Gaming-Monitore: Kaufberatung mit OLED-Marktübersicht und Wissenstipps zur Technik

Special Antonio Funes
Gaming-Monitore: Kaufberatung mit OLED-Marktübersicht und Wissenstipps zur Technik
Quelle: AOC

In unserer Kaufberatung zu Gaming-Monitoren geht es um die Panel-Arten IPS, TN, VA und OLED, Auflösungen, Technik und mehr inklusive OLED-Marktübersicht.

In unserem neuen Oktober-Special bieten wir euch eine Kaufberatung zu Gaming-Monitoren, wobei inzwischen dank eines deutlich gesteigerten Angebotes auf dem Markt auch OLED-Displays eine Rolle spielen. Denn obwohl OLED-Displays im Bereich der TV-Geräte schon seit einigen Jahren vergleichsweise gut bezahlbar sind, hakte es bei Monitoren mit OLED-Panels für Spieler bisher gewaltig.

Doch zu mehr rund um OLED-Displays kommen wir später, inklusive einer Marktübersicht mit 30 OLED-Gaming-Monitoren. Davor wird es um Bildschirmgrößen, Auflösungen, Bildformate und Display-Techniken gehen. Ebenso erklären wir die Begriffe Bildwiederholfrequenz und Adaptive Sync. Den Start machen die Bildschirmdiagonalen.

Diese werden in Zoll angegeben, wobei sich die Angabe auf das Maß der Diagonale des Panels bezieht, also von einer Ecke zur diagonal gegenüberliegenden Ecke gemessen wird. Dabei sind bestimmte Größen typischerweise im Handel vertreten - für das Bildformat 16:9 (sprich: Sechszehn zu Neun) sind zum Beispiel 24, 27 oder 32 Zoll wichtige Basisgrößen.

16:9- und Breitbildformate

Es gibt auch Modelle mit kleinen Abweichungen wie beispielsweise 24,5 Zoll oder 31,5 Zoll, die man aber einfachheitshalber trotzdem mit in die Kategorie 24 respektive 32 Zoll mit hineinnimmt. Wichtig zu wissen ist dabei, dass ihr von der Diagonale nicht auf die Auflösung schließen könnt. Ein 27-Zoll-Monitor mit 16:9-Format kann beispielsweise Full-HD (1920x1080 Pixel), WQHD (2560x1440 Pixel) oder 4K (3840x2160 Pixel) bieten.

Falls ihr ein extrabreites Format als Monitor wählt, kommen automatisch deutlich größere Diagonalen zustande - im Format 21:9 bedeuten 34 Zoll beispielsweise, dass der Monitor in etwa gleich hoch wie ein 27-Zoll-Modell mit 16:9 ist.

Das Panel ist bei 21:9 und 34 Zoll lediglich deutlich breiter als bei einem 16:9-Monitor mit 27 Zoll. Wir haben eine Tabelle für euch vorbereitet, die auch die typischen Auflösungen und daraus resultieren Bildformate zeigt, ebenso verzeichnen wir die Diagonalen, die mit den jeweiligen Auflösungen im Handel häufig zu finden sind:

Bezeichnung Bildformat Pixel (Breite) Pixel (Höhe) Typische Diagonalen
Full-HD oder FHD 16 zu 9 1920 1080 24, 27, 32 Zoll
WUXGA 16 zu 10 1920 1200 24 Zoll
UW-UXGA 21 zu 9 2560 1080 29, 34 Zoll
WQHD 16 zu 9 2560 1440 27, 32 Zoll
UW-WQHD 21 zu 9 3440 1440 24 Zoll
QHD+ 24 zu 10 3840 1600 37 Zoll
Dual QHD 32 zu 9 5120 1440 44, 49 Zoll
UHD oder 4K 16 zu 9 3840 2160 27, 32, 42 Zoll

Passende Diagonale wählen

Für ein typisches Schreibtisch-Setting sind 27 Zoll mit 16:9 als Format eine gute Größe, wobei wir WQHD als Auflösung empfehlen. Bleibt ihr bei 16:9, dann kann je nachdem, wie weit ihr am Ende vom Monitor entfernt sitzt, auch noch ein 32-Zoll-Modell infrage kommen. Bedenkt aber: Je größer das Display ist und je näher ihr am Bildschirm sitzt, desto eher kann es sein, dass ihr die Randbereiche nicht mehr gut im Blickfeld habt.

Dies gilt erst recht für extra breite Bildformate für 21:9, die in vielen Spielen sehr nützlich sein können: In einem Shooter verbreitet sich euer Sichtfeld, bei Strategie-Games seht ihr mehr von der Karte, und bei Flugsimulationen oder Rennspielen wirkt das Cockpit authentischer.

Allerdings kostet euch das breitere Bild bei identischer horizontaler Auflösung auch Leistung im Vergleich zu einem 16:9-Modell, da in der Breite ja Pixel dazukommen. Egal, ob breiter oder einfach nur hochauflösender: Je mehr Pixel, desto mehr muss der PC berechnen. Die nächste Tabelle ordnet in etwa ein, wie viel FPS-Verlust (FPS = Bilder pro Sekunde) ihr im Vergleich zur Nutzung eines Full-HD-Monitors rechnen müsst:

Bezeichnung Typische Diagonalen Seitenverhältnis Pixel Breite Pixel Höhe Pixelsumme etwa Pixel-Plus Leistung c.a.
Full-HD 23,8 / 24 / 27 / 31,5 Zoll 16:9 1920 1080 2,07 Mio entfällt 100
UW-UXGA 29 / 34 Zoll 21:9 2560 1080 2,77 Mio 33 Prozent 85
WQHD 23,8 / 27 / 31,5 / 32 Zoll 16:9 2560 1440 3,69 Mio 78 Prozent 75
UW-WQHD 34 / 40 Zoll 21:9 3440 1440 4,95 Mio 139 Prozent 60
QHD+ 37,5 / 38 Zoll 24:10 3840 1600 6,14 Mio 196 Prozent 50
Dual QHD 44,5 / 48,8 / 49 Zoll 32:9 5120 1440 7,37 Mio 256 Prozent 45
UHD / 4K 27 / 28 / 31,5 / 32 Zoll 16:9 3840 2160 8,29 Mio 300 Prozent 40

Zur Ergänzung, da viele von euch sicher schon WQHD nutzen: Beim Umstieg von WQHD zu 4K bleiben euch etwa 55 Prozent der FPS übrig. Sehr wichtig ist dabei, dass unsere Werte nur ungefähre Angaben sind.

Der Restwert von 40 Prozent bei 4K statt Full-HD kann beispielsweise je nach Spiel auch nur bei 20 Prozent liegen. Es können aber in anderen Games wiederum durchaus mehr als 60 Prozent der FPS erhalten bleiben. Bei den Breitbild-Formaten müsst ihr zudem beachten, dass viele Spiele nur 16:9-Auflösungen unterstützen, sodass ihr links und rechts vom Spielinhalt einen schwarzen Rand haben werdet.

  1. Seite 1 Gaming-Monitore: Displaygröße, Auflösung und Bildformat
  2. Seite 2 Gaming-Monitore: Pixel sowie Panel-Arten IPS, TN und VA
  3. Seite 3 Gaming-Monitore: OLED-Panels und 4K
  4. Seite 4 Gaming-Monitore: Adaptive Sync, Bildwiederholfrequenz und OLED-Marktübersicht
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