6 Gaming PCs: Oberklasse-PC für 1460 und 1725 Euro
Special
In unserem Special findet ihr einige Tipps rund um das Zusammenstellen eines PCs. Den Schwerpunkt bilden aber sechs Gaming-PCs. Dank der neuen Ryzen-CPUs und Bewegungen auf dem Grafikkartenmarkt sind einige günstige Kombinationen möglich, so dass es bereits ab 450 Euro losgeht. Für höhere Ansprüche gehen unsere Vorschläge auch bis über die 1700 Euro-Grenze hinaus.
Oberklasse-PCs für 1460 und 1725 Euro
Für unsere zwei Oberklasse-PCs haben wir neben der Leistung auch einen Schub bei der Ausstattung - und somit auch beim Preis. Die Bezeichnung "High-End" lassen wir außen vor, da wir zum einen bei den CPUs bei den Mainstream-Sockeln bleiben (die Enthusiasten-Sockel bringen für Gaming und normale Nutzer keinerlei Vorteile) und zum anderen auf die teuren Nvidia-Modelle RTX 2080 Super und RTX 2080 Ti verzichten.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC-Zusammenstellungen: EInleitung und Tipps
- Seite 2 PC-Zusammenstellungen: Sockel AM4 und 1151, Preisverfall
- Seite 3 6 Gaming PCs: Einsteiger-PCs für 450 und 555 Euro
- Seite 4 6 Gaming PCs: Mittelklasse-PCs für 800 und 1025 Euro
- Seite 5 6 Gaming PCs: Oberklasse-PC für 1460 und 1725 Euro
- Seite 6 Bildergalerie
Hinzu kommt, dass wir zwar eine ordentliche Ausstattung für die beiden PCs vorsehen, dabei aber trotzdem keine Luxusgehäuse für über 100 Euro oder aufwendige AiO-Wasserkühler verwenden.
Quelle: XFX
Die RAW II ist eine AMD Radeon RX 5700 XT von XFX mit Customkühlung. Mit Nvidia spielt man beim Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich schlechter - erst eine RTX 2080 bietet etwa 20 Prozent Mehrleistung, kostet aber 50% mehr.
Der günstigere der beiden PCs nutzt einen AMD Ryzen 7 3700X als CPU. Für Games ist er trotz seines Aufpreises von 140 Euro nicht nennenswert schneller als ein Ryzen 5 3600, aber durch seine Vielzahl an Threads (insgesamt 16) bietet er sich für Nutzer an, die entsprechende Anwendungen oder auch viele Anwendungen parallel betreiben. Wer dies nicht vorhat, kann den PC also durch einen Ryzen 5 3600 um 140 Euro günstiger gestalten. Was den Rest betrifft: Wir wählen eines der wenigen Verfügbaren Custommodelle der AMD Radeon RX 5700 XT, und zwar das Modell RAW II von XFX - diese ist zwar deutlich teurer als ein Referenzmodell, aber dafür leiser als die Referenz und schneller als die gleichteure Nvidia GeForce RTX 2070. Eine Nvidia GeForce RTX 2070 Super wäre etwa 10 Prozent schneller, kostet aber mindestens 520 Euro und somit 70 Euro mehr als unsere RX 5700 XT von XFX. Neben der Power haben wir zudem noch bei der SSD aufgerüstet: Ein Terabyte Speicherplatz sowie dabei auch noch ein schnelles M.2-Modell sorgen für ein Plus von fast 100 Euro im Vergleich zu den SSDs in unseren Mittelklasse-PCs. Hinzu kommen eine größere Festplatte, ein hochwertigeres Gehäuse und ein starker CPU-Kühler. Beim Netzteil kostet uns die Modularität der CM-Version des Be quiet! Pure Power 11 knappe 10 Euro mehr. Zusammen macht dies 1460 Euro.
Die Intel-Variante ist mit einem Core i7-9700K bestückt. Dieser ist für Games die derzeit beste Mainstreamsockel-CPU. Der über 100 Euro teurere i9-9900K hat zwar mehr Kerne und einen minimal höheren Takt, was sich Games aber nicht zeigt. Als Grafikkarte nehmen wir eine Nvidia GeForce RTX 2080 - allerdings mit knirschenden Zähnen, da ihr Aufpreis deutlich zu hoch ist, wenn man das Leistungsplus mit einer AMD Radeon RX 5700 XT vergleicht. Wer aber unbedingt die Zusatzpower braucht (15 bis gute 20 Prozent mehr, Aufpreis aber 50 Prozent), der kann zugreifen. Die Super-Variante oder gar eine Ti-Version sollte aber nur wahren Hardware-Freaks vorbehalten bleiben. Unser Budget investieren wir lieber in eine schnelle M.2-SSD, ein schlichtes, aber gutes Gehäuse von Fractal Design und einen Kühler, mit dem sich der Core i7-9700K (auch dank des Z390-Mainboards) gut übertakten lässt. Der Preis für den Spaß: 1725 Euro.
| Oberklasse AMD für 1460 Euro | Oberklasse Intel 1725 Euro | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Komponente | Unser Vorschlag | Preis ab etwa | Unser Vorschlag | Preis ab etwa | |
| CPU | Ryzen 7 3700X | 340 Euro | Core i7-9700K | 390 Euro | |
| Mainbaord | MSI MPG X570 Gamin Edge | 210 Euro | Asus ROG Strix Z390-H Gaming | 180 Euro | |
| RAM | G.Skill SniperX Urban Camouflage DDR4-3600 | 90 Euro | 2x 8GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3600 | 95 Euro | |
| Grafikkarte | XFX Radeon RX 5700 XT Raw II | 450 Euro | Gainward GeForce RTX 2080 Phantom | 670 Euro | |
| SSD | ADATA XPG SX8200 PRO 1TB (M.2) | 145 Euro | Corsair Force Series MP510 960 GB | 145 Euro | |
| Festplatte | Toshiba DT01ACA 2000GB | 55 Euro | Seagate BarraCuda Compute 2000GB | 55 Euro | |
| Gehäuse | Cooler Master MasterBox K500 | 65 Euro | Fractal Design Define S | 75 Euro | |
| Netzteil | Be Quiet! Pure Power 11-CM 500W | 70 Euro | BitFenix Formula Golg 550W | 70 Euro | |
| CPU-Kühler | Thermalright Macho Rev. B | 45 Euro | Alpenföhn Brocken 3 | 45 Euro | |
| Gesamtpreis etwa | 1460 Euro | Gesamtpreis etwa | 1725 Euro |
Zum Abschluss möchten wir betonen, was wir bei unseren PC-Zusammenstellungs-Specials ohnehin immer tun: Theoretisch sind selbst die Einsteiger PCs eine gute Basis, um dort mit einer deutlich besseren Grafikkarte oder CPU viel mehr aus dem PC herauszuholen. Ganz allgemein gesehen lassen sich die Komponenten der Vorschläge also auch mischen, oder ihr könnt eigene Alternativen wählen, vor allem was das Gehäuse angeht, das ja auch oft wegen der Optik Geschmackssache ist - lediglich, wie zuvor schon erwähnt, auf ein zur CPU passendes Mainboard ist stets zu achten.
