Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 5
Special
Als etwas verspätetes Geburtstagsgeschenk zum 15. Jubiläum von Professor Layton lüften wir für euch das Rätsel um das Spiel, das kein Spiel sein sollte.
Generell hat sich der Ton verändert. Die Stimmung ist wesentlich heiterer und es wird mehr Fokus auf Slapstick gelegt. Zum Glück sind die Charaktere aber weiterhin charmant und wunderbar abgedreht. Das Trio aus Katrielle, ihrem Butler Ernest und dem sprechenden Hund Sherl O. C Kholmes - ja, er heißt wirklich so - funktioniert mit amüsantem Hin und Her in Dialogen richtig gut. In dieser poppigen Version von Laytons London ist so einiges anders. Das Spiel ist einfacher, weniger subtil, weniger altmodisch, weniger ernst. Man merkt auch, dass die Rätsel nicht mehr von Akira Tago stammen, auch, wenn sein Nachfolger Kuniaki Iwanami richtig gute Arbeit leistet. Dem Spiel fehlt die besondere Atmosphäre des klassischen Layton. Man muss sich darauf einlassen, dass es eine neue Version ist, aber dann macht es trotzdem wirklich Freude.
Schade also, dass es nie einen weiteren Teil gab. Der Cliffhanger am Ende wurde später in dem Anime Layton Mystery Tanteisha: Katori no Nazotoki File auf eine ziemlich enttäuschende Art und Weise aufgelöst. Trotz toller Animationen und eines fröhlichen Tons ist der Film nicht mehr als ziemlich spaßiger Nonsens. Für diejenigen unter uns, die immer noch Serien wie den Pokémon-Anime verfolgen, ist er aber trotzdem eine Empfehlung wert.
In diesem Artikel
- Seite 1 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 1
- Seite 2 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 2
- Seite 3 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 3
- Seite 4 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 4
- Seite 5 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 5
- Seite 6 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 6
- Seite 7 Bildergalerie
Quelle: Level-5
In der Neuauflage der Layton-Reihe begleiten wir nicht mehr den Professor, sondern seine quirlige Tochter Katrielle. Ihr zur Seite stehen Butler Ernest und der sprechende Hund Sherl O. C. Kholmes.
Auch Layton Brothers: Mystery Room ist anders. In dem Mobile-Titel gibt es keinen Ort zu erkunden, keine Rätsel zu lösen, keine Minispiele zum Ablenken. Dafür gibt es aber Morde, richtige Morde, und zwar richtig viele Morde. Als Detective Constable Lucy Baker werden wir der Abteilung von Inspektor Alfendi Layton, Laytons Sohn, zugeteilt. Von unserem Büro in Scotland Yard aus löst ihr zusammen eine Reihe von Fällen.
Dazu untersucht ihr die vereinfachte isometrische Diorama-Darstellung des Tatortes, um Beweise zu finden. Ihr befragt Verdächtige und analysiert ihre Statements. Vom ursprünglichen Professor Layton sind höchstens noch Spuren in der Präsentation und den Fragerunden auszumachen. Fragerunden gibt es nämlich auch in der Hauptreihe. Layton stellt uns Fragen, mit denen Stück für Stück ein Geheimnis enthüllt wird. Der Sinn dahinter ist, dass wir uns Lösungen selbst erarbeiten, auf die der Professor schon lange gekommen ist.
In Mystery Room ist es generell klug, dem Fallverlauf einfach zu folgen und sich an den Vorgaben des Spiels zu orientieren. Ansonsten passiert es gerne mal, dass wir dem Spiel voraus sind, oder aber hinterherhängen. In beiden Fällen können wir dann oft die Beweise oder Fragen nicht mehr einordnen und stecken fest. Wenn man den guten, alten Professor gewohnt ist, brauche wir auch etwas, um hineinzukommen.
Wenn es aber klickt und auch die eigentliche Handlung um den geplagten Alfendi ins Rollen kommt, ist es wirklich spannend. Die vergleichsweise grausameren Fälle sind auch mal eine interessante Abwechslung. Auch wenn die Autoren offenbar ein bisschen zu viel Detektiv Conan geschaut haben. Schließlich gibt es sogar Angelschnüre.
Bevor Layton den Job an seine Kinder abgegeben hat, gab es aber noch ein letztes Abenteuer mit dem Professor und seinem größten Konkurrenten. Wie das chronologisch funktioniert, ist zwar nicht ganz klar, aber der Archäologe aus den 60ern und der Anwalt mit der coolsten Igelfrisur des 21. Jahrhunderts vereinten 2014 ihre grauen Zellen in einem beeindruckenden Cross-over. Capcom und Level-5 arbeiteten hart daran, beiden Spielen gerecht zu werden und ein wertiges Erlebnis zu kreieren.
Das ist ihnen auch durchaus gelungen. Zwischen großen Gerichtsgefechten aus Ace Attorney erkunden wir die mittelalterliche Stadt Labyrinthia und lösen dabei Rätsel. Der Plot, der die beiden Welten zusammenbringt, ist vielschichtig und es dauert etwas, ihn zu verstehen. Für Layton-Verhältnisse ist der Ton ziemlich düster. Labyrinthia ist eine Stadt, die in Furcht vor Hexen lebt und diese in finsteren Prozessen hinrichtet. Das Ende ist extrem spannend, aber auch erstaunlich schockierend.
Hino selbst meinte, dass das Spiel auf jeden Fall stärker durch Capcom beeinflusst wurde. Das ist aber nicht unbedingt etwas Schlechtes. Es erlaubt uns, eine völlig neue Seite von Layton zu sehen. Es zeigt aber auch eine Seite, die ihn von Ace Attorney unterscheidet.
Im nicht ganz authentischen Anwaltssimulator gibt es zwar auch Investigationen, diese sind aber eher Mittel zum Zweck und werden von den eigentlichen Prozessen überschattet. Gerade in den früheren Teilen finden sie in schlichten Set-Bildern statt und es gibt nur wenige Charaktere, mit denen man interagieren kann. Das ergibt Sinn, weil jeder Fall größtenteils für sich alleine steht und es nur lose Verbindungen gibt. Layton hingegen legt nicht nur den Fokus auf ein großes Mysterium, die Spiele sind auch stets sehr ortsgebunden.
Das geheimnisvolle Dorf
Es ist irgendwie poetisch, dass die Abenteuer des Professors in seinem ersten SPiel mit einem geheimnisvollen Dorf beginnen. Bis auf den letzten Teil ist jedes der Spiele von einem Ort geprägt und selbst bei der weltumspannenden Suche nach Aslant gibt es viele einprägsame Gegenden zu erkunden.
- Seite 1 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 1
- Seite 2 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 2
- Seite 3 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 3
- Seite 4 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 4
- Seite 5 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 5
- Seite 6 Professor Layton und das unmögliche Spiel: Serien-Rückblick Seite 6
