Endzeitstimmung, wie sie im Buche steht: Diese düsteren Spiele basieren auf literarischen Werken
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Dass es Videospieladaptionen von Klassikern wie Harry Potter oder Der Herr der Ringe gibt, wissen die meisten. Allerdings gibt es auch weniger bekannte Buchvorlagen, auf deren Grundlage gute Spiele entstanden sind - zum Beispiel Stalker!
Nicht nur das Regal mit den Videospielen platzt bei mir zuhause aus allen Nähten, sondern auch das Bücherregal ist längst proppenvoll. Während ich mich also kaum entscheiden kann, womit ich mich als nächstes beschäftigen will, schleicht sich da noch eine andere Frage in mein Bewusstsein: Welche Bücher würden wohl auch gute Spiele abgeben?
Warum der Weg vom Papier auf den flackernden Bildschirm mit einigen Stolpersteinen gepflastert ist, habe ich schon in einem anderen Artikel unter die Lupe genommen. Dieses Mal möchte ich euch fünf düstere Spieleklassiker näherbringen, die den Sprung geschafft haben und, mehr oder weniger direkt, auf Buchvorlagen basieren - abseits von klassischen Kandidaten wie Hogwarts Legacy und The Witcher.
Erschreckender Super-GAU
Den Anfang macht eine Spielereihe, deren weiterhin bestehende Existenz einem Wunder gleicht. Bald erblickt Stalker 2: Heart of Chornobyl nach einem äußerst beschwerlichen Entwicklungsweg das Licht der Welt. Das ist umso mehr ein Grund für uns, mal einen Blick auf den Ursprung der Spiele zu werfen.
Den finden wir in den 1970er-Jahren wieder. Damals erschien mit "Picknick am Wegesrand" ein gemeinsamer Roman der Brüder Arkadi und Boris Strugatzki. Darin hat der Besuch von Außerirdischen eine Zone hinterlassen, die aufgrund von dadurch entstandenen Anomalien extrem gefährlich ist.
Allerdings haben die Lebewesen bei ihrem Besuch auch Artefakte hinterlassen, weshalb sich die sogenannten Stalker in die verlassene Zone begeben und dort nach den wertvollen Überbleibseln suchen. Die waghalsigen Charaktere dienen also nicht nur als Inspiration für die Spiele vom ukrainischen Studio GSC Game World, sondern verleihen ihnen auch gleich noch den Titel.
Stalker: Shadow of Chernobyl gibt allerdings nicht die Handlung des Romans wieder. Stattdessen orientiert es sich viel mehr am Setting und den Kernelementen der fiktiven Welt. Ein großer Unterschied liegt beispielsweise in dem Szenario, welches die tödlichen Zonen hervorgerufen hat.
Während es im Buch das Werk von außerirdischen Lebensformen ist, ist im Videospiel eine nukleare Katastrophe im Bereich rund um Tschernobyl verantwortlich. Daher lassen sich in der Spielwelt auch ikonische Orte wie das Riesenrad wiederfinden, das seit der realen Katastrophe im Jahr 1986 verlassen in der Nähe des Kernkraftwerks steht.
Der Roman hat übrigens nicht nur die Stalker-Spiele inspiriert, sondern auch den Regisseur Andrei Tarkowski, der auf der Basis der Vorlage einen Film inszenierte. Genau wie die Spiele beruht die filmische Umsetzung allerdings auch nur lose auf dem ursprünglichen Werk.
Da der Film nur einige Jahre nach der Veröffentlichung des Buches entstanden ist, dürfte er ebenfalls als Inspiration für die Spiele hergehalten haben. Wir sind schon gespannt, was sich das Entwicklerstudio nun für die Fortsetzung überlegt und wie sich die fiktive Zone verändert hat.
Wärst du so freundlich?
Wenn sich ein ambitioniertes Team an Entwicklern dafür entscheidet, eine Romanvorlage nur lose umzusetzen, gibt es dafür trotzdem verschiedene Herangehensweisen. Im Gegensatz zu Stalker geht BioShock zum Beispiel einen ganz anderen, aber ebenfalls sehr spannenden Weg.
Quelle: 2K
BioShock
Das Spiel bezieht sich auf das Buch "Atlas wirft die Welt ab" von Ayn Rand, genau wie auf ihre Philosophie des Objektivismus im Allgemeinen.
Jedoch haben sich die Entwickler von Irrational Games nicht bloß von einzelnen Elementen inspirieren lassen, sondern das ganze Konzept weitergedacht und dabei auf die Spitze getrieben. BioShock ist ein "Was wäre wenn?"-Gedankenspiel, das die von Rand gepredigten Ansätze in eine fiktive Welt überträgt und die sich daraus entwickelnden Konsequenzen darstellt.
BioShock arbeitet mit diversen Referenzen, die im Verlauf des Spiels immer wieder auftauchen. Trotz der unverkennbaren Inspiration erzählt es aber seine ganz eigene Geschichte. In ihrem Verlauf wird mehr als deutlich, welche Schwierigkeiten das Konzept des Objektivismus mit sich bringt.
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Ursprünglich wurde die Unterwasserstadt namens Rapture von Andrew Ryan gegründet, um seine Vision von der perfekten Gesellschaft in einem abgeschotteten Rahmen umsetzen zu können. Sein Name kommt übrigens nicht von ungefähr und weist bewusst auffällige Ähnlichkeiten zur Autorin Ayn Rand auf.
