Gaming-Monitore: Kaufberatung und Wissenstipps Panel-Typen mit OLED-Marktübersicht
Special
Wir erklären euch die Vor- und Nachteile der Monitor-Panelarten IPS, TN, VA und OLED. Außerdem gibt es weitere Wissenstipps und eine kleine Marktübersicht.
In unserer Monitor-Kaufberatung erklären wir euch einiges rund um Monitore und deren Gaming-Features im Allgemeinen, gehen aber auch etwas genauer auf OLED-Monitore ein und haben zu dieser Panel-Sorte eine Marktübersicht mit 29 Modellen vorbereitet.
Denn schon bei der CES 2025 in Las Vegas inmitten der Wüste von Nevada wurde der Durst nach neu vorgestellten OLED-Displays nämlich in hohem Maße gestillt, und die vorgestellten OLED-Modelle sowie weitere sind inzwischen auch im Handel angekommen.
Trotz der recht vielen Neuvorstellungen sind OLED-Monitore aber noch immer deutlich teurer als klassische LED-Monitore, und sie werden es bauartbedingt wohl auch immer teurer bleiben. Die Preisabstände verkleinern sich aber, und es gibt immer mehr 16:9-Monitore in den typischen Größen von 24 bis 32 Zoll respektive im 21:9-Format auch bis 42 Zoll, die OLED bieten und dabei zumindest als "bezahlbar" durchgehen.
In einem Special vom September 2023 hatten wir gerade einmal neun OLED-Monitore von 24 bis 34 Zoll erwähnt, bei denen es ab etwa 780 Euro losging. In einem weiteren Special berichteten wir vor etwas mehr als einem Jahr zwar, dass die Zahl an OLED-Modellen zugenommen habe.
Quelle: CoolerMaster
CoolerMaster GZ2711, 16:9, WQHD, OLED
Aber da selbst das günstigste Panel damals noch über 700 Euro kostete, fehlten OLED-Monitore in unserer Marktübersicht. In unserem heutigen Special greifen wir hingegen schon auf eine Auswahl aus über 90 Monitoren mit OLED-Panel zurück, die zwischen 24 und 42 Zoll Diagonale bieten und bei denen allein zwischen 500 und 700 Euro mehr als zwei Dutzend Modelle lieferbar sind.
OLED bleibt damit zwar teurer als andere Panel-Sorten, bei denen ihr schon von 150 bis 300 Euro viele Gaming-Modelle findet - aber da man einen Monitor über viele Jahre hinweg nutzt, ergibt es Sinn, vielleicht auch mal 200 bis 300 Euro mehr zu investieren.
In unserer Marktübersicht am Ende des Artikels haben wir daher 29 Monitore mit der OLED-Technik und Gaming-Features mit dabei, die zwischen 500 und 800 Euro kosten. Zuerst klären wir aber die Frage, was denn überhaupt die Unterschiede zwischen den Panel-Arten sind, und starten mit den klassischen Techniken IPS, TN und VA.
So entstehen die Farben der Pixel
Bei den klassischen LED-Displays haben sich drei leicht voneinander abweichende Techniken durchgesetzt, was die Panels angeht: IPS, TN und VA. Alle drei funktionieren nach dem Grundprinzip, dass eine dünne Matrix aus elektrisch angesteuerten Flüssigkristallen das Bild erzeugt. Die Matrix stellt die einzelnen Pixel dar, wobei ein Pixel aus drei Kristallen, auch Subpixel genannt, besteht.
Hinter der Matrix sitzt eine Lichtquelle, und die Subpixel können je nach Stromspannung ihre Ausrichtung verändern, wodurch sie mehr oder weniger Licht hindurchlassen. Von den drei Subpixeln ist dabei je eines für die Farbe Rot, Grün und Blau zuständig, und pro Subpixel kann es standardmäßig 256 Positionen einnehmen, um viel oder wenig Licht hindurchzulassen.
Damit entsteht die Gesamtzahl an 256x256x256 = 16,8 Millionen möglichen Kombinationen, wie die drei Subpixel angeordnet sein können, und somit 16,8 Millionen mögliche Farben für ein Pixel.
Diese Werte kenn ihr sicherlich aus der RGB-Palette (RGB steht einfach nur für Rot-Grün-Blau) aus Malprogrammen oder Farb-Editoren in Spielen. 0-0-0 bedeutet, dass alle Subpixel das Licht blocken - es entsteht Schwarz. Bei RGB 256-256-256 wiederum entsteht Weiß, dazwischen liegen bei jeweils drei identischen Zahlenwerten wie 180-180-180 verschiedene Grautöne.
Mit anderen Kombinationen sind andere Farben möglich, zum Beispiel eher gelbliche Töne, wenn Rot und Grün hohe Werte haben, Blau aber einen niedrigen Wert hat. Die technischen Unterschiede von IPS, TN und VA liegen bei der Art und Weise, wie die Subpixel genau angeordnet sind. Dadurch entstehen kleine Vor- und Nachteile der Panel-Typen, die wir auf der nächsten Seite erklären.
