Diablo 4: Erfüllt es die hohen Erwartungen? Das sagen unsere Tester zur Beta

Special Felix Schütz
Diablo 4: Erfüllt es die hohen Erwartungen? Das sagen unsere Tester zur Beta
Quelle: PC Games

Trotz Online-Sorgen der Klopper von morgen? Unser Team hat sich Tag und Nacht durch die Beta von Diablo 4 gekämpft und alles rausgeholt, was es bislang zu spielen gab. Hier ziehen wir ein erstes Fazit: Was hat uns gefallen, wo hat uns Diablo 4 überrascht? Wo sehen wir noch Probleme? Und was muss Blizzard bis zum Release in den Griff bekommen?

Der spannendste Handwerker dürfte aber der Okkultist sein. Hier könnt ihr aus legendären Gegenständen ihren besonderen Affix extrahieren, den ihr dann als einen Gegenstand im Inventar erhaltet. Damit könnt ihr dann ein gutes, gelbes Item (Rare) zu einem neuen Legendary aufwerten, wenn ihr das wollt. Indem ihr die optionalen Dungeons auf der Weltkarte durchspielt, erhaltet ihr außerdem weitere legendäre Affixe, die dann automatisch in einem Codex abgespeichert werden. Auch diese Eigenschaften dürft ihr beim Okkultisten auf gelbe Items anwenden und euch so eure Ausrüstung nach Maß bauen. Was ihr in der Beta allerdings noch nicht finden werdet: Grüne Set-Gegenstände und Runen. Sets hat Blizzard im Laufe der Entwicklung rausgekickt, da es mit Legendarys und Uniques schon mehr als genug zu sammeln gibt, um individuelle Builds zu gestalten. Sie könnten aber vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt ins Spiel zurückkehren. Ein ähnlicher Fall ist das Runensystem. Das war ursprünglich an Diablo 2 angelehnt, sollte diesmal aber deutlich komplexer ausfallen, zum Beispiel mit Runen, die einander beeinflussen. Auch diese Mechanik musste vorerst weichen, allerdings plant Blizzard noch, das Feature später noch einzubauen.

Mit ordentlich Loot und einem soliden Talentbaum entwickelt ihr eure Helden weiter. Quelle: PC Games Wuchtige Kämpfe, ein zugängliches Klassensystem und motivierende Beute sorgen wieder für das typische Diablo-Feeling.


Meinung


Mit dem Charaktersystem von Diablo 3 hatte sich Blizzard damals keine Freunde gemacht: zu simpel, zu oberflächlich lautete das Urteil der Fans. Mit dem Loot 2.0-Update und Kanais Würfel besserte sich die Laune zwar erheblich, doch man wusste: Diablo 4 muss hier kräftig nachlegen. In der Beta könnt ihr eure Helden nur bis Level 25 aufsteigen lassen - das ist nicht viel, reicht aber schon aus, um sich mit den neuen Talentbäumen zu beschäftigen. Die sind nun für jede Klasse in indivudelle Talentgruppen unterteilt, wobei jede Gruppe aus mehreren Skills und passiven Boni besteht. Hier trifft man grundlegende Entscheidungen für jeden Build, da man nur über die sechs üblichen Skill-Slots verfügt und ohnehin nie genug Punkte hat, um alles zu lernen. Wer sich zum Beispiel zwischen Feuer- oder Eismagier entscheiden will, erledigt das hier. Prima dabei: Mit einem Rechtsklick könnt ihr Talentpunkte gegen etwas Gold zurückkaufen, auf Wunsch erhaltet ihr auch alle Punkte auf einen Schlag zurück. Dadurch kann man sehr schnell einen neuen Build ausprobieren (Respec), das klappt auch unterwegs. Auch werdet ihr in der Beta schon jede Menge Items finden, die entweder eure Talente verstärken oder zum Teil stark verändern - das kennt man aus Diablo 3.

