30 Jahre Pokémon: Die acht Orden und die miese Mafia Team Rocket

Special Yannik Cunha
30 Jahre Pokémon: Die acht Orden und die miese Mafia Team Rocket
Quelle: The Pokémon Company

Was macht Giovanni eigentlich mit seiner miesen Mafia Team Rocket? Und stimmt der Mythos, dass die Musik in Lavandia Menschen in den Suizid getrieben hat?

Jetzt gibt es Ärger, und es kommt noch härter!

Wer seinen Pokémon wahrscheinlich keine Spitznamen gibt, ist Team Rocket. Das treffen wir im Verlauf des Spiels immer wieder und decken währenddessen ihre bösen Machenschaften auf. Als Erstes begegnen wir ihnen auf dem Mondberg.

Dort wollen sie Fossilien bergen, um sie dann zu verkaufen. Und weil das noch nicht reicht, sind die Rüpel von Team Rocket die einzigen Trainer, die Peitschen benutzen. Die gab es in Beta-Designs öfter zu sehen, sogar für unseren eigenen Trainer. Sie wurden bis auf diese Ausnahme in den ersten Spielen aber gestrichen.

Sogar unser Trainer hat in den ersten Entwürfen zu Pocket Monsters eine Peitsche benutzt, um seine Pokémon zu zähmen! Quelle: helixchamber.com Sogar unser Trainer hat in den ersten Entwürfen zu Pocket Monsters eine Peitsche benutzt, um seine Pokémon zu zähmen! Team Rocket kann so natürlich nicht ungehindert weitermachen, also versuchen wir, ihre Aktivitäten zu stoppen. Und wo findet man so ein Mafia-Syndikat? Richtig, versteckt unter einer Spielhalle. Dort tummeln sich einige von den Gaunern, darunter sogar ihr Chef Giovanni. Der fordert uns hier zwar auch schon heraus, packt aber noch nicht seine stärksten Pokémon aus. Das ergibt eigentlich wenig Sinn, weil wir hier mitten in seinem Lebenswerk in seiner eigenen geheimen Basis herumpfuschen.

Die drei Pokémon, die er mit sich führt, sind auch etwas eng bemessen für jemanden, der hauptsächlich mit Pokémon handelt. Aber hey, Ash hat im Anime auch 80 Folgen gebraucht, um kurzzeitig mal ein Team von sechs Pokémon zusammenzubekommen.

Nachdem wir den Mafiaboss besiegt haben, finden wir hinter ihm das Silph Scope und können somit das Rätsel in Lavandia lösen.

Lavandia-Mythos

Lavandia hat seinen ganz eigenen Mythos. Dort gibt es aber nicht nur den Pokémon-Turm, der als Friedhof für Pokémon dient und von Geistern bewohnt wird. Auch die Musik mit ihren schrillen Tönen, die wir in der ganzen Stadt hören, gibt wortwörtlich den Ton der Stimmung an. Einige von euch haben bestimmt schon einmal die Geschichte gehört, dass die Musik in den japanischen Originalen von Pokémon Grün & Blau Unwohlsein und Kopfschmerzen auslösen kann. Es soll sogar einige Fälle von Nasenbluten und sogar Suizid durch die Musik gegeben haben, da viele Kinder den Soundtrack angeblich nicht verarbeiten konnten. Klingt ganz schön absurd - das liegt daran, dass es auch völliger Quatsch ist.

Wahrscheinlich ist das das erste Konzept des Pokémon-Turms in Lavendia City. Es könnte auch der Turm von Ho-oh aus Pokémon Silber und Gold sein, der es noch nicht in die ersten Spiele schaffte. Quelle: helixchamber.com Wahrscheinlich ist das das erste Konzept des Pokémon-Turms in Lavendia City. Es könnte auch der Turm von Ho-oh aus Pokémon Silber und Gold sein, der es noch nicht in die ersten Spiele schaffte. Die Geschichte hat sich ein Nutzer als sogenannte Creepypasta ausgedacht. Das sind kleine Horrorgeschichten, die sich jeder überlegen und online stellen kann. Nur hat sich speziell diese Geschichte verbreitet wie ein Lauffeuer. Wer genau jetzt der Autor der Originalgeschichte ist, konnten wir nicht herausfinden, aber eine kopierte Fassung aus der Wayback-Machine stammt vom 29. April 2010. Also nein, die Musik hat keine psychischen Schäden verursacht, auch wenn sie durch die kleine Geschichte Kultstatus erreicht hat. Sie ist wohl das Erste, an das viele Spieler denken, wenn Lavandia beziehungsweise Lavender Town erwähnt wird.

Verantwortlich für die Musik, die so unangenehm zu hören ist, ist Masuda Junichi. Den hat Schöpfer Tajiri gefunden, als Game Freak das erste Mal ein Spiel programmierte. Es gab zwar Entwickler im Haus, ein gutes Spiel benötigt allerdings noch einen guten Soundtrack - also auch einen guten Komponisten. Junichi hat aber viel mehr für Pokémon getan, als nur den Soundtrack für die ersten Editionen zu komponieren. Er ist eine Schlüsselfigur, die später oft als Director für Pokémon-Spiele arbeitete und sogar Handlungen für sie schrieb. Das war aber noch nicht alles: Masuda ist, kurz gesagt, in jeder Abteilung der Pokémon-Entwicklung schon gewesen, bis er 2017 nach Ultrasonne & Ultramond von Game Freak zur Pokémon Company gewechselt ist.

  1. Seite 1 Der Entwickler von Pokémon und seine Vergangenheit
  2. Seite 2 Der Beta-Entwurf zu Pokémon Rot & Blau
  3. Seite 3 Die Starter-Pokémon und warum die Typen nicht funktionieren
  4. Seite 4 Pokémon Rot & Blau Beta-Content und warum Prof. Eich der stärkste Trainer ist
  5. Seite 5 Die acht Orden und die miese Mafia Team Rocket
  6. Seite 6 Was zur Hölle geschieht in Lavandia tatsächlich?
  7. Seite 7 Was war nochmal mit Mewtu? Ach, gar nix?
  8. Seite 8 Die nützlichsten Glitches aus Pokémon Rot & Blau
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