Stalker 2: Wir haben den Shooter noch einmal gespielt und sind uns sicher - der Release kann kommen
Special
Sämtliche Bedenken, die es zu Stalker 2 gab, hat die letzte Anspielsession beiseite gefegt. Dem Release des Story-Shooters fiebern wir schon gespannt entgegen, um die Zone rund um Tschernobyl voller Anomalien und Mutanten endlich erforschen zu können!
Nach etlichen Verschiebungen und dem Bangen der Fans um die Fortsetzung des legendären Shooters konnten wir nun drei Stunden am Stück in Stalker 2 reinspielen. Wir sind nicht nur positiv überrascht, sondern geradezu begeistert von dem Spiel, das uns mit seiner wahnsinnigen Immersion in seinen Bann gezogen hat.
Probleme wie auf der Gamescom 2023 waren keine auszumachen und wir hoffen, bald endlich weiterspielen zu können. Der Release für Stalker 2 ist aktuell für den 20. November 2024 geplant und es soll dann für Xbox Series und PC erscheinen.
Wie schon auf der Gamescom dieses Jahr konnten wir den Anfang von Stalker 2 (jetzt kaufen 8,99 € / 59,99 € ) spielen, bevor man uns in die freie Welt entließ. Der erste Abschnitt des Abenteuers ist komplett gescriptet, und wenn man das Intro-Level einmal durch hat, gibt es nichts Neues mehr zu sehen. Wir können das Areal zwar erkunden, doch sämtliche Beute, die wir so ergattern, verlieren wir sowieso beim Übergang in die offene Welt.
Bei der handelt es sich, wie schon im ersten Teil, um eine Sperrzone im ukrainischen Tschernobyl. Die ist wie im Vorgänger weiterhin von Anomalien, Mutanten und seltsamen Artefakten verseucht und alles andere als einladend. Da sich in der Zone aber viele wertvolle Gegenstände befinden, gibt es einige Menschen, die auf ihr Glück hoffen und sich dort ihr Heim eingerichtet haben.
Praktisch für uns, denn so gibt es ein kleines Dorf, wo wir neben einem Händler und Techniker auch Ansprechpartner von einigen Fraktionen finden, die uns mit Aufträgen versorgen. Unsere Hilfe nehmen die Bewohner der Zone gerne in Anspruch, immerhin gehören wir zu den Stalkern: Einer Gruppe von Leuten, die sich immer wieder in die tiefsten Tiefen der Zone vorwagen, um die seltensten Schätze aus den gefährlichsten Ecken zu bergen.
Fraktionen
Bereits in den ersten Stunden treffen wir auf zwei verschiedene Fraktionen, die sich um unsere Loyalität streiten. Eine paramilitärische Organisation, die mit festen Hierarchien und harter Hand für Ordnung sorgen will und eine losere Gruppierung, die auf Zusammenhalt und Gemeinschaft fußt.
Quelle: GSC Game World
In der offenen Welt begegnen wir außerdem einigen Banditen, mit denen wir richtig agieren und reden können. Ob es sich dabei nur um eine kleine namenlose Bande handelt oder wir da eine größere Gruppierung vor uns haben, bleibt aber ein Mysterium.
In der folgenden Mission beschließen wir nämlich, die zwielichtigen Gestalten aus dem Hinterhalt auszuschalten. Dass wir so ihre Beute einstecken können, ist aber nicht der Hauptgrund für den Verrat. Die Banditen wollen, dass wir einem jungen Stalker an den Kragen gehen. Eigentlich kommt uns das entgegen, denn genau mit dem haben wir selbst auch ein Hühnchen zu rupfen und wollen von ihm Geld eintreiben. Das aber, ohne ihn zu verletzen.
Da wir in dieser Situation ohnehin jemanden unglücklich machen, entscheiden wir uns für das kleinste Übel und gegen die Gruppe, die uns zwischenzeitlich eine Waffe an den Kopf hält und der es generell an Manieren mangelt.
Entscheidungen
Die Freiheit, jederzeit machen zu können, was man will, ist die große Stärke von Stalker 2. Wir rechnen damit, dass es mehrere Enden gibt, die wie im Vorgänger von unserer Spielweise abhängen. Spannend wäre zu wissen, was alles in das unsichtbare Moralsystem einfließt, denn es gibt nicht nur in den Hauptmissionen Entscheidungen zu treffen.
Mitten im Nichts stolpern wir so über eine verlorene Seele, die uns bittet, den verstorbenen Bruder aus einem Anomalienfeld zu bergen. Sogar in diesem kleinen Moment haben wir etliche mögliche Vorgehensweisen. Wir können uns überlegen, ob wir dem Quest-Geber überhaupt helfen oder den Auftrag ablehnen.
Weiter voran können wir entscheiden, den Toten zu looten, bevor wir seinen Körper für seinen Bruder aus einer Anomalie bergen. Alternativ können wir dem Hinterbliebenen in den Hinterkopf schießen und so unsere Vorräte etwas aufzustocken.
Andere Weggabelungen sind offensichtlicher und haben auch mehr Auswirkungen auf die direkte Handlung. Manchmal wollen zwei Fraktionen etwa den gleichen Gegenstand und wir müssen uns bei der Auslieferung den Empfänger aussuchen.
Bildergalerie
Die Qual der Wahl haben wir nicht nur in Handlungssträngen, sondern auch bei der grundsätzlichen Frage des Spielstiles: RPG-typisch können wir uns in einigen Dialogen aussuchen, mit Geld an Informationen zu kommen oder einfach das Feuer zu eröffnen. Aber wo wir uns in jedem anderen Spiel wohl für den Kampf entscheiden würden, fällt uns das übliche Vorgehen in der Welt von Stalker 2 nicht so leicht.
