Pokémon Karmesin und Purpur haben nun den zweiten Teil ihrer Erweiterung bekommen. In unserem Test verraten wir euch, was die Blaubeer-Akademie alles zu bieten hat und wieso sich Die Indigoblaue Scheibe wie ein ganz anderes Spiel anfühlt!
Mittlerweile sind Pokémon Karmesin und Purpur ein gutes Jahr alt und wurden am 14. Dezember 2023 bereits mit dem zweiten DLC versorgt. Die Indigoblaue Scheibe gehört wie schon Die Türkisgrüne Maske zur Erweiterung namens Der Schatz von Zone Null. Dieses Mal geht es erneut in ein anderes Gebiet, das aber nicht völlig neu ist.
Das Austauschprogramm führt uns an die Blaubeer-Akademie aus der Einall-Region - also dem Gebiet aus der fünften Pokémon-Generation! Doch das ist nicht die einzige Überraschung, denn der zweite DLC hat uns ordentlich eingeheizt. Trotzdem kommt er nicht ohne seine Schwachpunkte aus, die selbst ein Typenvorteil nicht ausgleichen kann.
Eine weitere Obst-Akademie
Der Schatz von Zone Null erscheint nicht umsonst im Doppelpack: Die beiden Erweiterungen sind inhaltlich direkt miteinander verbunden. Deshalb müsst ihr sowohl die Haupthandlung von Karmesin und Purpur als auch die Geschichte des ersten Teils abgeschlossen haben, um Die Indigoblaue Scheibe starten zu können.
Erfüllt ihr die Voraussetzungen, bekommt ihr eine Nachricht, dass Direktor Clavel mit euch sprechen möchte. Er erzählt euch von einem Austauschprogramm mit der Blaubeer-Akademie aus der Einall-Region, für das ihr empfohlen wurdet. Kurz darauf trefft ihr auf den Direktor Cyano, der euch an eure neue Schule begleitet.
Quelle: PC Games
Es ist allerdings nicht irgendeine Akademie, sondern ebenjene, die auch Hana und Jo aus der ersten Erweiterung besuchen. Die Wiedersehensfreude hält jedoch nicht lange an, da sich der zurückhaltende Jo zu einem ruppigen Teenager entwickelt hat - sehr zur Sorge seiner großen Schwester, von der wir solche Allüren bereits gewohnt sind.
An der Blaubeer-Akademie gibt es eine Liga AG, der alle Schüler beitreten können. Sie umfasst sogar eine eigene Variante der Top Vier sowie einen Champ, in diesem Fall ist das niemand Geringeres als Jo.
Eure Aufgabe ist es nun, gegen alle fünf Trainer anzutreten und Jo zurück auf die richtige Bahn zu lenken. Denn der Gute hat vor lauter Ehrgeiz jeglichen Spaß an den Kämpfen verloren und ist zu einem gnadenlosen AG-Leiter geworden.
Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem die liebevoll erzählte Geschichte überzeugen konnte, ist Die Indigoblaue Scheibe in der Hinsicht enttäuschend.
Quelle: PC Games
Jos plötzlicher Sinneswandel sorgt für einen Rollentausch mit Hana und erschafft einen Handlungsrahmen, der allerdings sehr oberflächlich bleibt. Auch die neuen Charaktere bekommen nicht viel Rampenlicht, sondern wirken wie ein Mittel zum Zweck und werden kaum thematisiert.
Die alte Leier vom Zustand des Spiels
Zum Glück konzentriert sich die zweite Erweiterung mehr aufs Gameplay als auf eine spannende Geschichte. Die Blaubeer-Top-Vier warten nicht wie die großen Vorbilder in einem gesonderten Gebäude auf euch.
Stattdessen sind ihre Kampfplätze in dem neuen Areal verteilt und ihr Konzept ähnelt dem der Arenaleiter aus Paldea - unter anderem durch die Aufgaben, die ihr vor den Kämpfen erledigen müsst.
Euer Weg führt euch deshalb quer durch die Tera-Kuppel, einer Region mit vier verschiedenen Arealen, die unterhalb der Meeresoberfläche errichtet wurde. Die Bereiche sind landschaftlich unterschiedlich gestaltet und weisen verschiedene Arten von Pokémon auf - im Grunde ist es eine Miniaturvariante einer regulären Region.
Optisch ist die Tera-Kuppel hübsch gestaltet, auch wenn die Qualität genauso mies ist wie in den Hauptspielen. Schließlich muss die Erweiterung mit dem Gerüst vorliebnehmen, dass die neunte Generation aufgebaut hat.
Bildergalerie
Allerdings gibt es in der Kuppel keine klassischen Gebäude oder sonstige Bauwerke, sondern lediglich verschiedene Konstruktionen aus hellen, bunt schimmernden Blöcken. Für den Zentralplatz in der Mitte der Region und die Kampfplätze ist das in Ordnung. Dass diese Blöcke an zufälligen Stellen mitten in der Landschaft integriert wurden, stört aber nicht nur die Immersion, sondern sieht einfach nur schlecht aus.
