The Finals im Test: Der Gratis-Shooter reißt uns die Füße vom Boden - und das wortwörtlich!

Test Malik Brugger Stefan Wilhelm
The Finals im Test: Der Gratis-Shooter reißt uns die Füße vom Boden - und das wortwörtlich!
Quelle: Embark Studios

Nach dem Shadow-Drop während der Game Awards ist The Finals mittlerweile erhältlich. Doch wie lässt sich der kostenlose Online-Shooter spielen? Unser Test!

Da sich die Klassen unterm Strich trotzdem stark voneinander unterscheiden, ist es ratsam, die Klassenwahl strategisch abzustimmen. Ein Team aus drei schweren Tanks mag vielleicht eine beeindruckende Feuerkraft haben, die gemeinsam mal eben die gesamte Stadt dem Erdboden gleichmacht. Das macht sie aber auch wortwörtlich zur gigantischen Zielscheibe für andere Spieler. Denn je nach Klasse variiert nicht bloß die Lebensleiste, sondern ebenso Körpergröße und Gewicht der Spielfigur. Die schwere Klasse verfügt über die größte Lebensanzeige, büßt dafür jedoch Geschwindigkeit ein. Beim Flüchten kriegen wir also meistens noch einige Kugeln in den Rücken. Schwere Tanks können sich nämlich nicht wie die leichte Klasse durch enge Öffnungen zwängen. Stattdessen reißen sie lieber die gesamte Wand ein, um sich einen Durchgang zu schaffen. Damit machen sie sich für weitere Angriffe verwundbar. Um das wiederum auszugleichen, können Tanks Barrieren erzeugen, die sie vor feindlichem Kugelhagel schützen.

Die mittlere Klasse ist für diejenigen geeignet, die es ausgeglichen mögen. Sie bildet das Mittelfeld bei Körpergröße, Geschwindigkeit und Lebensenergie. Das macht sie äußerst anpassungsfähig für verschiedene Situationen. Die Fähigkeiten der mittleren Klasse ermöglichen verschiedene Strategien: Von der Wiederherstellung verlorener Lebenspunkte über das schnelle Wiederbeleben von Teammitgliedern bis hin zum Einsatz eines Geschützturms für eine aggressive Spielweise. Es ist aber wichtig zu beachten, dass pro Match nur eine Fähigkeit ausgerüstet werden kann.

Figur zielt mit einer Waffe und Dinge in der Spielwelt explodieren Quelle: Embark Studios / Screenshot Die leichte Klasse ist klein, flink und stirbt, bevor wir mit der Wimper zucken können. Spaß beiseite - sie hat tatsächlich verdammt wenig Leben, dafür kann sie aber auch verdammt gefährlich werden, wenn man weiß, wie man die Klasse zu spielen hat. Die Fähigkeiten der leichten Klasse ermöglichen Unsichtbarkeit, rasche Ausweichmanöver und das Erklimmen von Gebäudewänden mit einem Greifhaken.

Daher ist die leichte Klasse ideal für Spieler, die Games wie Assassin's Creed mögen. Mit Wurfmessern, Katanas oder Elektroschockern bewaffnet, können wir Feinde ausschalten, bevor sie uns überhaupt bemerken.

Nachdem wir uns für eine Klasse entschieden haben, beginnt der Überlebenskampf - und der hat uns ganz schön mitgerissen, wie ihr nun lesen werdet!

Sprint durch die Map. Quelle: Embark Studios

Spannung pur

Dicht an der Seite unserer Teamkameraden spawnen wir mitten auf den Dächern Seouls. Strömender Regen prasselt auf unsere Schultern. Nebelverhangene Wolkenkratzer, soweit das Auge reicht. In schwindelerregender Höhe stürmen wir von Dach zu Dach, bis an die Zähne bewaffnet. Aus weiter Ferne jubelt uns das Hologramm-Publikum zu, deren Tribünen die gesamte Arena umkreisen. Die Sicht ist trüb. Tausende Hologramm-Gesichter verschwimmen zwischen all den Nebelschwaden zu winzigen, farbigen Punkten. Das euphorische Jubeln folgt uns allerdings bis in den abgelegensten Winkel der Map. Es gibt kein Entrinnen vor den Stimmen.

Plötzlich verstummen die Jubellaute, als Schüsse in der Ferne erklingen. Donnernde Explosionen folgen. Rauchwolken ziehen über die nassen Straßen. Ein Streifschuss verfehlt knapp unser Ohr. Ein zweiter Schuss trifft uns am Rücken. Dann ein dritter. Noch im Sprint schlittern wir hinter ein Belüftungssystem, um Deckung zu suchen. Die Schmerzenslaute unserer Spielfigur übertönen all die anderen Geräusche. Wir nehmen eine Granate zwischen die Finger und versuchen die Anzahl der Feinde abzuschätzen. Sind es drei? Vier? Bevor wir den Sicherungsstift ziehen können, bricht durch eine tosende Explosion der Boden unter unseren Füßen zusammen.

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