Star Citizen: Der wahre Grund, warum die Weltraum-Sim so beliebt ist!
Special
Star Citizen ist seit über zehn Jahren in Entwicklung und lange nicht fertig. Trotzdem zieht die Space-Sim mehr Leute an. Aber was treiben die da eigentlich
Das kann auch einfach nur ein Absacker zum Schluss sein, wie der Abschluss unseres Abends mit dem ARKAS-Clan zeigt. Wir loggen uns auf einem frischen Server ein und gehen noch einmal gemeinsam auf das Schiff eines der Spieler.
Es handelt sich um die 890 Jump, eines der teuersten Schiffe in Star Citizen. Fast 1000€ kostet sie in der realen Welt. Schiffe kann man allerdings auch für Ingame-Credits kaufen und die lassen sich auch erspielen. Mit Kopfgeldjagden, aber vor allem mit Mining lässt sich schnell Kohle verdienen. Für die 890 Jump ist allerdings auch Grind nötig.
Für die Moneten bekommt man dann auch ordentlich was geboten. Mit einem eigenen Hangar, in dem man Fahrzeuge oder sogar kleinere Raumschiffe parken und mitnehmen kann, zwei Schiffsbrücken, einer Med-bay, zahlreichen Verteidigungsstationen, Extrazimmern für Crew & Gäste und sogar einem Spa-Bereich ist die 890 Jump das wohl luxuriöseste Schiff zurzeit und voll auf das Gruppenspiel ausgelegt.
Ein Abend unter Freunden
Mindestens drei und bis zu acht Spieler sollten den Pott bemannen. Noch mehr können mit an Bord kommen und gemeinsam durchs 'verse fliegen. So wie in unserem Fall. Während der Captain das Schiff auf Kurs bringt, finden sich die anderen an der Bar ein, spendieren sich Ingame und vielleicht auch im Real Life ein gekühltes Getränk und lassen den Abend ausklingen. Man spricht über das Rennen und wer wo falsch abgebogen ist oder einen Fehler gemacht hat.
Natürlich ist auch das Spiel selbst Thema. Solch einen Bug haben alle Beteiligten nämlich auch zum ersten Mal gesehen. Es wird gewitzelt und gemutmaßt, woran es wohl lag. Aber auch alles abseits davon ist Thema. Die Familie, die Arbeit und was sonst noch so los ist im Leben. Hier treffen sich Freunde, die sich sonst nicht so oft sehen.
Gerade von Kritikerseite wird den stark investierenden Backern von Star Citizen, die es in dieser Gruppe definitiv gibt, gern vorgeworfen, dass sie ja in der "Sunk-Cost-Fallacy" leben. Sie müssten das Spiel ja gut finden, sie haben schließlich stellenweise schon kleine oder große Vermögen in Chris Roberts Traum gekippt. Und ein Fünkchen Wahrheit ist da sicherlich auch dran.
Doch viele Spieler, die Star Citizen aktiv spielen, haben eben tatsächlich viel Spaß, denn sie teilen Chris Roberts Vision. Man kann auch bereits viel Spaß mit Star Citizen haben und sehr viel Zeit im 'verse verbringen. Die Frage ist nur: Was erwartet man selbst vom Spiel und was ist einem genug, um damit Spaß zu haben?
Quelle: PC Games
Wer eine voll durch inszenierte Erfahrung haben will, wird hier bisher nicht glücklich und wer beim ursprünglichen Kickstarter genau darauf gehofft hat, darf zurecht schlecht gelaunt sein. All jene wurden bis heute verprellt. Squadron 42 als Singleplayer-Modus stand lange komplett unter Verschluss und erst letztes Jahr öffnete man die Schatzkiste zumindest einen Spalt weit.
Der gemeinsame Traum
Laut Chris Roberts ist man an dieser Front "feature complete". Alle wichtigen Bausteine sind demnach drin, jetzt geht es an den Feinschliff. Wie lange der jetzt aber noch dauern wird? Das steht weiterhin in den Sternen des 'verse. In der Community hofft man auf 2025. Alle, die darauf warten, müssen also weiter geduldig sein.
Wer allerdings Spaß an einer Science-Fiction-Welt im Stile einer unfassbar aufwendig simulierten Sandbox hat und vielleicht den einen oder anderen Kumpel mit im Schlepptau hat, kann durchaus bereits viel Freude mit Star Citizen haben. Auch wenn man solo aufbricht, kann man viel erleben. Die erfahrenen Spieler wissen natürlich, dass Star Citizen vom Miteinander lebt.
Und so hat sich eine sehr freundliche, angenehme und vor allem hilfsbereite Community entwickelt, die neue Spieler gern aufnimmt und etwa auch mal auf den großen Schiffen herumführt.
Man glaubt eben gemeinsam an ein großes Ziel und auch wenn die Schritte bisher vergleichsweise klein waren, gibt es sie eben doch und sie lassen das große Ziel und die Vorstellungen der Spieler langsam aber sicher Realität werden.
Hinter Star Citizen steckt also tatsächlich bereits ein Spiel, das eine Menge zu bieten hat, wenn man sich darauf einlässt.
Sei es nun als eigens aufgezogenes Rollenspiel, in dem man als Paketbote oder Kopfgeldjäger seine Kröten verdient, um sich n größeres Schiff zusammenzusparen.
Als Sandbox, in der man sich mit seinen Mitspielern den Spaß einfach selbst bastelt in Form von Rennen und anderen Großveranstaltungen. Oder einfach nur als Treffpunkt für Freunde, die über Deutschland und die Welt verteilt leben und mit denen man sich im eigenen Schiff an der Bar trifft und ein bisschen über Gott und das 'verse unterhält. Transparenzhinweis: Dieser redaktionelle Beitrag entstand unabhängig.
