Star Citizen: Crowdfunding überschreitet gewaltige Milliardenmarke
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Star Citizen hat inzwischen ein neues Crowdfunding-Level erreicht. Das Weltraum-MMO wartet weiterhin auf seinen vollständigen Release.
Das Weltraum-MMO von Cloud Imperium Games überschreitet inzwischen die Marke von 1 Milliarde Dollar Crowdfunding. Mehr als ein Jahrzehnt nach der ursprünglichen Ankündigung bleibt das Projekt damit eines der ambitioniertesten, aber auch umstrittensten Spiele überhaupt.
Chris Roberts vergleicht Star Citizens Zukunft mit World of Warcraft
Star Citizen wurde 2012 angekündigt und sammelte damals zunächst etwas mehr als 2 Millionen Dollar über Kickstarter ein. Seitdem läuft die Finanzierung weiter über Crowdfunding. Inzwischen steht das Projekt bei mehr als 1 Milliarde Dollar.
Ursprünglich war Star Citizen einmal für 2014 geplant. Fast zwölf Jahre später besitzt das Spiel aber weiterhin keinen festen vollständigen Releasetermin. Cloud Imperium Games peilt zwar weiterhin einen Schritt in Richtung 1.0 rund um 2026 an, doch viele Spieler bleiben nach der langen Wartezeit vorsichtig.
In einem Interview mit Variety sprach Chris Roberts nun darüber, wie wichtig die Unterstützung der Community für das Projekt sei. Ein klassischer Publisher oder private Investoren hätten seiner Ansicht nach niemals die Geduld aufgebracht, die Star Citizen für seine kreative Vision brauche. Roberts sieht Star Citizen eher als langfristig wachsende Online-Welt. Er wünscht sich eine Entwicklung, die an World of Warcraft erinnert: ein Spiel, das über Jahrzehnte hinweg Communities bindet und immer weiter ausgebaut wird.
Auch nach Version 1.0 soll Star Citizen laut Roberts nicht einfach fertig sein. Das Universum soll weiter wachsen, neue Inhalte erhalten und langfristig ein Ort bleiben, an dem Spieler gemeinsam Abenteuer erleben. Cloud Imperium Games arbeitet weiterhin an Squadron 42, der cineastischen Singleplayer-Kampagne im Star-Citizen-Universum. Auch diese wird laut aktueller Planung weiterhin für 2026 angepeilt.
Die Milliardenmarke verstärkt auch die Skepsis
So toll die Zahl klingt, sie macht die Diskussion um Star Citizen nicht einfacher. Eine Milliarde Dollar Crowdfunding ist ein gewaltiger Vertrauensbeweis der Community. Aber diese Summe ist für Kritiker wie ein Symbol für ein Projekt, das seit Jahren immer größer wird, ohne seinen ursprünglichen Zielpunkt wirklich zu erreichen.
In vielen Community-Diskussionen zeigt sich inzwischen eine Mischung aus Faszination, Müdigkeit und Spott. Manche Spieler glauben weiterhin an den großen Wurf. Andere haben das Vertrauen längst verloren. Auf Reddit reagierte ein Nutzer auf die Frage, ob Squadron 42 wirklich noch erscheinen könnte, mit schwarzem Humor. Sinngemäß schrieb er, ein UFO könne theoretisch auch auf dem Rasen des Weißen Hauses landen. Die Chance sei nicht groß, aber es könne passieren.
Ein anderer Nutzer verglich Cloud Imperium Games kritisch mit Rockstar. Während Rockstar riesige Erwartungen durch extreme Detailverliebtheit erfülle, etwa durch kleinste physikalische Effekte in Red Dead Redemption 2, habe Star Citizen aus seiner Sicht nicht dieselbe Sorgfalt bewiesen. Besonders häufig genannte Alltagsprobleme wie fehlerhafte Aufzüge stehen für viele Kritiker sinnbildlich für die Baustellen des Spiels.
Die 1-Milliarde-Dollar-Marke ist deshalb zugleich ein Triumph und eine Belastung. Sie zeigt, wie stark die Faszination rund um Star Citizen noch immer ist. Sie erinnert aber auch daran, wie hoch die Erwartungen inzwischen liegen. Wird Star Citizen irgendwann den großen Traum für viele Sci-Fi-Fans erfüllen oder nicht?
Quelle: Insider-Gaming