Erst auf hohen Levelstufen steigen die Respec-Kosten deutlich. Trotzdem soll das Zurücksetzen immer bezahlbar bleiben. Quelle: PC Games In der Beta könnt ihr bis Level 25 aufsteigen. Neu dagegen: Jeder Klasse verfügt nun über eine eigene Mechanik, die sie noch weiter von anderen Helden abgrenzen soll. Der Barbar beherrscht etwa Waffenexpertise, durch die er im Laufe der Zeit immer stärker wird, je mehr Waffengattungen er benutzt.


Meinung


Was ihr noch nicht in der Beta spielen könnt, ist das, was nach Level 50 kommt: Ab hier wird nämlich das neue Paragonsystem freigeschaltet, in dem ihr euch dann weitere 50 Level austoben könnt. Hier warten massenhaft kleine und große Upgrades darauf, freigeschaltet zu werden - und damit könnte Diablo 4 einen guten Mittelweg zwischen Zugänglichkeit (durch das simple Talentesystem) und Komplexität im Endgame finden.

Der Weltboss Ashava ist alleine nicht zu schaffen, hier müsst ihr euch mit anderen Spielern zusammenschließen. Quelle: PC Games Der Weltboss Ashava ist alleine nicht zu schaffen, hier müsst ihr euch mit anderen Spielern zusammenschließen. Und wo wir gerade beim Endgame sind: Diablo 4 will hier deutlich mehr bieten als die Vorgänger. Vier Schwierigkeitsgrade stehen zur Wahl, ab der dritten Stufe (Level 50 bis 70) werden neue Höllenfluten-Events freigeschaltet, außerdem wird es Albtraumdungeons geben, die ihr euch mit Siegeln euren Wünschen anpassen könnt. Hinzu kommen noch ein neues Quest-System, imposante Weltbosse (den ersten dürft ihr schon in der Beta bekämpfen) und natürlich PvP, wobei das nur in bestimmten Gebieten - den Feldern des Hasses - möglich ist. Eine Übersicht mit all den Inhalten, die ihr in der Beta noch nicht spielen könnt und die erst in der Vollversion verfügbar sind, haben wir hier für euch.

Ein weiterer Punkt, der in der Beta noch fehlt: Der Ingame-Shop und der kostenpflichtige Premium-Battle-Pass. Diablo 4 wird Ingame-Käufe bieten, allerdings hat Blizzard deutlich gemacht, dass man im Shop ausschließlich kosmetischen Kram kaufen kann, zum Beispiel neue Rüstungs- oder Waffendesigns. Spielerische Vorteile wie Lootboxen, Ressourcen oder Booster soll es ausdrücklich nicht geben. Auch der Premium-Battle-Pass soll es euch nur ermöglichen, kosmetische Upgrades zu erhalten, auf das Gameplay wirkt er sich laut Blizzard nicht aus. Da wir den Shop aber noch nicht ausprobieren konnten, wissen wir auch nicht, ob sich die kosmetischen Upgrades am Ende störend auf die Atmosphäre auswirken könnten. Und natürlich sind die Fans bei Blizzards Mikrotransaktionen vorsichtig geworden - schließlich hatte man schon für Diablo Immortal versprochen, dass es kein Pay2Win geben soll. Im Test zu Diablo Immortal wurde uns aber schnell klar, dass das Gegenteil der Fall ist. Da muss Blizzard also noch einiges an Vertrauen zurückgewinnen.

Die Open Beta von Diablo 4 startet am Freitag, dem 24. März - genaue Termine, Uhrzeiten und mehr findet ihr hier in unserer großen FAQ. Für die Open Beta benötigt ihr keine zusätzliche Anmeldung oder einen Key, das Spiel steht an diesem Wochenende allen offen, die es kostenlos antesten wollen. Die Open Beta unterstützt Crossplay und Cross Progression, ihr könnt also auf jeder Plattform spielen, die ihr wollt. Diablo 4 ist für PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series S/X verfügbar -hier haben wir für euch ausprobiert, wie gut sich die Technik auf den schwächeren Konsolen schlägt.

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