Gaming-PC zusammenstellen: Tipps und sechs PC-Beispiele von 600 bis 2200 Euro

Special Antonio Funes
Gaming-PC zusammenstellen: Tipps und sechs PC-Beispiele von 600 bis 2200 Euro
Quelle: LC-Power

Wir haben für euch sechs Gaming-PCs mit Preisen von etwa 600 bis 2200 Euro zusammengestellt. In unserem Special gibt es aber auch einige Tipps dazu, welche aktuellen Gaming-CPUs zu empfehlen sind. Wir erklären auch, welche Normen es zum Beispiel für Gehäuse und Mainboards gibt, zudem erfahrt ihr, was ihr bei der Auswahl einer passenden SSD beachten solltet.

Seit wenigen Tagen sind die neuen Ryzen 7000-CPUs auf dem Markt und haben die Ära von AMDs Sockel AM5 eingeläutet- für uns ein guter Zeitpunkt, euch einige PC-Zusammenstellungen zu präsentieren, die für Gaming gut geeignet sind und dabei ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis bieten - obwohl ausgerechnet die neuen Ryzen-CPUs gar nicht mit dabei sei werden, wir ihr später noch erfahren werdet. Wir haben dazu nicht nur sechs Beispiel-PC zusammengestellt, sondern geben euch einige allgemeine Tipps, die euch dabei helfen sollen, einen neuen PC zusammenzustellen oder euren vorhandenen PC aufzurüsten.

Ebenfalls nicht mit dabei sind die neuen GeForce RTX 4000-Grafikkarten. Die GeForce RTX 4090 wird am 12. Oktober im Handel zu haben sein, die RTX 4080 folgt im Laufe des Novembers. Auch bei AMD steht vermutlich schon bald die erste neue RDNA3-Grafikkarte an, mutmaßlich Radeon RX 7900XT benannt. Doch warum warten wir nicht zumindest den Release der RTX 4090 noch ab? Der Grund ist recht einfach: Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, vor allem auf das Verhältnis aus Preis und Leistung zu achten. Die ersten kommenden Grafikkarten werden aber so teuer sein, dass selbst die Versprechungen seitens Nvidia zur Leistung diese Kosten bei weitem nicht aufwiegen.

Denn die GeForce RTX 4090 wird mit einer Preisempfehlung von satten 1940 Euro in die Läden kommen. Bei Grafikkarten setzen wir hingegen maximal 900 Euro für unsere PC-Zusammenstellungen an. Warum genau die neuen Ryzen 7000-CPUs bei uns heute noch keine Rolle spielen, erfahrt ihr in unserem ersten Abschnitt, in dem wir auch allgemein die aktuell empfehlenswerten CPUs vorstellen wollen.

Empfehlenswerte CPUs: Sockel AM5 mit Startproblemen

Gerade erst sind die ersten Zen 4-CPUs für den neuen Sockel AM5 von AMD erschienen, die für sich genommen enorm stark sind, wie ihr auch in unserem großen Special zu Ryzen 7000 lesen könnt. Aber: Die Kosten rund um den Sockel AM5 sind aktuell aber noch viel zu hoch. Kompatible Mainboards gibt es derzeit nicht unter 320 Euro, beim erforderlichen DDR5-RAM sind Aufpreise von 70 bis 100 Prozent im Vergleich zur gleichen Menge des bisher als Standard geltenden DDR4-Ram zu berappen.

Mainboards für den Sockel AM5 wie dieses ASRock X670E PH Lightling gibt es aktuell erst ab 320 Euro. Quelle: ASRock Mainboards für den Sockel AM5 wie dieses ASRock X670E PH Lightling gibt es aktuell erst ab 320 Euro. Zum Vergleich: Beim Sockel AMD AM4 gibt es schon ab 80 Euro ordentliche, ab 160 Euro sehr gute Mainboards. Beim Intel-Sockel 1700 sieht es ähnlich aus, wobei Übertakter in jedem Falle mindestens 160 Euro bezahlen müssen - was immer noch die Hälfte des derzeit günstigsten AM5-Mainboards ist. Beim RAM könnt ihr beim Sockel AM4 immer DDR4-RAM nehmen, beim Sockel 1700 hängt es vom Mainboard ab, aber beim Griff zu einem der vielen DDR4-Modelle hat man freilich ebenfalls das Einsparpotenzial im Vergleich zu DDR5-RAM. Tests zeigen, dass man in Spielen nur einen sehr geringeren Vorteil hat, wenn man eine Sockel 1700-CPU mit einem DDR5- statt DDR4-Mainboard und dem entsprechenden Speicher kombiniert.

Dies alles führt dazu, dass ein Paket aus CPU, Mainboard und RAM beim Sockel AM5 so teuer ist, dass sich so ein Setting selbst dann kaum lohnt, wenn ihr ohnehin im hochpreisigen Sektor unterwegs sein wolltet. Keiner unserer sechs PCs wird daher auf den Sockel AM5 setzen. Für Gaming-PCs sind aktuell vor allem die Ryzen-Modelle 5600X, 5700X und 5800X zu empfehlen, die zwischen 190 und 290 Euro zu haben sind. Für Enthusiasten setzt der Ryzen 7 5800X3D (460 Euro) noch mehr Gaming-Power drauf, wobei der Aufpreis gemessen an der Mehrleistung zu hoch ist. Auf Seiten von Intel sind der Core i5-12600KF und Core i7-12700KF zu nennen, wobei nur ersterer ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Unterhalb des Ryzen 5 5600X sind bei Intel noch der Core i3-12100F und für einen absoluten Budget-PC der Core i5-10400F oder gar Core i3-10100F (beide Sockel 1200) zu nennen. Welche dieser CPUs in unseren Beispiel-PCs stecken, erfahrt ihr später. Zuerst kommen wir zu einigen allgemeinen Tipps rund um die Auswahl von PC-Bauteilen.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Einleitung und Prozessoren-Auswahl
  2. Seite 2 Gaming-PCs: Normen für Bauteile und deren Maße
  3. Seite 3 Gaming-PCs:Tipps zu SSDs und zwei Einsteiger-PCs
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Je zwei Mittelklasse- und High-End-PCs
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