The Dark Ages.
Keine Frage: Der Reboot wie auch seine beiden Nachfolger sind großartige Shooter! Aber ob wir die wirklich noch in 30 Jahren spielen werden? Oder in einem Museum ausstellen, so wie das allererste Doom? Das wagen wir noch zu bezweifeln.
Epilog: Ein Shooter für die Ewigkeit
Und das ist eben der Unterschied zum ersten, originalen Doom mit seiner krümeligen Auflösung, seinem Auto-Aiming, seinen geraden Wänden und strunzdoofen Gegnern. Denn das hat damals so tiefe Spuren in der Gaming-Landschaft hinterlassen, dass wir sie selbst heute noch spüren.
Doom ist zum Sinnbild für klares, unverwüstliches Spieldesign geworden, technisch durchdacht, clever konstruiert und nie mehr als das, was es sein will: Ein lupenreiner Mix aus Baller- und Labyrinth-Spiel, der sich ganz auf seine Engine, sein Leveldesign und sein Gameplay verlässt. Ein Shooter, der 3D-Grafik massiv vorangetrieben, Multiplayer zum Standard und Modding zur Chefsache erklärt hat.
All das und noch mehr ist Doom - ein Shooter, den wir selbst nach 30 Jahren immer noch spielen, diskutieren, modden oder auf die unmöglichsten Geräte wuppen. Denn ganz egal, ob wir es auf dem PC zocken, einer Konsole, einem Taschenrechner oder auf einer Waschmaschine: Doom ist Gaming-Geschichte zum Anfassen - ein Oldie, der die Jahrzehnte überdauert hat und auch keine Anstalten macht, damit je aufzuhören. So, liebe Freunde, sehen Kultspiele aus.
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