Gaming-Monitore: Kaufberatung mit OLED-Marktübersicht und Wissenstipps zur Technik
Special
In unserer Kaufberatung zu Gaming-Monitoren geht es um die Panel-Arten IPS, TN, VA und OLED, Auflösungen, Technik und mehr inklusive OLED-Marktübersicht.
In unserem neuen Oktober-Special bieten wir euch eine Kaufberatung zu Gaming-Monitoren, wobei inzwischen dank eines deutlich gesteigerten Angebotes auf dem Markt auch OLED-Displays eine Rolle spielen. Denn obwohl OLED-Displays im Bereich der TV-Geräte schon seit einigen Jahren vergleichsweise gut bezahlbar sind, hakte es bei Monitoren mit OLED-Panels für Spieler bisher gewaltig.
Doch zu mehr rund um OLED-Displays kommen wir später, inklusive einer Marktübersicht mit 30 OLED-Gaming-Monitoren. Davor wird es um Bildschirmgrößen, Auflösungen, Bildformate und Display-Techniken gehen. Ebenso erklären wir die Begriffe Bildwiederholfrequenz und Adaptive Sync. Den Start machen die Bildschirmdiagonalen.
Diese werden in Zoll angegeben, wobei sich die Angabe auf das Maß der Diagonale des Panels bezieht, also von einer Ecke zur diagonal gegenüberliegenden Ecke gemessen wird. Dabei sind bestimmte Größen typischerweise im Handel vertreten - für das Bildformat 16:9 (sprich: Sechszehn zu Neun) sind zum Beispiel 24, 27 oder 32 Zoll wichtige Basisgrößen.
16:9- und Breitbildformate
Es gibt auch Modelle mit kleinen Abweichungen wie beispielsweise 24,5 Zoll oder 31,5 Zoll, die man aber einfachheitshalber trotzdem mit in die Kategorie 24 respektive 32 Zoll mit hineinnimmt. Wichtig zu wissen ist dabei, dass ihr von der Diagonale nicht auf die Auflösung schließen könnt. Ein 27-Zoll-Monitor mit 16:9-Format kann beispielsweise Full-HD (1920x1080 Pixel), WQHD (2560x1440 Pixel) oder 4K (3840x2160 Pixel) bieten.
Falls ihr ein extrabreites Format als Monitor wählt, kommen automatisch deutlich größere Diagonalen zustande - im Format 21:9 bedeuten 34 Zoll beispielsweise, dass der Monitor in etwa gleich hoch wie ein 27-Zoll-Modell mit 16:9 ist.
Das Panel ist bei 21:9 und 34 Zoll lediglich deutlich breiter als bei einem 16:9-Monitor mit 27 Zoll. Wir haben eine Tabelle für euch vorbereitet, die auch die typischen Auflösungen und daraus resultieren Bildformate zeigt, ebenso verzeichnen wir die Diagonalen, die mit den jeweiligen Auflösungen im Handel häufig zu finden sind:
| Bezeichnung | Bildformat | Pixel (Breite) | Pixel (Höhe) | Typische Diagonalen |
|---|---|---|---|---|
| Full-HD oder FHD | 16 zu 9 | 1920 | 1080 | 24, 27, 32 Zoll |
| WUXGA | 16 zu 10 | 1920 | 1200 | 24 Zoll |
| UW-UXGA | 21 zu 9 | 2560 | 1080 | 29, 34 Zoll |
| WQHD | 16 zu 9 | 2560 | 1440 | 27, 32 Zoll |
| UW-WQHD | 21 zu 9 | 3440 | 1440 | 24 Zoll |
| QHD+ | 24 zu 10 | 3840 | 1600 | 37 Zoll |
| Dual QHD | 32 zu 9 | 5120 | 1440 | 44, 49 Zoll |
| UHD oder 4K | 16 zu 9 | 3840 | 2160 | 27, 32, 42 Zoll |
Passende Diagonale wählen
Für ein typisches Schreibtisch-Setting sind 27 Zoll mit 16:9 als Format eine gute Größe, wobei wir WQHD als Auflösung empfehlen. Bleibt ihr bei 16:9, dann kann je nachdem, wie weit ihr am Ende vom Monitor entfernt sitzt, auch noch ein 32-Zoll-Modell infrage kommen. Bedenkt aber: Je größer das Display ist und je näher ihr am Bildschirm sitzt, desto eher kann es sein, dass ihr die Randbereiche nicht mehr gut im Blickfeld habt.
Dies gilt erst recht für extra breite Bildformate für 21:9, die in vielen Spielen sehr nützlich sein können: In einem Shooter verbreitet sich euer Sichtfeld, bei Strategie-Games seht ihr mehr von der Karte, und bei Flugsimulationen oder Rennspielen wirkt das Cockpit authentischer.
Allerdings kostet euch das breitere Bild bei identischer horizontaler Auflösung auch Leistung im Vergleich zu einem 16:9-Modell, da in der Breite ja Pixel dazukommen. Egal, ob breiter oder einfach nur hochauflösender: Je mehr Pixel, desto mehr muss der PC berechnen. Die nächste Tabelle ordnet in etwa ein, wie viel FPS-Verlust (FPS = Bilder pro Sekunde) ihr im Vergleich zur Nutzung eines Full-HD-Monitors rechnen müsst:
| Bezeichnung | Typische Diagonalen | Seitenverhältnis | Pixel Breite | Pixel Höhe | Pixelsumme etwa | Pixel-Plus | Leistung c.a. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Full-HD | 23,8 / 24 / 27 / 31,5 Zoll | 16:9 | 1920 | 1080 | 2,07 Mio | entfällt | 100 |
| UW-UXGA | 29 / 34 Zoll | 21:9 | 2560 | 1080 | 2,77 Mio | 33 Prozent | 85 |
| WQHD | 23,8 / 27 / 31,5 / 32 Zoll | 16:9 | 2560 | 1440 | 3,69 Mio | 78 Prozent | 75 |
| UW-WQHD | 34 / 40 Zoll | 21:9 | 3440 | 1440 | 4,95 Mio | 139 Prozent | 60 |
| QHD+ | 37,5 / 38 Zoll | 24:10 | 3840 | 1600 | 6,14 Mio | 196 Prozent | 50 |
| Dual QHD | 44,5 / 48,8 / 49 Zoll | 32:9 | 5120 | 1440 | 7,37 Mio | 256 Prozent | 45 |
| UHD / 4K | 27 / 28 / 31,5 / 32 Zoll | 16:9 | 3840 | 2160 | 8,29 Mio | 300 Prozent | 40 |
Zur Ergänzung, da viele von euch sicher schon WQHD nutzen: Beim Umstieg von WQHD zu 4K bleiben euch etwa 55 Prozent der FPS übrig. Sehr wichtig ist dabei, dass unsere Werte nur ungefähre Angaben sind.
Der Restwert von 40 Prozent bei 4K statt Full-HD kann beispielsweise je nach Spiel auch nur bei 20 Prozent liegen. Es können aber in anderen Games wiederum durchaus mehr als 60 Prozent der FPS erhalten bleiben. Bei den Breitbild-Formaten müsst ihr zudem beachten, dass viele Spiele nur 16:9-Auflösungen unterstützen, sodass ihr links und rechts vom Spielinhalt einen schwarzen Rand haben werdet.
