Pokémon Karmesin & Purpur: So sehr verändert der zweite DLC das Spiel! - Vorschau
Special
Wir konnten vor Ort bei Game Freak den zweiten DLC namens Pokémon Karmesin & Purpur: Die Indigoblaue Scheibe spielen. Lest in unserer Vorschau, was euch erwartet!
Mit Die Indigoblaue Scheibe veröffentlicht Nintendo pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2023 den zweiten DLC zu Pokémon Karmesin und Purpur. In der ersten Erweiterung für das Spiel begaben wir uns in die japanisch angehauchte Kitakani-Provinz, welche am Fuße eines mystischen Berges liegt. Dieses Mal führt unser Schulausflug jedoch in die andere Richtung, nämlich unter die Erde, oder genauer gesagt: unter das Wasser.
Die Blaubeer-Akademie befindet sich nämlich in einer riesigen Kuppel, die im Meer erbaut wurde. Das herausstechendste Merkmal ist wohl, dass der riesige Ball strikt in vier Zonen eingeteilt ist: eine steinige Bergregion, eine eisige Tundra, eine trockene Savanne und eine sonnige Strandregion.
Wir durften uns fast eine Stunde in den verschiedenen Biomen herumtreiben und verraten euch, was dort auf euch wartet und wie unser erster Eindruck zu dem DLC ist!
Lange Texte für ausgefeilte Charaktere
Storytechnisch dürfen wir euch tatsächlich gar nicht allzu viel vorwegnehmen. Bei dem Schüleraustausch zur Blaubeer-Akademie lernen wir jedoch direkt einige neue Charaktere kennen, die wie gewohnt schon alleine mit ihrem einzigartigen Auftreten direkt einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Was ebenso wie im ersten Teil der DLC-Reihe schon jetzt auffällt: Charaktere scheinen genug Rampenlicht zu bekommen. In der kurzen Zeit lernten wir zwar erst zwei Figuren ein wenig kennen, dabei wirkten jedoch beide nicht wie eintönige Nebencharaktere, sondern wie glaubwürdige Personen.
Wir hoffen auf ähnlich ausgefeilte Charaktere wie Hana und Jo aus der ersten Erweiterung, die selbst auch wieder mit von der Partie sind. Besonders Amarys, eine der vier Elite-Trainerinnen in der Region, durften wir in einer Sequenz besser kennenlernen.
Wir hatten in der Konversation zwar wenig Kontext, trotzdem bekamen wir durch den Einblick in ihre Backstory Lust auf mehr. Wir würden gerne ein wenig näher ins Detail gehen, jedoch wurden wir gebeten, bei der Story nicht allzu viel vorwegzunehmen - was schade ist, da diese Potenzial zeigt, wie schon im Vorgänger-DLC extrem zu punkten.
Quelle: Nintendo
Lediglich die Präsentation von Dialogen scheint sich weiterhin auf langatmige Textblocks zu beschränken, was gerade wegen der fehlenden Synchronisation schon anfangs negativ auffällt.
The Dome
Ebenfalls auffällig: die Kuppel, in der wir uns befinden, die strikt in die erwähnten vier Zonen eingeteilt ist. Wir mögen die Idee, da sie unterstreicht, dass diese Kuppel, in der wir uns befinden, kein natürliches entstandenes Gebiet ist und trotzdem eine gewisse Vielfalt bietet.
Wir hoffen, dass das Thema in der Geschichte weiterhin in den Vordergrund gerückt wird. Es wurde nämlich schon direkt am Anfang des DLCs die Frage in den Raum gestellt, wie diese Kuppel überhaupt funktioniert, eine befriedigende Antwort bekamen wir darauf jedoch nicht.
Das Thema "künstliche Natur" bietet auf jeden Fall sehr viel Raum für jeden Philosophie-Fan. Was die "Fake-Natur" unserer Meinung nach jedoch zu sehr heraushebt, sind die riesigen Mauern, die die vier Zonen strikt teilen. Diese Mauern bestehen aus riesigen, weißen Würfeln, die komplett fehl am Platz in der scheinbaren Natur herumstehen.
Sie bieten zwar einen einfachen Weg in die Mitte der Spielwelt und sie sind mit kleinen Parkours bestückt, trotzdem zerstören diese leeren Würfel das Gefühl einer organischen Umgebung. Geschichte hin oder her, das sieht einfach nicht gut aus.
Quelle: Nintendo
Wir hoffen, mit fortschreitender Story verschwinden diese, nennen wir sie Blickfänger. Ansonsten ist es jedoch spaßig, die Spielwelt wie gewohnt auf dem Land, im Wasser und der Luft zu entdecken. Überall verstecken sich Items und verschiedene Pokémon tummeln sich an jeder Ecke.
Leider müssen wir genau an dieser Stelle weiterhin die Performance des Titels kritisieren, die unseren Erkundungsdrang einschränkt. Die bekannten Probleme wie die schwankende Framerate, fragwürdige Schatten und flimmernde Kanten wurden offenbar auch in der neuen Region nicht gelöst, was gerade bei einer so weitläufigen, besonderen Spielwelt einfach schade ist.
Immerhin: die Hintergrundmusik passt sich je nach Gebiet an, in dem wir uns befinden. Von träumerischen Klavierklängen in der Tundra bis hin zu stylishem Gitarren-Sound am Strand ist alles dabei! Die Musik bleibt auch in Teil 2 des DLCs ein wahres Highlight.
Prepare for trouble - and make it double!
Besonders bei Kämpfen sticht der Soundtrack unglaublich heraus. Während unseres Kampfes gegen Top-Vier-Trainerin Amarys, fetzte uns, wie schon bei anderen wichtigen Trainern zuvor, direkt wieder ein wilder Techno-Soundtrack um die Ohren.
Bildergalerie
Das Klangbild kennen wir zwar schon aus dem Hauptspiel, hier ist es jedoch passender denn je, da die Kämpfe in der Erweiterung wirklich kein Zuckerschlecken sind! Wir hatten tatsächlich Probleme mit dem uns präsentierten Bosskampf, obwohl wir ein hochleveliges Team inklusive ausgerüsteter Items bereitgestellt bekamen.
