Cyberpunk 2077: Bilder und Vergleich-Benchmarks mit Raytracing und DLSS
Special
Cyberpunk 2077 zeigt sich auf PCs mit einer tollen Optik. Wer zudem noch eine RTX-Grafikkarte von Nvidia hat, kann Raytracing für mehr und bessere Grafikdetails sowie DLSS zur Entlastung des PCs nutzen. Wir haben Vergleichsbilder und Benchmarks erstellt, um zu zeigen, inwiefern sich die beiden Techniken von Nvidia lohnen.
Cyberpunk 2077: Raytracing und DLSS - jetzt auch mit RTX 3090
In unserem Special geht es um die Grafik von Cyberpunk 2077, und zwar im Speziellen um Raytracing. Dabei geht es um die Optik, wobei wir größere Slider-Bild-Vergleiche vorbereitet haben, aber auch direkt auf dieser Seite schon zwei Bilder platziert haben, auf denen wir einen Vergleich bieten. Es geht natürlich auch um die Frage, was Raytracing an Leistung kosten kann. Wir blicken aber auch auf Nvidias DLSS, welches die Hardware durch KI-Informationen entlasten soll.
In diesem Artikel
Vorgesehen war für unser Special eigentlich ein PC mit einer Nvidia GeForce RTX 3090 - der PC war aber leider im weihnachtlichen Paketetrubel bei einem großen Logistikanbieter fehlgeleitet worden und kam nicht mehr rechtzeitig zum Redaktionsschluss an.
Hinweis 5.Januar 2021: Der PC mit der GeForce RTX 3090 ist inzwischen bei uns angekommen - die Messwerte und Infos haben wir auf einer neuen zusätzlichen Seite des Artikels (Seite 5) zusammengefasst.
Quelle: Screenshot Antonio Funes
Rechts seht ihr die Szene inklusive Raytracing. Das Licht an der Decke (1) und der Wand (3) ist realistischer, es gibt Reflexionen am Boden (2 und vor allem 5, wo das Wandgitter sich spiegelt), Licht und Schatten bei Gesicht und Hals sind aufwendiger berechnet.
Ersatzweise haben wir einen PC mit einer Nvidia GeForce RTX 2060 Super benutzt, die rein vom grafischen Endergebnis einer RTX 3000er-Grafikkarte ins Nichts nachsteht, da sie ja ebenfalls Nvidias Raytracing beherrscht. Natürlich sind aber die resultieren FPS-Werte (Bilder pro Sekunde) deutlich geringer als bei einem der neuen RTX 3000er-Modelle, erst recht als bei der RTX 3090. Die Werte zu letzterer Karte liefern wir noch nach, sobald der PC uns erreicht hat und wir die Tests auch auf diesem PC durchführen konnten.
Raytracing - warum es viel Leistung kostet
Beim Raytracing werden Strahlen zurückverfolgt, die von der Kamera aus in die 3D-Szene hineingehen. Pro Pixel, das später auf dem Monitor erschient, ist es je ein Strahl. Sobald ein solcher Strahl auf einen Gegenstand trifft, wird auf Basis von dessen Material, Farbe, Licht und weiteren Aspekten berechnet, in welcher Farbe das entsprechende Pixel dargestellt wird.
Doch das ist nicht alles: es wird auch beachtet, wohin der Strahl reflektiert wird. Auch dort wird nachgeprüft, wann und welche Art von Objekt als nächstes im Weg ist. Dadurch werden auch Einflüsse von Objekten und Lichtquellen mit eingerechnet, die im späteren Bild überhaupt nicht zu sehen sind. Durch Raytracing kann das Endergebnis daher sehr realistisch aussehen - doch es benötigt auch sehr viel Leistung. Bei 3D-Verfahren für Spiele wird die Grafik deutlich simpler berechnet, und für mehr Realismus halten oftmals Tricks her, die zwar nicht ganz realistisch beziehungsweise in physikalischer Hinsicht korrekt sind, aber sehr viel Rechenpower sparen.
Quelle: Screenshot Antonio Funes
Im oberen Bild sehr ihr, dass mit Raytracing überhaupt erst Spiegelungen und Reflexionen in der Fensterfront hinzukommen - bei 1 sind es Stehlampen, bei 3 ein Aquarium und bei 4 eine Lampe sowie auch Teile der Boden- und Fensterleisten, die sich spiegeln, Bei 2 wird der Schatten anders dargestellt.
Durch Nvidias RTX-Technologie ist es Spieleentwicklern seit dem Release der RTX-Grafikkarten der 2000er-Genration möglich, Raytracing in Spiele einzubauen. Dabei geht es allerdings nicht darum, die komplette 3D-Szene zu raytracen. Es wäre trotz der spezialisierten Module der RTX-Grafikkarten immer noch viel zu aufwendig, um genug Bilder pro Sekunde für Gaming zu erzielen. Aber die Spieleentwickler können für bestimmte Zusatzeffekte Raytracing nutzen, zum Beispiel für eine korrektere Schattenberechnung, eine realistische Umgebungsverdeckung oder realistischere Reflexionen. All dies ermöglicht potenziell eine Verbesserung der Atmosphäre, obgleich oftmals erst im direkten Vergleich von Screenshots auffällt, was genau Raytracing nun anders macht.
Wir schauen uns im Rahmen unseres Specials einige Vergleichsbilder mit aktiviertem sowie ohne Raytracing an, aber natürlich prüfen wir auch, wie viel Leistung es kostet., Raytracing zu nutzen. Gerade bei der von uns verwendeten Nvidia GeForce RXT 2060 Super braucht man kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass es viel Leistung kosten wird. Denn die Grafikkarte ist, abgesehen von der normalen RTX 2060, das schwächste Modell von Nvidia, was Raytracing angeht, und hat weniger Raytracing-Kerne als die RTX 2070 und stärkere 2000er-Modelle sowie auch als die Modelle der neuen RTX-3000er-Reihe. Bietet. Umso interessanter wird das zweite Thema für uns sein: DLSS, das wir uns nach dem Themenblock Raytracing ebenfalls vornehmen.
