Pokémon-Legenden: Z-A im Test: Spielwelt & Erkundung

Test Annika Menzel
Pokémon-Legenden: Z-A im Test: Spielwelt & Erkundung
Quelle: PC Games

In Pokémon-Legenden: Z-A trefft ihr in einer Großstadt auf wilde Pokémon. Erfahrt mehr über den Schauplatz und die dort lebenden Monster.

Illumina City: Eine Großstadt ohne Leben

Die Wahl von Illumina City als Schauplatz für ein gesamtes Spiel beäugten wir bereits im Vorfeld kritisch. Schließlich sind Pokémon-Spiele meistens schon dann um die 25 Stunden lang, wenn ihr lediglich der Hauptstory folgt. Im Vergleich zu einer ganzen Region oder mehreren verschiedenen Gebieten wie beim Vorgänger Pokémon-Legenden: Arceus erscheint eine einzige Stadt ziemlich wenig.

Und genau das ist sie auch. Illumina City ist kreisförmig aufgebaut, weswegen wir mal die Zeit gestoppt haben, wie lange wir benötigen, um in einer geraden Linie durch die Mitte von einer Stadtgrenze zur andern zu laufen. Mit unserem Sprint, für den wir keine Turbo-Treter brauchen, hat es gerade einmal zwei Minuten gedauert.

Da hilft es auch nicht viel weiter, dass ihr die Dächer der Stadt erklimmen könnt. Dort oben erwarten euch zwar gelegentlich mal wilde Pokémon, Gegenstände oder verloren wirkende NPCs, allerdings gibt es durch die Kompaktheit des Gebietes nur wenig Motivation, den Ausblick zu genießen.

Ihr könnt zwar auf viele Dächer in Illumina City klettern, jedoch gibt es dort oben nicht allzu viel zu entdecken. Gelegentlich trefft ihr doch einmal auf etwas oder jemanden, jedoch eröffnet diese hohe Ebene nicht so viel mehr Erkundungsmöglichkeiten wie erhofft. Quelle: PC Games Ihr könnt zwar auf viele Dächer in Illumina City klettern, jedoch gibt es dort oben nicht allzu viel zu entdecken. Gelegentlich trefft ihr doch einmal auf etwas oder jemanden, jedoch eröffnet diese hohe Ebene nicht so viel mehr Erkundungsmöglichkeiten wie erhofft. Dazu kommt noch, dass Illumina City als einziger Schauplatz recht eintönig ist. Die meisten Ecken sehen sich sehr ähnlich, weshalb wir häufig auf die Schnellreise zurückgegriffen haben, um nicht immerzu in grauen Gassen unterwegs zu sein.

So etwas in der Art scheinen sich auch die NPCs gedacht zu haben. Dass nachts weniger auf den Straßen los ist, können wir gut verstehen, allerdings macht die Stadt auch tagsüber einen leblosen Eindruck.

Die meisten Charaktere stehen, teilweise zusammen mit einem Pokémon, einfach still in der Gegend herum. Gelegentlich treffen wir mal zwei oder drei Leute, die ein wenig durch die Gegend laufen, das war es dann aber auch.

Klar, wir erwarten hier keine Komplexität à la Kingdom Come: Deliverance 2, bei dem die verschiedenen Figuren eigens erdachte Tagesabläufe haben. Aber ein wenig mehr Leben in der Bude sollte selbst bei einem Spiel wie Legenden: Z-A drin sein, bei dem die Monster im Fokus stehen.

Was wir sehr charmant finden, ist die Platzierung von thematisch passenden Pokémon an verschiedenen Punkten in der Stadt. Eigentlich halten sie sich nur in den eigens dafür geschaffenen Wildsektoren auf, jedoch begegnen euch auf der Straße vereinzelt Taubsis oder Dartiris, die das Stadtbild abrunden.

Außerhalb der Wildsektoren gibt es nur vereinzelt Pokémon, dafür sind sie sehr liebevoll platziert. Unser Highlight war dieses Unratütox, das es sich auf den Mülltonnen gemütlich gemacht hat und so gar nicht an einem Kampf interessiert war. Quelle: PC Games Außerhalb der Wildsektoren gibt es nur vereinzelt Pokémon, dafür sind sie sehr liebevoll platziert. Unser Highlight war dieses Unratütox, das es sich auf den Mülltonnen gemütlich gemacht hat und so gar nicht an einem Kampf interessiert war. Besonders gefreut haben wir uns über das Unratütox, das wir bei einigen Mülltonnen gefunden haben. Davon hätten wir gerne noch viel mehr gehabt, denn die Trennung der Pokémon und Menschen wirkt insgesamt doch irgendwie seltsam.

Schleichangriffe im Tiergehege

Die Wildsektoren dienen dazu, das gemeinsame Zusammenleben in der Stadt aufrechtzuerhalten. Abgesehen von ein paar Überraschungsgästen in den verschiedenen Gassen sind diese Bereiche also eure einzige Möglichkeit, um auf Monsterjagd zu gehen.

Durch holografische Barrieren werden die überraschend kleinen Bezirke von ihrer Umgebung abgetrennt. Das wirkt optisch zwar ein wenig störend, ist aber durchaus praktisch, wenn ihr auf ein zu starkes Monster trefft und den strategischen Rückzug antreten wollt - folgen können sie euch dann nämlich nicht.

