Im dritten Teil unserer Videospiele-History behandeln wir den Zusammenbruch des Videospiele-Markts - und wie er wieder auferstand. Denn nach dem astronomischen Boom der Anfangstage platzte die Blase irgendwann! Wie es dazu kam erfahrt ihr hier.
Der Massenmarkt
Quelle: Namco
Pac-man: Simples, aber sehr suchterzeugendes Spielkonzept, das so einschlägt, dass es einer ganzen Generation einen Namen verpasst.
1980 blüht die komplette Branche weiter auf. Der Apple II ist der führende Heimcomputer, was sich in diesem Jahr am Ausstoß von Unterhaltungssoftware zeigt. Auch wenn die meisten Konzepte klassischen Text-Adventure-Regeln folgen (zum Beispiel Zork I oder das 1979 erschienene Secret Mission), etablieren sich auch dank der visuellen Fähigkeiten des Heimcomputers schnell grafische Titel wie Richard Garriotts Erstling Akalabeth: World of Doom, das erste echte Computer-Rollenspiel der Geschichte.
Wesentlich bekannter ist allerdings sein nächstes Computer-RPG, Ultima I, das ebenfalls 1980 auf den Markt kommt. In einfachen Bitmap-Grafiken zeichnet Garriott den ersten Teil seines Lebenswerkes und verabschiedet sich damit vom vektorbasierten Stil von Akalabeth. Der Erfolg ist so groß, dass das Rollenspiel etliche Male in den nächsten Jahren portiert wird. Die letzte Umsetzung erscheint 1994 für den Apple II GS.
Es geht aufwärts
Auch der Umsatz der Spielhallenbesitzer steigt weiter, denn das goldene Zeitalter ist angebrochen. Atari, Midway, Williams und Namco sind die treibenden Kräfte der Branche und veröffentlichen im Jahr 1980 Titel wie Centipede, Battlezone, Defender oder Missile Command, um nur einige der Spiele zu nennen, die zum Millionenumsatz der gesamten Branche beitragen. Den größten Anteil aber verschlingt Pac-Man. Namcos Pillenfresser beginnt seinen Siegeszug eher unbeachtet in japanischen Arcades. Erst als sich Midway die Vertriebsrechte sichert und den Automaten anschließend in die Spielhallen bringt, markiert Pac-Man den nächsten Höhepunkt. Insgesamt wird die Urversion in den folgenden Monaten mehr als 350.000 Mal verkauft. Nach den stark von Space Invaders inspirierten Konzepten bringt die kleine Fresskugel wieder Abwechslung ins Geschehen.
Das Labyrinthspiel fordert von den Gamern viel Geschicklichkeit und ein wenig Strategie; beides ist zu diesem Zeitpunkt in dieser Kombination ein Novum. Die Jagd nach dem Highscore (durch Space Invaders populär geworden) ist aber auch hier die größte Motivation für viele Spieler. Der Kampf zwischen der gelben Kugel und den witzigen Geistern begeistert die ganze Welt. Mit diesem Spiel positioniert sich Namco als weitere Kraft in der Branche, auch wenn andere Spiele des Herstellers wie Navalone und Rally-X 1980 bei Weitem nicht so erfolgreich sind. Dieses Schicksal teilen sie sich mit anderen Automaten wie Ataris Tempest oder Warlords.
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In diesem Artikel
- Seite 1 Die Geschichte der Videospiele Teil 3: Einleitung + Löten war gestern!
- Seite 2 Die Geschichte der Videospiele Teil 3: Von wegen Rechenknecht
- Seite 3 Die Geschichte der Videospiele Teil 3: Invasion aus dem All
- Seite 4 Die Geschichte der Videospiele Teil 3: Der Massenmarkt und Aufschwung
- Seite 5 Die Geschichte der Videospiele Teil 3: Der Ertrag wächst
- Seite 6 Die Geschichte der Videospiele Teil 3: Der Siegeszug der Computer
- Seite 7 Die Geschichte der Videospiele Teil 3: Die Hochzeit der Kreativen
- Seite 8 Die Geschichte der Videospiele Teil 3: Spiele werden witzig
- Seite 9 Bildergalerie
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