Gaming-PC zusammenstellen: Tipps zur Komponenten-Wahl und 4 Beispiel-PCs ab 610 Euro

Special Antonio Funes
Gaming-PC zusammenstellen: Tipps zur Komponenten-Wahl und 4 Beispiel-PCs ab 610 Euro
Quelle: PC Games Hardware

Wir haben 4 Gaming-PCs von 610 bis 1940 Euro zusammengestellt und geben euch zudem viele Tipps, was ihr bei der Auswahl von Komponenten beachten solltet.

In unserem Special möchten wir euch Konfigurationen für vier verschiedene Gaming-PCs vorschlagen, bei denen die Preisspannen von 610 bis 1940 Euro reichen. Im Vorfeld listen wir euch auch eine Übersicht mit verschiedenen CPU-Mainboard-Kombinationen auf Basis von 8 CPUs, um zu verdeutlichen, welche Optionen es bei der Basis für einen Spiele-PC es allgemein gibt. Denn neben den vier in unseren Beispiel-PCs verwendeten CPUs gibt es natürlich auch noch andere durchaus empfehlenswerte Prozessoren.

Auch was die Grafikkarten angeht, werden wir schon vor der Präsentation der vier Beispiel-PCs einen Blick auf die aktuelle Preis-Leistungs-Situation werfen, so dass ihr je nach Budget alternativ eine andere Grafikkarte für euren PC auswählen könnt als die, die in unseren vorgeschlagenen PC-Konfigurationen steckt. Die Planung für die Lüftung und Kühlung eines Gaming-PCs ist ebenfalls ein Thema. Wir starten nun zuerst mit einigen allgemeinen Tipps zur Auswahl von Komponenten für einen Gaming-PC, wobei es uns zuerst um Gehäuse- und Mainboard-Größen sowie den nötigen Platz für Grafikkarte und CPU-Kühler geht.

Gehäuse: Größen und Platzangebot

Je nachdem, wie groß das PC-Gehäuse sein soll, muss man beim Rest des PCs auf einige Dinge achtgeben. Als Hilfe gibt es die Formfaktoren, die bestimmte Maße für Mainboards, Gehäuse sowie auch für Netzteile festlegen. Von klein nach groß sortiert sind die derzeit relevanten Formfaktoren für Mainboards: Mini-ITX, µATX, ATX und E-ATX.

Damit ein Mainboard in ein PC-Gehäuse hineinpasst, muss das Gehäuse mindestens den Formfaktor des Mainboards bieten. In ein ATX-Gehäuse passen also Mainboards mit den Formaten Mini-ITX, µATX und ATX. In ein µATX-Gehäuse passen wiederum nur Mini-ITX und µATX. Für einen Spiele-PC ist ein ATX-Gehäuse ideal, wobei dieses durchaus eher kompakt sein darf.

Denn dank moderner Lüftungskonzepte, guter Kühler sowie der Tatsache, dass immer häufiger SSDs statt der größeren Festplatten zum Einsatz kommen, braucht man keine "Big"-Tower mehr.

Da seit Jahren die Zahl an Nutzern, die für ihren PC noch ein optisches Laufwerk im Gehäuse benötigen, stark zurückgegangen ist, gibt es immer weniger Gehäuse mit einem externen 5 ¼-Zoll-Schacht.

Dies zeigen auch die folgenden Zahlen: Von den gut 1400 auf dem Markt gelisteten ATX-Gehäusen für Gaming-Grafikkarten ab 28 Zentimeter Länge haben nur noch etwas mehr als 200 einen solchen Schacht. Ohne 5 ¼-Zoll-Schacht kann ein Gehäuse abermals ein paar Zentimeter kleiner ausfallen oder im Inneren mehr Platz bieten.

ASRock Z690 Phantom Gaming ITX Quelle: ASRock Die besonders kleinen Mini-ITX-Mainboards sind nur in entsprechenden Gehäusen sinnvoll. Stichwort Gaming-Grafikkarten: Deren Länge ist ein weiteres Kriterium für die Größe des Gehäuses. Die Hersteller von PC-Gehäusen geben die maximal mögliche Grafikkarten-Länge sowie auch die der maximal möglichen CPU-Kühler-Höhe an.

Bei Grafikkarten empfehlen wir mindestens 30 Zentimeter, für CPU-Kühler 16 Zentimeter. Natürlich könnt ihr auch auf kleinere Maße setzen, wenn ihr ein möglichst kleines Gehäuse benötigt und genau wisst, dass ihr zum Beispiel eine Grafikkarte mit einer Länge von nur 25 Zentimeter und einen Kühler mit einer Höhe von 15 Zentimeter einbauen wollt.

Für Mini-PCs gibt es zudem auch besonders kleine µATX-Gehäuse. Das noch kleinere Mini-ITX-Format solltet ihr aber nur mit einer guten Vorplanung wählen. In der Regel gibt es dabei Gehäuse, die entweder bei der Grafikkartenlänge großzügig sind, dafür aber nur kleine Kühler zulassen, oder aber Gehäuse mit genau umgekehrten Vorzeichen.

Mini-ITX-Gehäuse, die sowohl relativ lange Grafikkarten als auch relativ große Kühler zulassen, gibt es zwar durchaus - allerdings sind diese dann so groß, dass ihr wegen der im Vergleich zur Ausstattung relativ teuren Mini-ITX-Mainboards lieber direkt auf ein kompaktes µATX-Gehäuse setzen solltet. Ein weiterer Punkt bei sehr kleinen Gehäusen ist, dass ihr oftmals eines der eher seltenen SFX-Netzteile benötigen werdet.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Gehäuse und Innenmaße
  2. Seite 2 Gaming-PCs: Lüftung und Kühlung, Mainboard-Sockel
  3. Seite 3 Gaming-PCs: CPU-Mainboard-Kombinationen, Grafikkarten
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Vier Beispiel-PCs ab 600 Euro
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