Star Citizen: Der wahre Grund, warum die Weltraum-Sim so beliebt ist!
Special
Star Citizen ist seit über zehn Jahren in Entwicklung und lange nicht fertig. Trotzdem zieht die Space-Sim mehr Leute an. Aber was treiben die da eigentlich
Doch bevor überhaupt jemand losfährt, finden sich alle am festgelegten Treffpunkt zusammen. In unserem Fall die Raumstation Port Tressler im Orbit von microTech. Diese Info ist gar nicht so unwichtig, schließlich ist bereits das System Stanton in Star Citizen sehr groß.
Umständlich - aber immersiv
Star Citizen simuliert das Leben als Bürger des Sternensystems. Wer sich einloggt und nicht vorher an einem speziellen Ort ausgeloggt hat, wacht in seinem anfangs ausgewählten Heimatort auf. In den großen Städten und Stationen gibt es Appartement-Komplexe, wo jeder Spieler beim Einloggen eine Wohnung zugewiesen bekommt und dort im Bett aufwacht.
Dann steht man also auf, geht aus der Haustür, fährt mit dem Aufzug in die Lobby, muss eventuell noch die U-Bahn zum Weltraum-Hafen nehmen, ruft sich dort am Terminal sein Raumschiff, fährt mit dem Aufzug zum Hangar, steigt ein und fliegt dann erst mal los. Dieses Prozedere allein kann schon mal zehn Minuten dauern!
Quelle: Cloud Imperium Games
Wer dann das Memo nicht bekommen und sich nicht schon in den Tagen vorher zum Treffpunkt begeben hat, fliegt dann potenziell noch einmal 10 Minuten von einem Ende des Sonnensystems zum anderen. Da kann man sich von den Mitfliegern dann auch gleich was anhören, wenn man zu spät ist.
Dieses Prozedere klingt nicht nur umständlich, das ist es auch! Aber es ist auch herrlich immersiv, wenn man in seinem Appartement in seiner Nachbarschaft aufwacht und dann mit dem eigenen Schiff vom Heimatplaneten losdüst.
Sind alle vor Ort geht es aber immer noch nicht los, schließlich benötigt man erst mal ein Rennauto, um überhaupt Rennen fahren zu können. Die ploppen nicht einfach so aus dem Inventar. Star Citizen ist eben eine Weltraumsimulation und deswegen muss man auch zu speziellen Fahrzeug-Spawnpunkten.
Also ab ins größte Raumschiff und los zum nahegelegenen Außenposten. Dort holt sich dann jeder Teilnehmer sein Fahrzeug - zumindest, wenn man eins hat. Genau wie die Raumschiffe muss man sich auch einen Rennbuggy erst verdienen. Entweder für InGame-Credits oder für Echtgeld.
Quelle: PC Games
Nachdem jeder Teilnehmer sein Fahrzeug hat, geht es dann endlich zur Rennlocation. Das wird aber auch Zeit, schließlich sind wir mittlerweile schon eine gute Dreiviertelstunde unterwegs.
Away we go
Der lange Weg zum Rennstart wird aber auch versüßt. Als wir Richtung Zielort fliegen, begrüßen uns die Panoramen, die uns Star Citizen auftischt. Die verschneiten Gipfel von microTech glitzern im Morgenlicht und Wolken schmiegen sich um die Berge. Das ist wirklich schick und hier spielt das 'Verse" richtig auf.
Zumindest, bis wir am Startgebiet ankommen, denn der Nachteil an so schicken Wölkchen ist, dass man da auch hineinfliegen kann und man dann eine richtig dicke Suppe vor der Windschutzscheibe hat.
Bei dem Wetter sollte man aber auch schnell in den Sitz steigen und nicht zu lange draußen herumstehen. Das Wettersystem von Star Citizen wirkt sich auch auf die Spieler aus. Wer zu lange zu Fuß im falschen Raumanzug auf dem lebensfeindlichen Planeten unterwegs ist, wird irgendwann das Zeitliche segnen. Auch Essen und Trinken muss man mittlerweile, es ist also ratsam vor dem Flug noch mal kurz am Kiosk vorbeizuschauen und sich einen Snack einzuwerfen.
Haben sich die Fahrer an der Startlinie versammelt, heißt es schließlich: Gentleman - start your engines!
Das Wetter ist unfassbar mies, mit ekligem Schneeregen und einer extrem eingeschränkten Sicht. Das hält unsere Fahrer allerdings nicht davon ab, sich todesmutig den Abhang des Berges hinunterzustürzen, den wir hochgeflogen sind.
Quelle: PC Games
Eine gefährliche Route schließlich zieht sich ein Wald am Berghang hoch. Also eine Menge Hindernisse, an denen man nicht nur schnell hängen bleibt, sondern die natürlich auch Schaden am Fahrzeug verursachen. Manche Fahrer entscheiden sich auch für einen Umweg. Ob der aber wirklich beabsichtigt war oder sie sich einfach verfahren haben, ist schwer zu sagen.
Aber so ist das eben bei der Rallye. Wer nicht aufpasst, fährt auch mal in die falsche Richtung. Da kommt man dann zwar auch irgendwann an, da die gesamte Planetenoberfläche frei begehbar ist. Dauert halt nur länger.
Wir bleiben beim großen Fahrerfeld, das mittlerweile im Tal angekommen ist. Hier klart das Wetter endlich auf und gibt einen fantastischen Blick über die nächste Etappe frei. Eine riesige Eisfläche tut sich vor uns auf, in der die Fahrer endlich mal Gas geben können. Es bilden sich kleine Grüppchen - auch eine Strategie. Wenn man den Leuten hinterherfährt, die sich auskennen, kann man auch Vorteile daraus schlagen. Auf der Eisfläche gibt es dann auch einen Star-Citizen-Moment.
