Eine Saga nimmt ihren Anfang: Die Geschichte der Videospiele von 1958-1968

Special Felix Kothe

Über fünf Jahrzehnte der elektronischen Unterhaltung liegen bereits hinter uns. In unserer Serie zeigen wir euch im ersten Teil die Ursprünge der Videospiele und verraten, mit welchen einfachen Mitteln damals Pixel auf die Bildschirme gezaubert wurden.

Herzlich Willkommen zu unserer großen Artikelserie "Die Geschichte der Videospiele"! In unserem ersten Teil entführen wir euch in die Anfänge dieser Ära, die zu dieser Zeit noch nicht mal eine zu werden schien. Einen Anfang zu definieren fällt gar nicht mal so leicht. Noch immer streiten Experten, welcher Zeitpunkt denn nun den Beginn der elektronischen Spiele markiert. Viele sind der Meinung, im Jahr 1958 sei jener historische Moment anzusiedeln, auch wenn dieser weitgehend an der breiten Öffentlichkeit vorbeigeht. Zu dieser Zeit sind die schwersten Folgen des Zweiten Weltkriegs mehr oder weniger verdaut, die breite Öffentlichkeit interessiert sich mehr als zuvor für gute Unterhaltung.

Die Pioniere der Flipper-Industrie, David Gottlieb und Harry Williams, eröffnen beinahe im Alleingang mit ihren Firmen den Markt der Spielhallen und münzbetriebenen Automaten. Erste Gehversuche mit mechanischen Vorläufern der heute bekannten Lightgun-Spielautomaten erkämpfen sich Mitte der 50er-Jahre ebenfalls ihren Platz in den gut besuchten Etablissements.

Shangri-La: Der beliebteste Flipper Mitte der 60er-Jahre Quelle: Computec Media AG Shangri-La: Der beliebteste Flipper Mitte der 60er-Jahre Leider verhindert die Tatsache, dass Flipper und andere Spielautomaten in einigen Staaten der konservativen USA als Glücksspielautomaten und somit als illegal eingestuft sind, einen landesweiten Siegeszug der Maschinen. Schade, denn die Vielfalt ist bemerkenswert, obwohl es sich fast ausschließlich um mechanisch betriebene Automaten handelt: Neben sogenannten Bat-Games, in denen ein Objekt, meist ein Ball, getroffen werden muss, sind vor allem auch die Gun-Games beliebte Groschengräber, die wie verkleinerte Jahrmarkt-Schießbuden funktionieren.

Doch auch wenn Spielszenen und das Layout der Maschinen geändert werden können, erreicht der Unterhaltungswert schnell seine Grenzen. Über den Spaßfaktor gepflegter Jahrmarktunterhaltung gehen die wenigsten Geräte hinaus, einzig die zunehmend elektronischen Flipper üben weiterhin eine große Anziehungskraft auf die Kundschaft aus. Immer besser designte Tische, viel Gebimmel und noch mehr blinkende Lichter verdeutlichten den reinen Unterhaltungsfaktor der "Pinball"-Maschinen, die dadurch nach und nach aus dem Schatten der Glücksspielautomaten heraustreten, bis schließlich immer mehr Menschen ihre "Nickel" in die Geräte werfen.

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Bildergalerie

  1. Seite 1 Einleitung + Die frühen Jahre
  2. Seite 2 Das erste Videospiel
  3. Seite 3 Das erste Computerspiel
  4. Seite 4 Bewegte Bilder
  5. Seite 5 Der Weg zum kommerziellen Erfolg
  6. Seite 6 Konzepte vor Tennis for Two
  7. Seite 7 Exkurs: XNA Games Studio
  8. Seite 8 Der fast vergessene Vater der Videospiele
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