6 Gaming PCs: Einsteiger-PCs für 450 und 555 Euro
Special
In unserem Special findet ihr einige Tipps rund um das Zusammenstellen eines PCs. Den Schwerpunkt bilden aber sechs Gaming-PCs. Dank der neuen Ryzen-CPUs und Bewegungen auf dem Grafikkartenmarkt sind einige günstige Kombinationen möglich, so dass es bereits ab 450 Euro losgeht. Für höhere Ansprüche gehen unsere Vorschläge auch bis über die 1700 Euro-Grenze hinaus.
Sechs Gaming-PCs ab 450 Euro
Für unsere auf den dieser und den nächsten zwei Seiten verteilten sechs Vorschläge für PCs haben wir freilich auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis geachtet. Pro Seite kümmern wir uns um je zwei PCs, deren Komponenten wir genauer schildern und teilweise auch Alternativen ansprechen. Die Konfigurationsvorschläge haben wir auch in übersichtlichen Tabellen zusammengefasst.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC-Zusammenstellungen: EInleitung und Tipps
- Seite 2 PC-Zusammenstellungen: Sockel AM4 und 1151, Preisverfall
- Seite 3 6 Gaming PCs: Einsteiger-PCs für 450 und 555 Euro
- Seite 4 6 Gaming PCs: Mittelklasse-PCs für 800 und 1025 Euro
- Seite 5 6 Gaming PCs: Oberklasse-PC für 1460 und 1725 Euro
- Seite 6 Bildergalerie
Doch zuerst wollen wir daran einnern, dass ihr theoretisch mit einer stets gleichbleibenden, simplen und günstigen Basis viele erdenkliche Kombinationen aus CPU und Grafikkarte zusammenstellen könnt. Ein superschneller PC muss ja schließlich nicht zwingend ein Edel-Gehäuse verpasst bekommen und zig Terabyte Speicherplatz bieten.
Wir nehmen für unser Gedankenspiel folgende Beispielbasis: Ein Standardgehäuse für 40 Euro, eine SSD mit 240 Gigabyte Speicherplatz sowie eine Festplatte mit 1000 Gigabyte Kapazität für je 35 Euro und ein ordentliches Netzteil für 50 Euro. Außerdem gehen wir von 16 Gigabyte DDR4-2400-RAM und einem soliden Mainboard aus - beides kostet jeweils 80 Euro. Zusammen macht dies 320 Euro. Wenn ihr nun zusätzlich zur Basis eine günstige CPU wie den Ryzen 5 2600X (150 Euro) mit einer starken Nvidia RTX 2070 Super kombiniert, kommt ihr auf knappe 1000 Euro. Für einen ähnlichen Gesamtpreis wäre auch eine Kombination aus dem 390-Euro-teuren Core i7-9700K und einer AMD RX Vega 56 oder GTX 1660 Ti möglich, oder ein Ryzen 7 3700X zusammen mit einer AMD Radeon RX 5700 XT. Wer nur 800 Euro ausgeben will, kann zur RX 5700 XT maximal einen Ryzen 5 1600 auswählen. Oder man nimmt die non-XT-Version der RX 5700 plus einen Ryzen 5 2600X. Ihr seht: eine immer gleiche Basis ermöglicht viele Szenarien, was die für ein bestimmtes Budget mögliche Spieleleistung angeht. Vor allem wenn das Budget begrenzt ist gilt: Wer mehr auf die Zukunft schielt, wird im Zweifel eher eine stärkere CPU nehmen - wer wiederum sofort viel Gamingpower braucht, kombiniert eine starke Karte mit einer nicht ganz so teuren CPU.
Einsteiger-PCs für 450 und 555 Euro
Unseren Preis-Leistungs-Kracher für 450 Euro haben wir mit einigen Kompromissen bestückt - jedoch nicht bei der Leistung. Ein Ryzen 5 1600 bietet mit seinen 12 Threads (sechs Kerne) eine ordentliche Zukunftssicherheit, obgleich moderne Ryzen 5-Modelle freilich schneller sind - für 110 Euro ist die Leistung aber enorm. Zusammen mit einer AMD RX 570, die in unserem Falle sogar acht Gigabyte RAM bietet, steht auch aktuellen Games nichts im Weg, zumindest in Full-HD und je nach Einzelfall durch Verzicht auf maximale Details. Alternative für Nvidia-Fans: Die ansonsten beinah gleichstarke Nvidia GeForce GTX 1650 arbeitet mit nur vier Gigabyte und kostet eher über 140 Euro - dafür benötigt sie bei Last allerdings auch über 60 Watt weniger Strom als AMDs Radeon RX 570.
