Der Free2Play-Shooter The Finals bläst ganze Häuser weg - und uns gleich mit!

Special David Benke
Der Free2Play-Shooter The Finals bläst ganze Häuser weg - und uns gleich mit!
Quelle: Embark Studios

The Finals ist das Erstlingswerk der Embark Studios, einem Team von ehemaligen Battlefield-Entwicklern. Und mit dem wollen es die Schweden direkt ordentlich krachen lassen. Der teambasierte First-Person-Shooter mit Free2Play-Ansatz setzt auf ausgefeilte Umweltzerstörung und jede Menge Chaos. Wir haben reingespielt und sind bereits ordentlich angefixt.

Blinde Zerstörungswut bringt einen in Ego-Shootern meist nicht besonders weit. Wer in Counter Strike: Global Offensive laut "Rush B, Blyat" schreit und dann wild um sich feuernd zum nächsten Bombenspot rennt, kann sich schon mal überlegen, welche Waffe er zum Start der nächsten Runde kaufen möchte. Taktik und Feingefühl sind hier der Schlüssel zum Erfolg, nicht der Vorschlaghammer.

Bis jetzt zumindest. Denn die Entwickler von Embark Studios wollen all den Ballerfreunden mit einer destruktiven Ader endlich das Spiel ihrer Träume vorsetzen. Das Team aus ehemaligen DICE-Entwicklern hat sich die aktuelle Shooter-Landschaft angeschaut, gesagt "Das ist uns zu viel dröger Einheitsbrei. Da fehlt uns die Innovation!" und dann kurzerhand einen eigenen Genre-Vertreter rausgebracht. Und der setzt auf das, was damals schon Battlefield von der Konkurrenz abgehoben hat: nämlich großflächige Zerstörung.

Zerstörung als Feature

Die ist zentrales Element von The Finals. Klar, es wird auch geballert. Zielen und Treffen sind also nach wie vor überlebenswichtig. Wer aber was reißen und nicht nur dabei sein will, der muss sich schnell damit abfinden, dass er hier keinen herkömmlichen, statischen Shooter spielt. Ihr könnt mit der gesamten Umgebung interagieren und das Schlachtfeld zu eurem Vorteil nutzen. Möbel zertrümmern, Gegenstände anzünden und durch die Gegend werfen, ganze Häuser zum Einsturz bringen: Das alles funktioniert. Und es funktioniert für alle Spieler in der gleichen Form und zur gleichen Zeit, dank Verarbeitung auf Serverseite.

Entsprechend kann es in The Finals tatsächlich auch mal helfen, mit dem Kopf wortwörtlich durch die Wand zu gehen, sofern sich der Feind dahinter versteckt. Oder ihr lasst ihm die Decke auf den Schädel fallen. Oder ihr werft eine brennende Gasflasche durchs Fenster und mauert es dann zu. Ach, es gibt endlose Möglichkeiten - für euch, aber auch für eure Gegenspieler. Die Maxime des Spiels war laut Entwickler: "Wenn sich ein Spieler die Frage stellt, ob er das machen kann, sollte die Antwort Fall immer ja sein!"

Ein als Ninja verkleideter Spieler erschlägt einen Gegner mit einem Stapel Fässer Quelle: Embark Studios

Achtung, Meteoritenschauer!

Als Setting für den ganzen Spaß dienen in der aktuellen Closed Beta zwei Karten, die auf realen Locations basieren. In Monaco schlängelt ihr euch durch ein Labyrinth aus schmalen, verwinkelten Gassen - perfekt für Close Quarter Combat. In Seoul balanciert ihr zwischen den Spitzen verschiedener Wolkenkratzer. Achtung, akute Absturzgefahr!

Zwei Maps klingen im ersten Moment zwar nicht nach besonders viel. Trotzdem steckt eine Menge Varianz in The Finals. Das liegt natürlich daran, dass ihr die Umgebung formen könnt, wie ihr Bock habt. Am Ende jeder Runde sieht das Trümmerfeld, das früher mal eine Stadt war, also ein wenig anders aus.

Obendrauf kommen aber nochmal ein paar zusätzliche Modifikationen: verschiedene Tageszeiten, wechselnde Wetterbedingungen und spontane Ingame-Events wie ein verdammter Meteoritenschauer (!) halten euch stets in Atem. So schnell dürfte euch also nicht langweilig werden.

Aber Moment mal: Was wird denn jetzt nicht langweilig? Worum geht's in The Finals eigentlich genau? Kurz gesagt: um so eine Art Squid Game in der Zukunft. Ihr seid ein Teilnehmer der namensgebenden Gameshow "The Finals", in der ihr mit anderen Spielern in einer virtuellen Arena um Ruhm und Reichtum kämpft.

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