Im Jahr 1958 haben wir angefangen, jetzt wird es Zeit, unsere große Historie über Videospiele mit den Jahren 1998 bis 2008 zu vollenden. Dort lest ihr, wie die 3D-Technik ihren Siegeszug feierte und, wie Nintendo eine wahre Revolution eingeleitet hat.
Der erste Schritt zu neuen Zielgruppen
Quelle: Lucasarts
Star Wars: Knights of the Old Republic
Nur zwei Jahre nach dem Start der PS2 ist Sony die Marktführerschaft nicht mehr zu nehmen. Trotzdem will der Konzern mehr. Erster Auswuchs dieser Strategie ist eine Gemeinschaftsproduktion von Sony London und dem Zubehörhersteller Logitech im Jahr 2003. Dieser liefert eine Webcam, die an die PS2 angesteckt wird, das dazugehörige Spiel ist eine Sammlung kleinerer Games, die ausschließlich mit Gesten gesteuert werden: EyeToy Play ist geboren und auf einmal ist die Konsole partytauglich. Jede Menge Leute hampeln vor der Konsole hin und her und messen sich in mehreren Disziplinen. Insgesamt erscheinen bis 2006 18 Spiele für die Kamera. Wer es lieber traditionell mag, kommt 2003 nicht an Prince of Persia vorbei. Ubisoft erweckt den Prinzen erneut zum Leben, setzt ihn in eine 3D-Welt, ohne aber die Tugenden des Originals zu ignorieren. So überzeugt Prince of Persia durch ein perfekt ausbalanciertes Konzept aus Geschicklichkeit, Rätseln und Schwertkämpfen, das eine einzigartige Atmosphäre und frische Ideen bietet und den legendären Wandlauf einführt. Der Gewinner des Jahres ist aber ohne Zweifel der aktuelle Teil von EAs Rennspielserie Need for Speed: Underground. Erstmals schiebt EA das Genre in Richtung der amerikanischen Tuningszene und illegalen Straßenrennen. Diese Idee trifft den Nerv der Zeit und wird bald von anderen Herstellern aufgegriffen.
World of Warcraft
Bereits 1998 sorgte Bioware mit Baldur's Gate für großes Aufsehen. 2003 folgt der Ritterschlag für das Unternehmen. BioWare veröffentlichen in Zusammenarbeit mit LucasArts das erste echte Rollenspiel im Star Wars-Universum Star Wars: Knights of the Old Republic, das wieder zu den Wurzeln der ersten Computer-RPGs zurückkehrt und die Regeln klassischer Pen&Paper-Rollenspiele adaptiert. Die spielerische Freiheit hält, soweit möglich, im Genre Einzug, und der Charakter kann sich im Laufe des Abenteuers in Richtung dunkle oder helle Seite der Macht entwickeln. Diese Wahl muss der Spieler beim Straßenfeger der folgenden Jahre bereits zu Beginn, also bei der Charaktererstellung, treffen. World of Warcraft von Blizzard ist im Gegensatz zu allen anderen Titeln aus dem Universum kein Echtzeitstrategiespiel, sondern ein MMORPG. Wie bei Blizzard inzwischen üblich, ist auch World of Warcraft extrem erfolgreich und vereint während der folgenden Jahre in Spitzenzeiten fast zwei Drittel aller, die sich überhaupt in Online-Rollenspielwelten herumtreiben.
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