PC-Zusammenstellungen: Sockel AM4 und 1151, Preisverfall
Special
In unserem Special findet ihr einige Tipps rund um das Zusammenstellen eines PCs. Den Schwerpunkt bilden aber sechs Gaming-PCs. Dank der neuen Ryzen-CPUs und Bewegungen auf dem Grafikkartenmarkt sind einige günstige Kombinationen möglich, so dass es bereits ab 450 Euro losgeht. Für höhere Ansprüche gehen unsere Vorschläge auch bis über die 1700 Euro-Grenze hinaus.
Sonderfälle bei Sockel AM4 und 1151
Normalerweise sind alle CPUs mit einem bestimmten Sockel zu allen Mainboards kompatibel, die den gleichen Sockel nutzen. Lediglich bei neuen CPU-Modellen kann ein BIOS-Update nötig sein, damit die CPU zu 100 Prozent erkannt wird - ein Bild bekommt man aber auch ohne Update. Doch inzwischen hat sich die Lage geändert, und zwar bei den zwei beliebten Mainstream-Sockeln AMD AM4 und Intel 1151, auf denen unsere später folgenden PC-Zusammenstellungen basieren.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC-Zusammenstellungen: EInleitung und Tipps
- Seite 2 PC-Zusammenstellungen: Sockel AM4 und 1151, Preisverfall
- Seite 3 6 Gaming PCs: Einsteiger-PCs für 450 und 555 Euro
- Seite 4 6 Gaming PCs: Mittelklasse-PCs für 800 und 1025 Euro
- Seite 5 6 Gaming PCs: Oberklasse-PC für 1460 und 1725 Euro
- Seite 6 Bildergalerie
Moderne Intel-CPUs mit dem Sockel 1151 ab der 8000er-Serie benötigen nämlich Sockel 1151-Chipsätze mit Modellnummern ab 300 wie den Z370-Chipsatz.
Quelle: MSI
MSI X570-A Pro
Umgekehrt sind diese Chipsätze aber nicht für ältere Sockel 1151-CPUs geeignet. Wer also ein Sockel 1151-Mainboard mit dem Chipsatz H270 hat, der kann keinen Core i5-8400 nutzen. Wer wiederum derzeit noch einen Core i5-6600 hat und das Mainboard wechseln will, weil vielleicht etwas am Mainboard defekt ist, der kann sich nicht einfach ein Z370-Modell besorgen, um später einmal auf einen Core i7-9700K aufzurüsten. Aus diesen Gründen findet ihr bei den neueren CPUs und Chipsätzen vor allem in Shops auch oft die Bezeichnung Sockel 1151v2 für neuere Sockel 1151-CPUs und -Chipsätze, damit es keine Missverständnisse gibt.
Bei AMDs Sockel AM4 wiederum gibt es ebenfalls ein Hindernis: Für die neuen Ryzen 3000er-CPUs ist ein BIOS-Update nötig, wenn ihr einen AM4-Chipsatz älter als X570 verwendet und das Board nicht schon ab Werk das aktuellste BIOS hat. Ohne eine ältere CPU bekommt ihr aber kein Bild und könnt das BIOS nicht updaten. Wer Board und CPU neu kauft und dabei einen Ryzen 3000er wählt, der hat vier Möglichkeiten:
- Man nimmt ein X570-Mainboard, wobei diese relativ teuer sind (ab 160 Euro aufwärts)
- Man besorgt sich eine ältere AMD-CPU für das Update - AMD bietet dies als Service sogar kostenlos.
- Man lässt sich vom Shop versichern, dass das BIOS bereits aktuell ist, oder lässt das BIOS gegen Gebühr vom Shop updaten
- Man wählt ein Nicht-X570-Mainboard mit BIOS-Flashback. Mehr dazu findet ihr auch auf Seite 3 unseres Ryzen-Specials oder auch in unserem Special zu möglichen Hindernissen bei einem Umstieg auf einen Ryzen 3000er-Prozessor.
Falls ihr bereits einen Sockel AM4-Ryzen wie den Ryzen 5 1600 oder Ryzen 7 2700 besitzt und nur aufrüsten wollt, dann könnt ihr das BIOS natürlich vor dem CPU-Wechsel bereits updaten.
Hilfreicher Preisverfall
Unsere später noch folgenden Zusammenstellungen basieren auf den Preisen von gängigen und etablierten Onlineshops vom 23. August. Doch wegen des Releases der Ryzen 3000er CPUs gibt es bei älteren Modellen eine Unsicherheit beim Preis. In den letzten Wochen sanken die Preise teils stark, so dass unsere Empfehlungen für PC-Zusammenstellungen schon in den nächsten Tagen wegen der ein oder anderen Alternative nicht mehr ganz optimal sein könnte. Haltet also die Augen auf, es kann gut sein - vor allem bei den günstigeren PCs - dass ihr bei der CPU eine bessere Alternative erhaltet, also für einen geringen Leistungsverzicht deutlich spürbar beim Anschaffungspreis spart oder auch umgekehrt für wenig Aufpreis gleich lohnenswert mehr Leistung. Ähnlich sieht es bei Grafikkarten aus. Denn durch die neue AMD RX 5700 und 5700 XT sowie die RTX-Super-Modelle bewegt sich auch auf dem Grafikkartenmarkt einiges, und da manche Modelle derzeit im Ausverkauf sind, könnte sich auch hier etwas tun.
