Diesen Shooter könnt ihr jetzt völlig kostenlos spielen - und er ist richtig, richtig gut!

Special Malik Brugger Stefan Wilhelm
Bereit für den Kampf.
Quelle: Embark Studios

Mit The Finals schicken die Embark Studios einen heißen, neuen Bewerber um die Online-Shooter-Krone ins Rennen. Er ist ab sofort spielbar - ich konnte ihn schon vorab ausprobieren!

Das kam überraschend: Entwickler Embark Studios hat seinen Shooter The Finals, das meistgewünschte Spiel auf Steam, als Shadow-Drop bei den Game Awards veröffentlicht. Im Rahmen eines virtuellen Events durfte ich mich schon vor Release in der dynamische Spielwelt von The Finals behaupten. Während mir ein holographisches Publikum aus der Ferne zujubelte, versuchte ich mit Schweißperlen auf der Stirn um mein Überleben zu kämpfen.

Ob der Multiplayer-Shooter von ehemaligen Battlefield -Entwicklern etwas taugt und seinem Hype gerecht wird, oder ob ich nach dem Spielen doch lieber gefrustet in eine Ladung C4 treten wollte, erfahrt ihr in diesem Ersteindruck!

Der Shooter findet etwa 75 Jahre in der Zukunft statt, ungefähr im Jahr 2100. In dieser futuristischen Welt steht eine dystopische Spielshow im Scheinwerferlicht: Die globale Show besitzt eine immense Fangemeinde und dient als Fenster zu einer virtuellen Realität. Mithilfe fortschrittlicher VR-Technologie betreten die Kandidaten hyperrealistische Arenen, um dort für Ruhm, Reichtum und die Gunst großzügiger saisonaler Sponsoren zu kämpfen.

Spieler metzeln sich in Dreierteams durch verschiedene Turniere. Die erlebbaren Arenen sind allesamt an echte Städte angelehnt: Neben den sonnigen Dächern Monacos lernte ich beispielsweise auch das nebelverhüllte Seoul kennen. Im Mittelpunkt steht hier die zerstörbare Spielumgebung. The Finals ermutigt mich im hitzigen Gefecht nicht bloß den Abzug zu drücken, sondern direkt ein ganzes Gebäude über den Köpfen meiner Gegner niederzureißen.

Einer der Spielmodi, den ich testen durfte, nennt sich Quick Cash. Dieser Modi verlangt vom Team, einen Tresor zu finden und aus diesem eine Geldbox zu entnehmen. Durch das Ausschalten von Gegnern sammelt das Team Münzen, die anschließend zu einer Auszahlungsstation gebracht werden sollen. Das Ziel besteht darin, als erstes Team 20.000 Münzen zu erreichen. Obwohl dieses Spielkonzept auf den ersten Blick vielleicht weniger aufregend wirkt, entfaltet es sich beim Spielen als explosiver Spaß!

Feuergefecht in Seoul. Quelle: Embark Studios Vor dem Start ins Match will aber erst einmal eine Klasse ausgewählt werden. Die Entwickler betonen, dass es ihnen wichtig ist, keine vordefinierten Helden anzubieten. Stattdessen möchte Embark Studios den Spielern die Chance ermöglichen, einen eigenen Helden zu kreieren. Vorgefertigte Spezialisten, wie man sie aus Battlefield 2042 kennt, lassen sich hier also nicht finden.

Das zeigt sich in der Komplexität der Klassensystems: Mehrere Waffen lassen sich klassenübergreifend nutzen, wodurch jeder Build in Kombination mit den anpassbaren Skins eine persönliche Note erhält. Dennoch verfügt jede Klasse (Leicht, Mittel und Schwer) über individuelle Fähigkeiten, die nicht übergreifend funktionieren.

Das verlieht dem Klassensystem die nötige Struktur. So kann der schwere Tank beispielsweise einem grünen Hulk ähnlich durch massive Wände stürmen, während die flinke, leichte Klasse ungesehen mit ihrer Umgebung verschmilzt. Nach und nach werden zusätzliche Waffen und - wenn auch nicht viele - neue Fähigkeiten freigeschaltet. Auf diese Weise lässt sich jede Klasse ein wenig "zurechtschustern", damit sie dem persönlichen Geschmack des Spielers entspricht.

Nachdem ich mich für eine Klasse entschieden habe, beginnt der Überlebenskampf - und der hat mich ganz schön mitgerissen, wie ihr nun lesen werdet!: Dicht an der Seite meiner Teamkameraden spawne ich mitten auf den Dächern Seouls. Strömender Regen prasselt auf meine Schultern. Nebelverhangene Wolkenkratzer soweit das Auge reicht. In schwindelerregender Höhe stürmen wir von Dach zu Dach, bis an die Zähne bewaffnet. Aus weiter Ferne jubelt uns das Hologramm-Publikum zu, deren Tribünen die gesamte Arena umkreisen. Die Sicht ist trüb.

Tausende Hologramm-Gesichter verschwimmen zwischen all den Nebelschwaden zu winzigen, farbigen Punkten. Das euphorische Jubeln folgt mir allerdings bis in den abgelegensten Winkel der Map. Es gibt kein Entrinnen vor den Stimmen.

Bildergalerie

Plötzlich verstummen die Jubellaute, als Schüsse in der Ferne erklingen. Donnernde Explosionen folgen. Rauchwolken ziehen über die nassen Straßen. Ein Streifschuss verfehlt knapp mein Ohr. Ein zweiter Schuss trifft mich am Rücken. Dann ein dritter. Noch im Sprint schlittere hinter ein Belüftungssystem, um Deckung zu suchen.

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