Die Wildsektoren sollen ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Pokémon ermöglichen, wirken aber seltsam abgekapselt in der Großstadt. Wir hoffen, dass die Geister-Pokémon auf dem Friedhof namens Bonne Nuit nicht allzu sehr spuken. Quelle: PC Games Die Wildsektoren sollen ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Pokémon ermöglichen, wirken aber seltsam abgekapselt in der Großstadt. Wir hoffen, dass die Geister-Pokémon auf dem Friedhof namens Bonne Nuit nicht allzu sehr spuken. Mit der Zeit schaltet ihr weitere Wildsektoren frei. Allerdings vergrößert sich dadurch nicht die Spielwelt, sondern es werden bisher ungenutzte Bereiche kurzerhand umgewandelt. Wir hätten uns deutlich größere Areale mit mehr Pokémon gewünscht, da wir uns so fast schon wie in einem Zoo mitten in der Großstadt gefühlt haben.

Außerdem gibt es in den einzelnen Sektoren jeweils nur eine Handvoll Monster zu fangen. Das liegt aber auch daran, dass der Pokédex von Legenden: Z-A deutlich kleiner ausfällt als der der Hauptteile, was uns im Zweifelsfall aber auch gelegen kommt. "Gotta catch 'em all" würde sich schließlich doch sehr zeitintensiv gestalten, wenn wir es mit allen über 1000 Pokémon zu tun bekommen würden.

Nach der Wahl eures Starter-Pokémons - Floink, Karnimani oder Endivie - dürft ihr euer Team wie gewohnt zusammenstellen, dieses Mal aus einer kunterbunten Mischung an bekannten Tierchen. Um andere Monster aus den Boxen zu holen, braucht ihr auch längst keinen PC mehr, sondern könnt das bequem übers Menü erledigen.

Euer Pokémon-Team könnt ihr bequem übers Menü bearbeiten und so unterwegs Änderungen vornehmen. Wie üblich könnt ihr den Monstern natürlich auch Spitznamen verpassen, was wir uns nicht entgehen lassen konnten. Quelle: PC Games Euer Pokémon-Team könnt ihr bequem übers Menü bearbeiten und so unterwegs Änderungen vornehmen. Wie üblich könnt ihr den Monstern natürlich auch Spitznamen verpassen, was wir uns nicht entgehen lassen konnten. Dasselbe gilt für das Beibringen von Attacken und das Auslösen von Entwicklungen, die nicht mehr automatisch ablaufen, sondern ebenfalls manuell geregelt werden. Ihr bekommt lediglich einen Hinweis beim Levelaufstieg, wenn sich eine neue Option auftut.

Wie schon im Vorgänger Legenden: Arceus müsst ihr die gewünschten Nachschub-Monster aber nicht in einen Kampf verwickeln, sondern könnt euch einfach anschleichen und sie mit einem Pokéball überraschen.

Wie aussichtsreich eure Chancen sind, wird euch durch ein Symbol neben dem Pokémon angezeigt. Sollte es nicht klappen oder ihr schreckt das Tierchen doch noch auf, müsst ihr es komplett besiegen, um einen weiteren Fangversuch starten zu können. Gelingt euch das wieder nicht, war's das und ihr müsst nach einem anderen Exemplar suchen.

Die Elite unter den wilden Pokémon

Bei schwachen oder auch schreckhaften Mons wie zum Beispiel Abra eignet sich diese Taktik hervorragend. Wir haben es wieder sehr genossen, auf diese Weise möglichst viele Pokémon zu fangen, während unser Team mal ein wenig verschnaufen konnte.

Nehmt euch vor den Elite-Pokémon in Acht, die ihr an den rot glühenden Augen erkennt. Sie sind deutlich stärker als ihre anwesenden Artgenossen und können selbst typmäßig überlegenen Monstern ordentlich einheizen. Quelle: PC Games Nehmt euch vor den Elite-Pokémon in Acht, die ihr an den rot glühenden Augen erkennt. Sie sind deutlich stärker als ihre anwesenden Artgenossen und können selbst typmäßig überlegenen Monstern ordentlich einheizen. Es gibt auch wieder die gewohnt bunte Auswahl an verschiedenen Pokébällen, deren Wirkweise an das neue Spielsystem angepasst wurde. Ein Flottball bringt euch zum Beispiel hier einen Vorteil, wenn euch das Monster noch nicht bemerkt hat.

Allerdings haben uns die sogenannten Elite-Pokémon gerne mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie sind an den rot glühenden Augen zu erkennen und haben deutlich mehr auf dem Kasten als ihre Artgenossen - sucht im Zweifelsfall also lieber das Weite, wenn ihr merkt, dass ihr ihnen nicht gewachsen seid, und kehrt später zurück.

Gegen ein starkes Elite-Bibor zu kämpfen, während euch die kleinen Versionen auch noch in den Hintern piksen, macht eher wenig Spaß. Dafür lohnt es sich umso mehr, solche Pokémon einzufangen, sofern ihr ihnen die Stirn bieten konntet. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über das neue Kampfsystem sowie die wiederkehrende Mega-Entwicklung, die sogar wilde Pokémon betrifft.

  1. Seite 1 Geschichte & Setting
  2. Seite 2 Spielwelt & Erkundung
  3. Seite 3 Kampfsystem & Mega-Entwicklung
  4. Seite 4 Kampfsektoren & Technik
  5. Seite 5 Charakterdesign & Fazit
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