Hat ein Rennspiel Obama zum US-Präsidenten gemacht? Spionieren uns Spieleserver aus? Die ganze Wahrheit über In-Game-Advertising!
Werbung in Spielen: Werbung auf Gefühlsebene
Werbung in Spielen wird, das ist eine der überraschendsten Erkenntnisse der aktuellen Wirkungsforschung, nicht zwingend als störend empfunden. Dies ist neben den vergleichsweise niedrigen Kosten für den Werbenden und der relativ genau definierten Zielgruppe einer der großen Vorteile der neuen Werbeplattform im Vergleich beispielsweise zu Fernsehspots. Während Zuschauer von der Dauerberieselung schon abgestumpft auf die Werbebotschaften reagieren oder Werbeblöcke für eine Pinkelpause nutzen, werden Product Placements in Games eher beachtet, weil sie noch immer relativ selten und daher ein Hingucker sind.
Ein weiterer Reiz für die Werbenden: Beim Spiel sind Menschen oft emotional stärker eingebunden als beim passiven Fernsehkonsum, was neben der Leidenschaft für das Spiel auch die Leidenschaft für eingeblendete Produkte wecken könnte. So weit zumindest die These der neuen Goldgräber …
Dennoch gibt es ein paar ungeschriebene Gesetze, damit Werbung in Spielen funktioniert. In-Game-Advertising muss zur Atmosphäre, zum Setting und zur Zielgruppe des Games passen. Spielt ein MMORPG im finsteren Mittelalter, sollte auf dem Schild am Wegesrand nicht unbedingt ein neuer Flachbildfernseher beworben werden. Auch geht Werbung für Damenbinden in einem martialischen Army-Shooter vermutlich an der Kernzielgruppe vorbei.
Auf der nächsten Seite geht's weiter.
