Diesen Shooter könnt ihr jetzt völlig kostenlos spielen - und er ist richtig, richtig gut!
Special
Mit The Finals schicken die Embark Studios einen heißen, neuen Bewerber um die Online-Shooter-Krone ins Rennen. Er ist ab sofort spielbar - ich konnte ihn schon vorab ausprobieren!
Die Schmerzenslaute meiner Spielfigur übertönen all die anderen Geräusche. Ich nehme eine Granate zwischen die Finger und versuche die Anzahl der Feinde abzuschätzen. Sind es drei? Vier? Bevor ich den Sicherungsstift ziehen kann, bricht durch eine tosende Explosion der Boden unter meinen Füßen zusammen.
Ich stürze ein Stockwerk hinab und lande direkt in den Armen der Feinde. Im verzweifelten Versuch, den Sicherungsstift zu ziehen, werde ich im Kugelhagel zu Boden gerissen. Die schrillen Jubelrufe des Publikums dringen erneut an meine Ohren. Ein neuer Gewinner wurde gefunden, ein neues Tribut.
Die Euphorie in ihren Stimmen ist das letzte, was ich höre. Das ekstatische Hologramm-Publikum, die dynamische Spielwelt und das vielfältige Waffenarsenal tragen dazu bei, dass ich mich wie ein Teilnehmer der Hungerspiele fühle. Falls euch der neuste Panem-Kinofilm nicht überzeugen konnte, dann schafft es vielleicht The Finals.
Die Spielwelt beeindruckt nicht nur visuell durch eindrucksvolle Maps und wechselnde Wetterkonditionen, sondern auch durch ihre Zerstörbarkeit. In The Finals darf ich meiner Zerstörungslust in großem Umfang freien Lauf lassen, was bei ehemaligen Battlefield-Entwicklern vermutlich auch zu erwarten war.
Quelle: Embark Studios
Ein Großteil der Spielumgebung kann durch explosive Gadgets, Geschosse oder Fähigkeiten niedergerissen werden. Diese Spielmechanik verleiht der Spielwelt eine ganz besondere Dynamik: Abhängig von der Spielsituation könnt ihr Fluchtrouten, geheime Passagen oder alternative Durchgänge schaffen. Sämtliche Öffnungen können durch Gadgets oder Fähigkeiten auch temporär wieder verschlossen werden, was zu äußerst kreativen und taktischen Spielrunden führen kann.
Die schnelle Fortbewegung durch die Spielwelt, das rasante Rennen von Vorsprung zu Vorsprung, die farbigen Akzente der Seoul-Map - all das erinnert mich an die Dynamik und das Gamedesign, das auch Mirror's Edge auszeichnet. Vielleicht ist das aber auch nicht überraschend, da das Vorbild Battlefield und Mirror's Edge seinerzeit vom selben Studio entwickelt wurden.
Spätestens als ich das Sturmgewehr zur Seite legte, um mit einer geschliffenen Klinge in der Hand meine Gegner auszuschalten, war es um mich geschehen. Ich habe nun mal ein ausgesprochenes Fable für Nahkampfwaffen. Und das auch in Shootern.
Wird der Fokus auf den Nahkampf gelegt, wird vom Spieler natürlich erwartet, seine Spielstrategien anzupassen. Nicht selten habe ich ordentlich Blei an den Kopp bekommen, bis ich mich endlich traute, die Spielwelt zu meinem Vorteil zu nutzen: Sei ständig in Bewegung. Gewinne durch Klettern und Parkour an Höhe. Springe durch geschlossene Fenster. Dutzende Glasscherben umhüllen dich.
Und dann regnest du wie der Tod von oben auf deine Gegner herab. Läuft es gut, enden deine Feinde in Nullkommanichts als Fischfutter. Warst du allerdings ein wenig zu sehr in deinem Assassin's-Creed-Film unterwegs, mäht dich eine Schrotflinte nieder.
Apropos Niedermähen: Nach dem Ableben bietet das Spiel die Möglichkeit, von einem Teammitglied wiederbelebt zu werden oder selbst zu respawnen. Eine besonders praktische Option ist dabei das direkte Spawnen bei einem Teammitglied, was lästige Umwege erspart. Auffallend ist, dass das Spiel auf Fallschaden verzichtet - selbst von hohen Gebäuden kann ich ohne Bedenken in die Tiefe springen. Das spielt dem rasanten Gameplay und den vertikal designten Maps natürlich wunderbar in die Karten.
Insgesamt lässt sich sagen, dass mich der kurze Einblick in The Finals überzeugt hat. Der Multiplayer-Shooter beeindruckte mich durch seine visuelle Gestaltung, das durchdachte Sounddesign, die immersive, zerstörbare Spielwelt und die Freiheit, die dem Spieler in der Gestaltung seines Spielstils überlassen wird. Also ich werde nach der Arbeit definitiv meinen Controller in die Hände nehmen, um auf den Dächern Monacos Granaten zu verteilen! Und wie schaut es bei euch aus?
