Lest im fünften Teil unseres großen History-Specials, wie Video- und Computerspiele in den 1990er-Jahren 3D-Welten und Massenspeicher entdecken.
Spezialtechnik
Quelle: Capcom
Resident Evil
Nach dem Modell der Spezialprozessoren designt die Firma 3dfx einen 3D-Beschleuniger für PCs, um grafische Berechnungen schneller durchführen zu können. Dieser spezielle Chipsatz mit dem Namen Voodoo wird 1996 von vielen Grafikkartenherstellern lizenziert und verkauft. Entsprechend sehen 3D-Spiele mit einer Voodoo-Erweiterungskarte vielfach besser aus, und so stellt der PC die gegenwärtige Konsolentechnik endlich wieder in den Schatten. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt nur wenige Spiele Gebrauch davon machen, ist die grafische Leistung beeindruckend.Zu den prominentesten Vertretern der ersten Generation der 3D-beschleunigten Spiele gehört wiederum ein indizierter 3D-Shooter von id Software sowie Tomb Raider in der PC-Version. Abseits davon dominiert Bewährtes den Markt wie Aufbaustrategie (das geniale Die Siedler II erscheint mit großem Erfolg in Deutschland) oder Rollenspiele (beispielsweise The Elder Scrolls II: Daggerfall, das traditionelle Genre-Elemente in eine echte 3D-Welt transportiert). Beinahe unbemerkt wirft die Firma 3DO Meridian 59 auf den (amerikanischen) Markt, ebenfalls ein Rollenspiel, allerdings das erste MMO seiner Art in 3D. Doch mehr als ein solider Erfolg wird das Spiel nicht. Ganz anders der nächste Blizzard-Hit Diablo, das ein anderes Sub-Genre des Rollenspiels definiert, das Action-RPG. Der Anfang 1997 erscheinende Titel wirft allzu komplizierte Genre-Mechanismen über Bord und rückt das Spiel näher in Richtung Hack & Slay. Die Rechnung geht auf, was Diablo und den Hersteller Blizzard endgültig in den Spieleolymp katapultiert.
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