Sie haben es eben immer noch drauf: Der Pokémon-Hype der 1990er-Jahre erlebt mit Pokémon GO eine Renaissance - auf Smartphones in der ganzen Welt.
Neue Features: Was kommt noch?
Welche wichtigen Features der App werden wann nachgereicht? Und wieso ist das Tauschen nicht von Anfang an enthalten?
Das Kampfsystem der Rollenspielreihe wird in Pokémon Go nur rudimentär aufgegriffen. Es gibt die gleichen Attacken und das bewährte Stein-Schere-Papier-Prinzip, allerdings finden die Kämpfe nicht rundenbasiert statt und beschränken den Spieler darauf, Spezialattacken durch Tippen zu aktivieren und auf das Ausweichen. Höchstwahrscheinlich wird das "richtige" Kampfsystem nie den Weg in die App finden. Schließlich möchte Nintendo, dass die Rollenspiele für die Handheld-Konsolen nach wie vor Absatz finden.
Quelle: The Pokémon Company
Pokéball:
Das simpelste Hilfsmittel, um Pokémon zu fangen. Später bekommt ihr Super- und Hyperbälle.
Was auf jeden Fall in naher Zukunft auf die Nutzer der App wartet, ist die Tauschen-Funktion. Dass das Feature nicht sofort enthalten war, könnte ein durchdachter Schachzug von Nintendo sein. Sobald Power-Trainer nämlich den Pokédex gefüllt haben, wenden sie sich wahrscheinlich zunächst vom Spiel ab - sie haben ja "alles" erreicht beziehungsweise getauscht und gesammelt. Dadurch, dass zunächst jeder sein eigenes Süppchen beim Fangen braut, bleiben viele länger dran. Es kann aber natürlich auch gut sein, dass für die Implementierung vor Release einfach keine Zeit mehr blieb. Der Bug-belastete Zustand der App jedenfalls lässt diese Möglichkeit realistisch erscheinen. Dass Pokémon Go im Sommer veröffentlicht werden sollte, war von Nintendo sicherlich gewünscht. Bei schlechtem Wetter ist die Hemmschwelle, das Heim zu verlassen, eben deutlich höher.
Quelle: The Pokémon Company
Mega-Evolution:
Starter-Pokémon Glurak entwickelt sich in zwei unterschiedliche Formen weiter - aber nicht in der App.
In den Rollenspielen gibt es inzwischen nicht nur etwa 700 (!) Taschenmonster, sondern auch neue Entwicklungsformen, die nur temporär in Kämpfen aktiviert werden: die Mega-Evolutionen. Unwahrscheinlich, dass diese in näherer Zukunft den Weg ins Spiel finden werden. Selbst die Einbindung der nächsten 100 Monster aus den Editionen Silber und Gold wird wohl noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Immerhin hat Nintendo noch jede Menge Pokémon wie Zapdos, Mew und Mewto für Promo-Aktionen in der Hinterhand, bevor die nächste Charge angebrochen werden muss. Zumal wohl keine Taschenmonster so ikonisch und bekannt sind wie die der ersten Edition.
Bereits angekündigt wurde die Kompatibilität von Pokémon Go mit den beiden neuen 3DS-Editionen Sonne und Mond, die im November weltweit veröffentlicht werden. Wie genau das funktionieren soll, ist aber noch nicht bekannt. Vielleicht wird es eine Möglichkeit zur Übertragung oder der Nutzung der (kostenpflichtigen) Pokémon-Bank geben. Dazu folgt aber höchstwahrscheinlich bald eine Ankündigung, schließlich ist die Veröffentlichung der heißersehnten Fortsetzung nicht mehr allzu weit entfernt.
Augmented Reality: Wie geht es weiter?
Quelle: Niantic
Rundreise:
An bekannte und/oder historischen Orten warten oft viele Pokémon und locken so mehr Besucher.
Keine Frage: Auch andere Hersteller werden ein Stück vom Pokémon-Kuchen abhaben wollen. Ubisoft ließ dies bereits offiziell verlauten.
Wenige Tage nach dem Release der App äußerte sich der französische Publisher: Man habe vor, ebenfalls eine Augmented-Reality-App zu entwickeln - mit einer schlagkräftigen Marke im Rücken. Mehr Informationen gibt es zwar noch nicht, mit Assassin's Creed, Splinter Cell und Co. haben die Franzosen aber einige interessante Franchises, die sich hervorragend als Handy-Spiele in die echte Welt übertragen ließen. Wann und wie Microsoft und Sony auf Nintendos mutigen Schritt reagieren werden, ist unklar - Microsoft verfügt mit Hololens bekanntermaßen über ein theoretisch perfekt geeignetes Gerät für Augmented Reality. Und Nintendo plant weitere Smartphone-Kooperationen - das ist sicher!
