Gaming-PCs: Sechs PC-Zusammenstellungen von 600 bis 2200 Euro plus viele Tipps
Special
In unserem Special bieten wir euch sechs PC-Zusammenstellungen von etwa 600 bis 2200 Euro, die für Gaming gut geeignet sind. Dabei geht es um drei Preisklassen mit jeweils einem AMD- und Intel-PC, was die CPU angeht. Außerdem gibt es Tipps zum Zusammenstellen eines PCs und eine Übersicht zum Preis-Leistungs-Verhältnis von Grafikkarten.
In unserem Special möchten wir euch sechs PC-Zusammenstellungen anbieten, und zwar jeweils drei auf Basis von AMD- und Intel-Prozessoren. Natürlich dienen unsere Zusammenstellungen als Beispiele dafür, welche Hardware-Komponenten ihr mit einem bestimmten Budget kaufen könnt, um einen für Spiele tauglichen und dabei ausgewogenen PC zu erhalten oder auch einen vorhandenen PC aufzurüsten. Bei den günstigen PCs geht es dabei natürlich darum, möglichst viel Leistung für das Geld zu erhalten. Bei den teuersten PCs geht wiederum ein Teil des Budgets für besonders edle Komponenten drauf und nicht rein für das beste Verhältnis aus Preis und (Gaming)Leistung.
Wir geben euch aber auch ein paar allgemeine Tipps, was ihr bei der Wahl von Dingen wie Gehäuse und Mainboard beachten müsst. Auch ein Abschnitt, in dem wir einen Preis-Leistungs-Index für Grafikkarten präsentieren, darf natürlich nicht fehlen. Mit dem Index könnt ihr abschätzen und entscheiden, ob ihr bei einem unserer Vorschläge auf eine andere Grafikkarte setzt und welche dies dann sein könnte. Wir starten aber nun zuerst mit ein paar Basis-Tipps zum Zusammenstellen von PCs.
In diesem Artikel
Gehäuse: ATX, µATX oder Mini-ITX?
Bevor man einen PC zusammenstellt, sollte man sich darüber im Klaren sein, wie viel Platz der PC später einnehmen soll. Beachtet dabei auch unser Special zu einem Frühjahrsputz des PCs, in dem wir auch zum Standort wichtige Tipps gegeben hatten: Der PC braucht etwas Platz um sich herum, hauptsächlich hinten, damit dort die warme Luft heraus und nach oben abziehen kann. Das heißt für viele Standorte: Wählt das Gehäuse nicht zu groß aus.
Ein besonders großes Gehäuse ist heutzutage ohnehin nicht mehr so wichtig wie noch zu früheren Zeiten. Dank guter Konzepte beim Aufbau der Gehäuse sowie moderner Kühler und Lüfter spricht überhaupt nichts dagegen, mit einem kompakten MIDI-Tower im ATX-Format ab etwa 30 Euro problemlos auszukommen. Achtet nur darauf, dass genug Platz für Grafikkarten und Kühler vorhanden ist.
Für Top-Grafikkarten sollten es ab 32 Zentimeter für Grafikkarten sein, aber auch mit 30 Zentimeter Platz gibt es viel Auswahl auch bei sehr starken Grafikkarten. Beim CPU-Kühler sollte es 16 Zentimeter Platz geben, am besten 17 Zentimeter. Die Werte für die maximalen Grafikkarten-Längen und Kühler-Höhen findet ihr bei den Hersteller-Angaben zum Gehäuse oder auch bei Preisvergleichs-Websites.
Quelle: Phanteks
Für einen unserer Mittelklasse-PCs verwenden wir das 60 Euro teure Phanteks Eclipse P300, das eine Grafikkarten-Länge bis 33cm und eine Kühler-Höhe bis 16cm zulässt.
Der große E-ATX-Gehäusestandard ist für einen normalen Gaming-PC an sich unnötig. Wer wiederum ein besonders kleines Gehäuse will, schaut sich bei µATX-Modellen um oder setzt sogar auf Mini-ITX. Letzteres Format empfehlen wir aber nur denen, die genau wissen, was sie tun, und dabei auch eine gute Planung parat haben.
Denn selbst wenn bestimmte Grafikkarten-Längen oder CPU-Kühler-Höhen laut Hersteller passen, kann es zu eng werden, wenn man diese Werte ausreizt. Auch kann es Bedingungen geben, bei denen eine bestimmte Grafikkarten-Länge nur dann passt, wenn man zum Beispiel einen Lüfterplatz frei lässt. Zudem sind Mini-ITX-Mainboards im Vergleich zu dem, was sie bieten, sehr teuer.
Wir empfehlen daher ein ATX- oder µATX-Gehäuse. Je nachdem, welches Format das Gehäuse hat, könnt ihr auch beim Mainboard variieren: In ein ATX-Gehäuse passen auch µATX-Mainboards, die oftmals keine relevanten Nachteile zu einem fast identischen ATX-Modell haben, aber etwas günstiger sein können.
In ein µATX-Gehäuse passen aber nur Mainboards im µATX-Format oder noch kleiner hinein. Da es auch sehr kleine ATX-Gehäuse gibt, ist es aber nur selten sinnvoll, sich extra ein µATX-Mainboard zu suchen, das wiederum groß genug für Gaming-Grafikkarten ist. ATX ist daher am Ende unser klarer Kauftipp beim Gehäuse, beim Mainboard ist es µATX oder ATX.
