Pokémon Go: Fortsetzung "eindeutig nicht der richtige Weg"

News Tobias Tengler-Boehm
Pokémon Go: Fortsetzung "eindeutig nicht der richtige Weg"
Quelle: twitter.com

Pokémon Go 2 wäre wohl tatsächlich für alle Beteiligten keine gute Idee.

Pokémon Go feiert im Juli 2026 zehnjähriges Jubiläum. Das Smartphone-Spiel um die beliebten Taschenmonster aus dem Hause Nintendo entwickelte sich zum Massenphänomen und Milliarden-Hit. Ein zweiter Teil scheint auf dem Papier die logische Konsequenz. Die Macher von Pokémon Go sehen das allerdings völlig anders. Und das sind eigentlich gute Nachrichten für die Spielerinnen und Spieler.

Wie erfolgreich ist Pokémon Go?

Im Juli 2016 begann eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Das Free-to-Play-Spiel Pokémon Go wurde von der Firma Niantic in Zusammenarbeit mit Nintendo für iOS und Android veröffentlicht und sorgte seitdem für über 8,8 Milliarden US-Dollar Umsatz. Endlich konnte man verschiedene Generationen der Taschenmonster ohne den Zwang, eine Nintendo-Konsole zu besitzen, fangen und tauschen - und das theoretisch völlig gratis.

In-Game-Käufe erleichtern das Aufspüren seltener Pokémon, laden zum Geldausgeben ein und sorgen für den riesigen Erfolg von Pokémon Go. 2025 wurde die Spiele-Abteilung von Niantic für 3,5 Milliarden US-Dollar an den amerikanischen Publisher Scopely verkauft. Ed Wu ehemaliger Senior Vize bei Niantic und jetziger "President of Games" bei Scopely äußerte sich jüngst zu Pokémon Go 2.

Wird es eine Fortsetzung zu Pokémon Go geben?

In einem Interview sprach er wie folgt über die Zukunft von Pokémon Go: "Wir können uns glücklich schätzen, so eine große Community zu haben ... eine Fortsetzung zu machen, die diese Gemeinschaft spalten würde, wäre eindeutig nicht der richtige Weg", schließlich wolle man die Spielerinnen und Spieler dazu "inspirieren, gemeinsam die Welt [von Pokémon Go] zu erkunden". Was sich im ersten Moment wie eine Enttäuschung anhören mag, macht durchaus Sinn.

Ein Pokémon Go 2 würde für Fans in erster Linie wohl eines bedeuten: Von vorn anfangen zu müssen und dabei noch mehr Geld auszugeben. Gelegenheitsspielerinnen und -spieler dürften hingegen wenig Motivation verspüren, sich mit einer Fortsetzung zu beschäftigen. Und so scheinen sich die Macher lieber auf das aktuelle Erfolgsmodell zu konzentrieren.

"Wir haben die Community im Blick", versichert Ed Wu: "Bei Mobile Games handelt es sich nicht einfach nur um einen Programmier-Code. Zwischen dem Entwicklungsteam, das sie baut, und der Community, die sie spielt, existiert ein enges Band. Deshalb gelingt es diesen Spielen, nicht nur Monate oder Jahre, sondern Jahrzehnte lang Erfolg zu haben".

Quelle: Games Industry

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