Lest im fünften Teil unseres großen History-Specials, wie Video- und Computerspiele in den 1990er-Jahren 3D-Welten und Massenspeicher entdecken.
In den letzten Specials unserer großen Reihe über die Geschichte der Videospiele haben wir euch gezeigt, wie die Videospielindustrie überhaupt entstand, welche Hürden die ersten Spieleentwickler meistern mussten, um am Markt erfolgreich zu sein und, warum die Videospielbranche nicht nur Höhenflüge erlebte, sondern auch herbe Rückschläge verkraften musste. Heute gehen wir wieder einen Schritt weiter und schildern die Geschichte der Videospiele zwischen 1993 und 1998. In dieser Zeit war mächtig Bewegung im Markt, Konsolen wurden angekündigt oder scheiterten kläglich. Darunter auch eine Konsole von Nintendo. Moment sagt ihr, welche Konsole von Nintendo soll denn gefloppt sein? Das und mehr erfahrt ihr hier in unserem Special! Solltet ihr euch nochmal die anderen Teile der Reihe zu Gemüte führen wollen, dann bitte hier entlang: Teil 1: 1958 bis 1968, Teil 2: 1968 bis 1978, Teil 3: 1978 bis 1988 und Teil 4: 1988 bis 1993. Jetzt aber viel Spaß mit unserem Special zur Geschichte der Videospiele. Euch ist das hier zu viel Text? Dann ist unsere Übersicht über die Videospielgrafik der letzten 40 Jahre genau das richtige!
Auch wenn die 16-Bit-Konsolen SNES und Mega Drive Anfang der 90er-Jahre in Europa gegen die Vorherrschaft der Heimcomputer nur schwer ankommen, ziehen sie deutlich mehr Käufer an als die vorige Hardware-Generation. Zudem spielt den 16-Bittern die Tatsache in die Hände, dass die Anschaffungskosten von IBM-kompatiblen PCs im Vergleich zu den Rechnern von Commodore und Atari extrem hoch sind, was reine Spieler, die nicht über das nötige Kleingeld verfügen, ins Konsolenlager wechseln lässt. Die feststehende Hardware und die vergleichsweise unkomplizierte Nutzung lassen hierzulande Nintendo- und Sega-Geräte zur willkommenen Zock-Alternative werden. Die in Deutschland dünn besiedelte Entwicklerlandschaft ignoriert jedoch diese Entwicklung und verlässt sich in erster Linie auf den immer populäreren IBM-PC, der durch seine Architektur technisch immer aktuell ist und so fantastische Spielerlebnisse ermöglicht.
Der Durchbruch technischer Grenzen
Quelle: Broderbund
Myst
Neben hochkarätigen Fortsetzungen (beispielsweise Sim City 2000) und Weiterentwicklungen (der Fußball-Manager Anstoß vom deutschen Entwickler Ascaron) sorgt gerade der PC für immer mehr staunende Gesichter. Technisch beeindrucken 1993 vor allem zwei Titel: Star Wars: Rebel Assault ist die erste große Produktion, die exklusiv auf CD-ROM für PCs erscheint. Das einfach gestrickte Action-Spiel sorgt wegen seiner vorgerenderten Hintergründe und seiner filmhaften Präsentation für reihenweise heruntergeklappte Kinnladen und dafür, dass Entwickler und Publisher das längst etablierte neue Medium mit seinen Möglichkeiten endlich wahrnehmen. Der kleine Entwickler Cyan Worlds weiß den Datenträger ebenfalls sinnvoll einzusetzen, sein Adventure Myst kommt exklusiv auf CD-ROM.Auf der nächsten Seite geht's weiter!