Quelle: Kingston
SSDs mit 240 Gigabyte Speicherplatz, hier eine Kingston A400, kosten inzwischen nur noch etwa 30 Euro
Beim Arbeitsspeicher haben wir für unseren 450-Euro-PC aus Kostengründen nur acht Gigabyte gewählt, was aber aktuell nur in wenigen Fällen etwas Leistung kostet - auf lange Sicht wäre ein zweiter Riegel aber angebracht. Ebenso verzichten wir wegen der Kosten auf eine SSD, damit trotz der 1000-GB-Festplatte der Preis bei maximal 450 Euro liegt. Für 30 Euro Aufpreis wäre aber bereits eine 240GB-SSD drin - wir empfehlen diese Investition in jedem Falle. Das Mainboard und das Netzteil sind auch für deutlich stärkere Komponenten geeignet, das Gehäuse ist zweckmäßig, für seinen Preis aber eine Empfehlung.
Wer etwas mehr ausgeben kann oder will, der kann sich auch den zweiten Einsteiger-PC als Vorbild nehmen, den wir mit 555 Euro ansetzen. Der Hauptunterschied: Wir nehmen für die 550 Euro-Variante noch eine SSD mit 240 Gigabyte (etwa 30 Euro) und einen zweiten 8GB-RAM-Riegel hinzu, zudem wählen wir eine AMD RX 580 als Grafikkarte, die in der 8GB-Version ab 170 Euro zu haben ist. Bei der CPU bleiben wir beim Ryzen 5 1600. Wer eine Intel-Alternative erwartet: Von Intel gibt es derzeit unter 150 Euro keine CPUs, die mit einem Ryzen 5 1600 beim Thema Gaming mithalten können, so dass wir für einen Einsteiger-PC nicht zu Intel raten. Wer unbedingt auf Intel setzen will, sollte bei der CPU unsere Tipps auf der nächsten Seite bezüglich des MIttelklasse-PCs beachten und könnte dann freilich eine dieser CPUs mit einem passenden Mainboard kombinieren und sich beim Rest des PCs an unsere Vorschläge für die Einsteiger-PCs halten. Der Aufpreis für eine entsprechende Intel-CPU liegt bei etwa 90 Euro.
| Einsteiger-PC 450 Euro | Einsteiger-PC 400 Euro | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Komponente | Unser Vorschlag | Preis ab etwa | Unser Vorschlag | Preis ab etwa | |
| CPU | Ryzen 5 1600 | 110 Euro | Ryzen 5 1600 | 110 Euro | |
| Mainbaord | MSI B450M Pro-M2 V2 | 65 Euro | Asus Prime B450M-K | 70 Euro | |
| RAM | 1x 8GB G.Skill NT Series DDR4-2400 | 35 Euro | 2x 8GB ADATA Premier DDR4-2400 | 70 Euro | |
| Grafikkarte | XFX Radeon RX 570 RS XXX 8GB | 140 Euro | MSI Radeon RX 580 Armor 8G OC | 175 Euro | |
| SSD | Keine | Crucial BX500 240GB | 30 Euro | ||
| Festplatte | Seagate BarraCuda Compute 1000GB | 35 Euro | Seagate BarraCuda Compute 1000GB | 35 Euro | |
| Gehäuse | Sharkoon T3-V | 25 Euro | Cooltek X5 | 25 Euro | |
| Netzteil | Corsair VS Series VS450 (450 Watt) | 40 Euro | Thermaltake TR2 S 450 Watt | 40 Euro | |
| CPU-Kühler | Mitgelieferter AMD-Kühler | Mitgelieferter AMD-Kühler | |||
| Gesamtpreis etwa | 450 Euro | Gesamtpreis etwa | 555 Euro |
