Pokémon Karmesin und Purpur haben nun den zweiten Teil ihrer Erweiterung bekommen. In unserem Test verraten wir euch, was die Blaubeer-Akademie alles zu bieten hat und wieso sich Die Indigoblaue Scheibe wie ein ganz anderes Spiel anfühlt!
Das Material lediglich für die wichtigen Plätze und die Trennlinien zwischen den Arealen zu nutzen, hätte mehr als ausgereicht. So wirkt es jedoch lieblos und so, als wollte das Entwicklerteam ihre leeren Gebiete künstlich füllen.
Und wo wir gerade beim Thema sind: Technisch enttäuscht die neue Erweiterung genauso sehr, wie wir es von den Editionen bereits gewohnt sind. In unserem Fall war das Spiel sogar damit überfordert, als wir eine Weile am Stück trainierten, indem wir das Pokémon an der Spitze unseres Teams wiederholt aussendeten.
Vielleicht lag es daran, dass wir auf Miraidons Rücken unterwegs waren, aber es war wohl zu viel des Guten. In dieser Situation fror der Bildschirm mehrmals am Stück für etwa fünf Sekunden ein.
Quelle: PC Games
Und als wir einige Stunden später unser Panzaeron ausschickten, um Erfahrungspunkte zu sammeln, bewegte es sich nach einigen Auto-Kämpfen einfach gar nicht mehr. Das passierte daraufhin ebenfalls mit anderen Pokémon, weshalb wir alle paar Begegnungen das Monster wechseln mussten.
Eine echte Herausforderung!
Überrascht hat uns das allerdings nicht, immerhin sind wir ähnliche Performance-Probleme schon gewohnt. Womit wir aber nicht gerechnet haben, waren die anspruchsvollen Trainerkämpfe! Top-Vier-Mitglied Tara begrüßte uns an der Blaubeer-Akademie mit einem Kampf, in dem sie zwei Pokémon auf Level 70 auf uns losließ. Und das nicht nacheinander, sondern gleichzeitig!
In Die Indigoblaue Scheibe bestreiten alle Trainer ihre Kämpfe im Doppelpack. Das ist im Pokémon-Kosmos kein neues Feature, aber eine angenehme Abwechslung zu den regulären Duellen, in denen jede Seite ein Monster ins Rennen schickt. Der Kampf gegen Tara ist allerdings nur ein Vorgeschmack auf das, was euch in der Tera-Kuppel erwartet.
Quelle: PC Games
Nicht nur die einzelnen Trainer, die in der Region auf euch warten, haben starke Pokémon dabei - vor allem die Blaubeer-Top-Vier hat es in sich! Ihre Konzeption erinnert uns stark ans Competitive Play, also die Taktiken und die Ausstattung, die sonst in Onlinekämpfen genutzt werden.
Die Pokémon sind nicht nur gut trainiert, sondern auch taktisch klug gewählt. Obwohl sich jeder der Elite-Trainer an einen bestimmten Typen hält, weist jedes Team verschiedene Kombinationen auf, durch die taktisches Geschick gefragt ist.
Außerdem beherrschen die Monster oft eine Attacke, die sehr effektiv gegen ihren voraussichtlichen Gegner ist. Obendrein sind sie mit Gegenständen wie Überresten oder Fokusbändern ausgestattet, die die Herausforderung weiter erhöhen.
Dadurch sind die Kämpfe angenehm schwierig und Durchmarschieren ist zur Abwechslung keine Option! Unser bisheriges Team, mit dem wir ohne Probleme durchs Hauptspiel gekommen sind, war trotz der passenden Levels ziemlich aufgeschmissen.
Quelle: PC Games
Wir haben uns daher die Zeit genommen, neue Pokémon in der Kuppel zu fangen, zu trainieren und mit nützlichen Items auszustatten.
Daher waren wir auch knapp zehn Stunden mit der Handlung der Erweiterung beschäftigt. Den Rest der Geschichte möchten wir euch nicht vorwegnehmen, aber so viel sei gesagt: Der Überbegriff für die beiden Teile heißt nicht umsonst Der Schatz von Zone Null.
Viel Beschäftigung, aber viel zu spät?
Wenn ihr danach noch nicht genug vom Kämpfen habt oder euch erst einmal auf die anspruchsvolle Blaubeer-Top-Vier vorbereiten wollt, könnt ihr alle acht Arenaleiter aus Paldea erneut herausfordern.
Dieses Mal warten sie mit stärkeren Teams auf, die Kämpfe sind allerdings optional und gehören nicht zur Handlung des zweiten DLCs. Es ist sowohl bezüglich der Schwierigkeit als auch der fortgeführten Handlung sinnvoll, dass ihr Die Indigoblaue Scheibe erst im Endgame starten könnt. Schade fanden wir aber, dass dadurch interessante Inhalte erst sehr spät verfügbar waren.
