30 Jahre Pokémon: Was zur Hölle geschieht in Lavandia tatsächlich?

Special Yannik Cunha
30 Jahre Pokémon: Was zur Hölle geschieht in Lavandia tatsächlich?
Quelle: The Pokémon Company

Lavandia ist selbst ohne Grusel-Mythos kein glücklicher Ort, hier geht es nämlich ausschließlich um Tod.

Trotzdem gruselig

Aber was passiert denn jetzt eigentlich in der Geisterstadt Lavandia bei Team Rocket? Die tatsächlichen Geschehnisse strotzen auch nicht vor Positivität. Unsere Hauptmission ist es, Herrn Fuji aus den Klauen von Team Rocket zu befreien. Der kümmert sich um die Grabstätte der ruhenden Pokémon. Warum sie ihn überhaupt gefangen haben? Wahrscheinlich, weil er ihnen dabei im Weg stand, was sie eigentlich tun wollten: Schädel von Tragosso besorgen, um die zu verkaufen. Dabei ein nicht-so-Fun-Fact am Rande: Tragosso tragen die Schädel ihrer toten Mütter als Helm. Wie ihre Gesichter tatsächlich aussehen, weiß keiner. Team Rocket will die Schädel aber nicht, um das herauszufinden. Sie wollen einfach Geld. Ähnlich wie schon vorher mit den Fossilien.

Ohne das Silph Scope sehen wir die Geister-Pokémon als, naja, Geister! Aber nicht als Pokémon! Quelle: PC Games Ohne das Silph Scope sehen wir die Geister-Pokémon als, naja, Geister! Aber nicht als Pokémon! Wenn wir ohne Vorbereitung in den Pokémon-Turm gehen, werden wir von mehreren Geistern gestoppt. Denen können wir erst einmal gar keinen Schaden zufügen und sie auch zunächst nicht als Pokémon erkennen. Unsere einzige Möglichkeit ist es, wegzurennen. Weil wir das Silph Scope aber schon bei Team Rocket in der Spielhalle abgeholt haben, können wir die Geister identifizieren. Die meisten davon sind, zu niemandes Überraschung, Geist-Pokémon. Genauer gesagt das Geist-Pokémon. In der ersten Generation gibt es nämlich als Geist nur die Gengar-Evolutionslinie, also Apollo, Nebulak und Gengar. Aber auch Boden-Pokémon Tragosso tummeln sich im Turm - vermutlich, um zu trauern.

Unser Rivale hat wohl ähnliche Gründe, hier zu sein, wie die Tragosso. Der will aber natürlich erst einmal wieder einen Kampf mit uns. In dem ist eine Sache besonders auffällig: Das Rattikarl, das er von Anfang an dabei hatte, ist nicht mehr in seinem Team. Er fragt uns sogar, was wir hier tun, da wir ja gar kein Pokémon verloren haben, um das wir trauern müssten. Sein Ratten-Begleiter ist also vermutlich gestorben.

Weiter oben im Turm wartet noch ein weiterer, wichtiger Kampf. Dieses Mal aber ein Pokémon. Natürlich zuerst als Geist wahrgenommen, lässt sich mit dem Silph Scope das stärkste Pokémon des Turms aufdecken: ein Knogga. Um genau zu sein, den Geist der Knogga-Mutter, die ihr Tragosso-Kind vor Team Rocket beschützen wollte und dabei gestorben ist. Wir müssen diesen Kampf zu Ende bringen, denn dieses Knogga kann als eines der einzigen wilden Pokémon im Spiel nicht gefangen werden, und wir müssen dank der Story an ihm vorbei.

"Ihre Seele hat Frieden gefunden. Sie ist in das Jenseits eingekehrt ..." ist das Erste - und Letzte -, was wir zu dem Pokémon im Verlauf des Spiels noch hören werden.

Wir müssen das Knogga, das beim Versuch, sein Kind zu schützen, sein Leben gelassen hat, ein für alle Mal besiegen. Quelle: PC Games Wir müssen das Knogga, das beim Versuch, sein Kind zu schützen, sein Leben gelassen hat, ein für alle Mal besiegen. Haben wir an dieser Stelle also ein Pokémon getötet, anstatt es nur bewusstlos zu prügeln? Aber es war ja auch nur der Geist von dem Knogga. Genau genommen ist ein Nebulak allerdings auch nur ein Geist, trotzdem ist es lebendig. Na ja, entscheidet ihr, ob unser Trainer hier ein Pokémon umgebracht hat oder nicht.

Ganz oben im Turm treffen wir dann letztendlich Mr. Fuji, der von drei Team-Rocket-Rüpeln gefangen gehalten wird, die wir besiegen müssen. Einmal befreit, kann sich der alte Mann wieder um die Grabstätte kümmern.

Silph Co.

Spätestens nach Lavandia haben wir wohl genug Gründe, um Team Rocket das Handwerk legen zu wollen. Nachdem wir sie aus der Spielhalle vertrieben hatten, sind die Ganoven in die Silph Company in Saffronia City geflüchtet und haben dort ihren neuen Unterschlupf eingerichtet. Silph Co. ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die an verschiedenen Projekten rund um Pokémon arbeitet. Sie haben etwa das Silph Scope erfunden, mit dem wir die Geister im Turm von Lavandia sehen konnten.

Der Präsident von Silph Co. schenkt uns, nachdem wir ihn befreit haben, den einzigen Meisterball im Spiel! Immerhin der Einzige, bis wir ihn hundertfach duplizieren gehen. Quelle: PC Games Der Präsident von Silph Co. schenkt uns, nachdem wir ihn befreit haben, den einzigen Meisterball im Spiel! Immerhin der Einzige, bis wir ihn hundertfach duplizieren gehen. Team Rocket zwingt die Wissenschaftler in der Einrichtung jetzt dazu, ihre Forschung für sie einzusetzen. Hier gibt es keine allzu wilden Geschichten oder Theorien: Wir gehen da rein, besiegen jeden Trainer, der uns in die Quere kommt, kloppen am Schluss Giovanni weg und das war's dann erst einmal mit Team Rocket!

Als Belohnung gibt uns der Leiter von Silph Co. sogar noch einen Meisterball, den hat die Company nämlich ebenfalls erfunden. Ihr wisst schon, der Ball, mit dem man alle Pokémon garantiert fangen kann - außer das Geister-Knogga natürlich. Aber welches Pokémon wäre es denn würdig, mit einem Meisterball gefangen zu werden? Klar: das Stärkste, also Mewtu!

  1. Seite 1 Der Entwickler von Pokémon und seine Vergangenheit
  2. Seite 2 Der Beta-Entwurf zu Pokémon Rot & Blau
  3. Seite 3 Die Starter-Pokémon und warum die Typen nicht funktionieren
  4. Seite 4 Pokémon Rot & Blau Beta-Content und warum Prof. Eich der stärkste Trainer ist
  5. Seite 5 Die acht Orden und die miese Mafia Team Rocket
  6. Seite 6 Was zur Hölle geschieht in Lavandia tatsächlich?
  7. Seite 7 Was war nochmal mit Mewtu? Ach, gar nix?
  8. Seite 8 Die nützlichsten Glitches aus Pokémon Rot & Blau
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