Monitore: Bildwiederholfrequenz (Hertz)

Special Antonio Funes
Asus VG278HE
Quelle: Asus

Zu einem guten PC solltet ihr auch einen angemessenen Monitor wählen - doch welches Modell kommt in Frage? Was hat es mit den Display-Typen wie IP und TN auf sich? Dies und mehr erfahrt ihr in unserem Special, außerdem bieten wie eine Marktübersicht mit 70 Monitoren.

Bildwiederholfrequenz (Hertz)

Ein großer Trend bei Gamer-Monitoren ist eine besonders hohe Bildwiederholfrequenz. Normalerweise arbeiten LCD-Monitore mit 60 Hertz, das heißt: es können bis zu 60 verschiedene Bilder pro Sekunde dargestellt werden, das Bild auf dem Monitor wird vereinfacht gesagt also 60 Mal pro Sekunde darauf hin geprüft, ob und welche Pixel ihre Farbe ändern sollen, weil die Bildinformation der Grafikkarte sich verändert hat.

Bei einigen Monitoren sind aber bis zu 120 oder 144 Hertz verfügbar (inzwischen fast ausschließlich bis zu 144 Hertz). Dies hat zwei mögliche positive Effekte für Gaming: zum einen werdet ihr - wenn auch eher unbewusst - mehr Bilder sehen als bei 60 Hertz, sofern ein Spiel mit mehr als 60 FPS (Bildern pro Sekunde) läuft. Beispiel: euer PC schafft den Multiplayer-Modus von Call of Duty - Modern Warfare 2 mit 120 FPS. Bei 60 Hertz könnt ihr logischerweise nur die Hälfte dieser 120 FPS wirklich auch sehen. Bei 120 Hertz aber sehr ihr alle 120 Bilder. Aber auch wenn ihr beispielsweise nur 70 FPS habt: weil der Monitor doppelt so schnell das Bild updatet, werdet ihr das ein oder andere Bild einen Tick früher zu Gesicht bekommen, als wenn ihr nur 60 Hertz nutzt.

Dell UltraSharp U2515H Quelle: Dell Dell UltraSharp U2515H Diese Vorteile, mehr oder früher Bilder zu sehen, sind aber extrem klein, da diese sehr geringen früheren Sichtbarkeiten von Bildern nur einen Millisekunden-Vorteil im einstelligen Bereich ausmachen. Oder anders gesagt: der Vorteil macht weniger aus, als wenn ihr in einem Multiplayer-Spiel Ping-Schwankungen von 10 Millisekunden habt. Was aber definitiv ein echter Vorteil bei 120 oder 144 Hertz ist: das Bild wird durch die höheren Hertz-Werte ruhiger und somit angenehmer, selbst wenn die FPS-Leistung des PCs bei weitem keine 120 FPS erreichen sollte.

BenqQ XL2430T Quelle: Benq BenqQ XL2430T Es gibt aber auch zwei Nachteile der Hoch-hertzigen Monitore: sie kosten deutlich mehr als die 60-Hertz-Modelle. Für weniger als 230 Euro sind keine Monitore mit 120 oder 144 Hertz zu haben, bei 60 Hertz aber habt ihr schon ab 120 Euro viele Alternativen ab 24 Zoll Displaygröße zur Wahl. Der zweite Nachteil: es gibt mit 120 oder 144 Hertz bislang fast ausschließlich Monitore mit TN-Panels. Ausnahme ist der Acer Predator XB270HUbprz, mit IPS-Panel, der allerdings stolze 750 Euro kostet. Die weitaus meisten anderen verfügbaren schnellen 27-Zoll-Monitore kosten unter 500 Euro. Wer also ein IPS-Panel sucht, weil er eine bessere Bildqualität als mit einem TN-Panel haben möchte, muss derzeit noch auf das angenehmere Verhalten bei sehr schnelleren Bildern durch 120 oder 144 Hertz verzichten oder eben 750 Euro auf den Tisch legen. Nur als Vergleich: für 750 Euro bekommt man gleich drei IPS-Monitore mit 60 Hertz und 27 Zoll-Displaydiagonale.

  1. Seite 1 Monitore: Größe und Auflösung
  2. Seite 2 Monitore: Display-Typen
  3. Seite 3 Monitore: Bildwiederholfrequenz (Hertz)
  4. Seite 4 Monitore: Marktübersicht Teil 1
  5. Seite 5 Monitore: Marktübersicht Teil 2
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk