Ikonen der Spieleindustrie: Yu Suzuki - Seite 5
Special 53,99 €Am 10. Juni 2022 feierte Yu Suzuki seinen 64. Geburtstag. Wir werfen einen Blick auf die Karriere des Schöpfers von Shenmue, Virtua Fighter und Co.!
Die Hardware-Abteilung analysiert den Chip dann im Detail und implementiert ihn erfolgreich in den Nachfolger der Model-1-Platine. So gerüstet, basteln Suzuki und sein Team knapp ein Jahr lang an einer Fortsetzung, deren grafische Präsentation dank Texture Mapping, verbesserten Motion-Capturing-Verfahren und 60 Bildern pro Sekunde noch lebensechter wirkt als in Teil eins. Dazu gesellen sich 500 neue Fighting-Moves, neue Arenen sowie die Charakter-Neuzugänge Shun Di (ein betrunkener chinesischer Mönch) und Lion Rafael (ein gut betuchter französischer Geschäftsmann). Was bleibt, ist ein Beat'em-Up-Hit, der Fans und Fachpresse zu Lobeshymnen hinreißt, ebenfalls mehr als 40.000 Automaten absetzen kann und in den Folgejahren unter anderem für Saturn (1995), Mega Drive (1996), PC (1997) und Playstation 2 (2004) portiert wird.
Und auch in den Jahren danach reißt Suzukis Virtua-Fighter-Erfolgssträhne nicht ab. Während Teil drei im September 1996 dank Model-3-Platine grafisch noch mal eine ordentliche Schippe drauflegt, führt Virtua Fighter 3tb im September 1997 3-versus-3-Teamkämpfe ein.
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Quelle: Moby Games
Yu Suzukis im Oktober 1993 veröffentlichtes Virtua Fighter legte den Grundstein für alle weiteren 3D-Beat’em-Ups. Über 40.000 Automaten konnte Sega in 90er-Jahren absetzen. Am 22. November 1994 erschien es als Starttitel für Segas Saturn.
Highlight bei Virtua Fighter 4, das ab August 2001 auf einer sogenannten Naomi-2-Platine läuft, sind dagegen ein ziemlich ausgefeilter Trainingsmodus sowie die Anbindung an der Online-Netzwerk VF.NET. Letzteres erlaubt Arcade-Spielern eine Art "smarte" Kundenkarte zu kaufen, mit der man sich dann am Automaten identifiziert und dadurch Zugriff auf Profile, Rankings, Highscores, Online-Duelle usw. erhält.
Yu Suzuki: Visionär offener Welten
Keine Frage, die Entwicklungsgeschichte der Virtua-Fighter-Reihe hält viele spannende Anekdoten bereit. Noch spannender ist allerdings das, was Suzuki Mitte der 90er-Jahre konzipiert. Gemeint ist ein Rollenspiel-Projekt für Segas Saturn, dessen allererster Prototyp auf den Namen The Old Man and The Peach Tree hört.
Quelle: Moby Games
Daytona USA (1994) ist der Debütttel für Segas Texture-Mapping-fähige Model-2-Platine und wird von Yu Suzuki zusammen mit Toshihiro Nagoshi produziert. Um die drei Rennstrecken zu erschaffen, nutzt das Team schon damals Satellitenfotos.
Angesiedelt in der chinesischen Stadt Luoyang, sollten Spieler in den 1950er-Jahren in die Rolle von Taro schlüpfen, um einen Kung-Fu-Großmeister namens Ryu ausfindig zu machen.
Der Prototyp - bei dem man unter anderem auf einen mysteriösen alten Mann trifft, der Fische per Steinwurf töten kann - findet positiven Anklang und ermutigt Suzuki dazu, ein vollwertiges 3D-Rollenspiel zu entwerfen, das nicht nur komplett vertont ist, sondern eine cineastische Inszenierung und Kämpfe gegen mehrere Feinde gleichzeitig auf Basis der Virtua-Fighter-Engine bietet.
Quelle: Moby Games
Das von Yu Suzuki erdachte Virtua Cop erscheint im September 1994, gilt als weltweit erster Arcade-Shooter mit texturierter 3D-Grafik und inspiriert viele andere Lightgun-Shooter-Entwickler, ebenfalls auf Polygone zu setzen.
Stichwort Virtua Fighter: Um Sega-Fans einen inhaltlichen Anknüpfpunkt zu liefern, wird Taro schon bald gegen Virtua-Fighter-Recke Akira getauscht.
Auch die Geschichte krempelt Suzuki im Laufe der Zeit gehörig und gestaltet sie so, dass Akira sich zunächst mit dem Tod seines Vaters auseinandersetzen muss und dann beschließt - um seinen Verlust irgendwie zu verarbeiten -, nach China zu reisen.
Suzuki nimmt das gesamte Projekt sehr ernst, holt professionelle Drehbuchautoren und anderen Spezialisten aus der Filmbranche an Bord und feilt so Schritt für Schritt an einem Rachedrama mit insgesamt elf Akten.
Suzuki arbeitet auf eine Gesamtspielzeit von etwa 45 Stunden hin und entscheidet sich 1997, den 32-Bitter Saturn als Plattform zu verwerfen und das Spiel stattdessen für Segas bevorstehende Dreamcast-Konsole zu entwickeln. Auch den anvisierten Namen Virtua Fighter RPG: Akira's Story passt Suzuki schon bald an und macht daraus Shenmue: Chapter 1 - Yokosuka.
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