Lest im fünften Teil unseres großen History-Specials, wie Video- und Computerspiele in den 1990er-Jahren 3D-Welten und Massenspeicher entdecken.
Quelle: Capcom
Street Fighter 2
Der große Erfolg von Street Fighter II lässt zudem die zuvor extrem erfolgreichen Side-Scrolling-Beat-'em-Ups fast gänzlich aussterben. Damit beginnt auch die Hochzeit der 16 Bit-Konsolen, die 1994 ihren Höhepunkt erlebt. Mit Donkey Kong Country verleiht der englische Entwickler Rare dem Jump&Run-Genre neue Ideen. Technisch bedient der Titel sich ebenfalls vorgerenderter Hintergründe und Charaktere, während er spielerisch einem Mario in nichts nachsteht. Im gleichen Jahr erscheint ebenfalls auf dem SNES der dritte Teil der Metroid-Reihe. Super Metroid erzählt eine packend inszenierte Geschichte und begeistert durch ein cleveres Leveldesign sowie fordernde Gegner. Selbst 14 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ist Super Metroid für Action-Adventures dieser Art die Referenz.
Der Durchbruch der CD
Quelle: Blizzard
Warcraft 2
1994 sind die letzten IBM-PC-Konkurrenten praktisch weggebrochen, als mächtiger und einziger Gegner der Konsolen platziert sich der universale Rechenknecht, der technisch den Ton angibt. Passend dazu feiert die CD-ROM als primärer Datenträger für Computerspiele den Durchbruch. Musik in CD-Qualität und Aufsehen erregende Intros nutzen den Platz, auch wenn das eigentliche Spiel nach wie vor auf wenige Disketten passen würde. Aber das Medium gilt als hip und spätestens mit der Veröffentlichung von Wing Commander III als sinnvolle Weiterentwicklung im Multimedia-Zeitalter. Statt sich auf ein bombastisches Intro zu beschränken, nutzt Serien-Vater Chris Roberts den Platz, um massig Zwischensequenzen im Filmqualität mit namhaften Schauspielern (Mark Hamill, Malcolm McDowell und John Rhys-Davies) unterzubringen. Letztlich wird das Spiel sogar auf vier CDs ausgeliefert, spielerisch verleiht es dem Genre leider wenig neue Ideen.
Quelle: EA
Command & Conquer
Ähnlich inszeniert Westwood seine inoffizielle Dune II-Fortsetzung Command & Conquer im Jahre 1995: Zwischensequenzen mit Schauspielern, spielerisch eine konsequente Weiterentwicklung, kommerziell ein riesiger Hit. Und dennoch, den länger anhaltenden Eindruck im Genre der Echtzeitstrategie-Spiele hinterlässt Blizzards Warcraft II. Die von Dune II aufgestellten Regeln durchbricht auch das Fantasy-Gekloppe nicht, es perfektioniert aber die Spielmechanik und vor allem die künstliche Intelligenz. Die Netzwerkfähigkeit für ausladende Mehrspieler-Sessions machen Warcraft II auch über die kommenden Jahre hinaus zum beliebtesten Strategiespiel überhaupt.
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