Pokémon-Legenden: Z-A im Test: Immer noch viele Baustellen in Illumina City

Test Annika Menzel
Pokémon-Legenden: Z-A im Test: Immer noch viele Baustellen in Illumina City
Quelle: PC Games

Endlich ein Schritt in die richtige Richtung oder doch wieder nur Mittelmaß? Wir haben uns Pokémon-Legenden: Z-A für Nintendo Switch 2 angeschaut und verraten euch im Test, ob das Spiel überzeugen kann.

Der allerbeste sein, wie keiner vorher war: Für Pokémon -Fans ist dieses Mantra keineswegs neu, sondern schon seit vielen Jahren fest im Kopf verankert. Vielleicht sollte sich Game Freak für ihre Spiele auch mal davon inspirieren lassen, denn was wir in den letzten Jahren an Neuerscheinungen bekommen haben, wird dem ambitionierten Motto der Marke leider nur sehr bedingt gerecht.

Pokémon-Legenden: Z-A verbindet Elemente aus mehreren vorangegangenen Spielen miteinander und versucht gleichzeitig, seinen eigenen Weg zu gehen, stolpert dabei aber über so einige Mega-Steine. Wir haben den Ableger gründlich unter die Lupe genommen und verraten euch in unserem Test, wieso gute Ideen leider nicht immer ausreichen.

Wer Z sagt, muss auch A sagen

Wir starten ausnahmsweise nicht ganz von vorn, sondern von hinten. Denn in Pokémon-Legenden: Z-A dreht sich alles darum, im Rang aufzusteigen und nach und nach das Alphabet nach oben zu klettern. Nach eurer Ankunft in Illumina City, dem Dreh- und Angelpunkt der Spiele aus der sechsten Generation, startet ihr allerdings erst mal langsam in das Großstadtleben.

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Durch einen glücklichen Zufall landet ihr kurzerhand im Hotel Z, das von nun an eure Basis darstellt. Wenn ihr X oder Y gespielt habt, erwarten euch hinter dem Tresen bereits die ersten bekannten Gesichter: Azett, gemeinsam mit seinem Pokémon Floette.

Der alte Herr ist der Leiter der Unterkunft und hat euren künftigen Teamgefährten Alton beziehungsweise Teamgefährtin Zita, je nach eurem gewählten Geschlecht, unter seine Fittiche genommen. Euer freundschaftlicher Rivale ist sofort Feuer und Flamme dafür, euch in das Team MZ aufzunehmen: eine Gruppe junger Leute, die beim Z-A-Royale-Turnier bis ganz nach oben aufsteigen wollen.

So weit, so gut, denn die Prämisse klingt simpel. Trotzdem dauert es ein paar Spielstunden, bis euch das Spiel zutraut, mal mehr als nur wenige Schritte allein zu gehen und die Stadt nach Herzenslust zu erkunden.

Ein neues und ein vertrautes Gesicht: Kaum seid ihr in Illumina City angekommen, werdet ihr von eurem neuen Freund und Rivalen Alton schon im Hotel Z untergebracht. Den Inhaber kennt ihr vielleicht noch aus den Editionen X und Y. Quelle: PC Games Ein neues und ein vertrautes Gesicht: Kaum seid ihr in Illumina City angekommen, werdet ihr von eurem neuen Freund und Rivalen Alton schon im Hotel Z untergebracht. Den Inhaber kennt ihr vielleicht noch aus den Editionen X und Y. Das ändert sich jedoch schnell, da das Turnier nicht so abläuft, wie wir uns das zunächst vorgestellt haben. Die Aussage, dass ihr euch von Rang Z bis Rang A hochkämpfen müsst, ist zwar nicht falsch, allerdings auch nicht so ganz korrekt.

Z-A oder doch eher X-Y?

Außerdem verändert sich das Konzept der Rangaufstiegsmatches mit der Zeit, wodurch das Spiel sprunghaft wirkt - fast so, als wären sich die Entwickler nicht ganz einig geworden, wie das Turnier in den Spielverlauf eingebunden werden soll. Zum Ablauf des Z-A Royale verraten wir euch später mehr, allerdings wirkt sich diese Unschlüssigkeit auch auf die Story aus.

Die im Grunde losgelösten Handlungsstränge rund um die späteren Rangaufstiege können sich mit der repetitiven Struktur der Hauptmissionen die Hand reichen. Die folgen nämlich immer demselben Schema, was sich gepaart mit den vielen Dialogen, in denen bereits bekannte Infos erneut durchgekaut werden, ausbremsend anfühlt.

Unser Eindruck: Game Freak weiß selbst nicht so ganz, wo sie mit der Geschichte hinwollen, und lenkt durch eher unwichtige, aber verpflichtende Nebenstränge von der eigentlich spannenden Handlung ab.

Habt ihr ausreichend Punkte in den Kampfsektoren gesammelt, dürft ihr euer Können in einem Rangaufstiegsmatch unter Beweis stellen. Dabei tretet ihr gegen einen festgelegten Gegner vom selben Rang an. Viel Erfolg dabei! Quelle: PC Games Habt ihr ausreichend Punkte in den Kampfsektoren gesammelt, dürft ihr euer Können in einem Rangaufstiegsmatch unter Beweis stellen. Dabei tretet ihr gegen einen festgelegten Gegner vom selben Rang an. Viel Erfolg dabei! Denn Pokémon-Legenden: Z-A spielt nicht nur in der aus X und Y bekannten Stadt, sondern knüpft auch an die Geschichte der Kalos-Region an. Das Spiel ist fünf Jahre nach den Geschehnissen aus der sechsten Gen angesiedelt und greift damals relevante Elemente auf, ohne die Story rund um Azett einfach nur in der Mikrowelle aufzuwärmen.

Da diese Seite von Z-A allerdings erst mit zunehmender Spielzeit relevant wird, dümpelt dieser Aspekt des Spiels erst einmal eine ganze Weile vor sich hin. Wenn ihr X oder Y nicht gespielt habt, werden euch alle nötigen Infos mit auf den Weg gegeben. Allerdings werden euch dann wichtige Aspekte der Handlung vorweggenommen, falls ihr die 12 Jahre alten Editionen doch noch nachholen wollt.

Zur Haupthandlung kommt zwar noch eine Unmenge an Nebenmissionen hinzu, allerdings habt ihr sie im Handumdrehen erledigt. Manche von ihnen sind sehr liebevoll gestaltet, wir haben beispielsweise mal unser Knospi an einer Ausstellung teilnehmen lassen.

Viele sind allerdings typische Fetch-Quests nach dem Motto "Bring mir dieses Pokémon" oder "Setze diese Attacke ein" und kosten euch mitunter nur Sekunden. Es erwarten euch also an jeder Straßenecke andere Wünsche und Begierden der Bewohner, allerdings lohnt sich deren Erfüllung in erster Linie nur für das Abstauben von Goodies. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über die Spielwelt und ihre Bewohner, denn auch in einer Großstadt sind wilde Pokémon zu Hause.

  1. Seite 1 Geschichte & Setting
  2. Seite 2 Spielwelt & Erkundung
  3. Seite 3 Kampfsystem & Mega-Entwicklung
  4. Seite 4 Kampfsektoren & Technik
  5. Seite 5 Charakterdesign & Fazit
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