Lest im fünften Teil unseres großen History-Specials, wie Video- und Computerspiele in den 1990er-Jahren 3D-Welten und Massenspeicher entdecken.
Quelle: Nintendo
Super Metroid
Auch bei den Konsolen ist das Zeitalter der Silberlinge angebrochen. Nach Segas glückloser CD-ROM-Erweiterung für das Mega Drive setzt der Nachfolger Saturn voll auf das platzfreundliche (und günstige) Medium, ebenso wie Brachenneuling Sony, der mit seiner PlayStation sein Glück mit Videospielen versucht. Die ersten Ergebnisse sind beeindruckend. Die Automaten-Umsetzung Ridge Racer fährt seinem Arcade-Original nahe auf, die ersten Originalentwicklungen wie der Zukunfts-Renner Wipeout oder der Polygon-Prügler Tekken beweisen nicht nur, dass den Silberscheiben die (Spiele)-Zukunft gehört, sondern auch, dass die Zeiten der 2D-Abenteuer endgültig gezählt sind.
Symptomatisch dafür steht das Weltraum-Actionspiel Descent, das zuerst für PC erscheint und später auf die PlayStation umgesetzt wird. In einem Labyrinth aus Gängen steuert der Spieler ein kleines Raumschiff aus der Verfolgerperspektive, das sich in alle Richtungen bewegen kann - daher dreht sich auch die Umgebung permanent. Leider bleibt Descent trotz beeindruckender Technik und spielerischer Qualitäten der große kommerzielle Erfolg verwehrt.
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Auf dem SNES beginnt derweil auch schon der Abgesang auf die 16-Bit-Generation. Während Europa ausschließlich herausragende Fortsetzungen bekannter Frachises erscheinen, bekommen Spieler überm großen Teich die Highlights der 16-Bit-Rollenspiel-Ära als krönenden Abschluss spendiert. Final Fantasy VI und Chrono Trigger von Squaresoft sowie Super Mario RPG (ebenfalls von Squaresoft, in Zusammenarbeit mit NIntendo) markieren 1995 und 1996 das atemberaubende Ende des Zeitalters. Danach erscheinen größenteils nur noch Lizenzumsetzungen und billig produzierte Schnellschüsse.
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