Eine große, vollgestopfte Welt sorgt natürlich für einen enormen Erkundungsdrang. Hier braucht sich Crimson Desert auch nicht vor Skyrim zu verstecken.
Allgemein ist die Welt von Crimson Desert ein absoluter Pluspunkt. Zwar verfolgen die NPCs keine detaillierten Tagesabläufe und Shops sind rund um die Uhr offen, doch das Spiel schafft es trotzdem, eine nachvollziehbare und überzeugende Welt zu erschaffen. Gerade in den Städten pulsiert das Leben und es laufen euch zahlreiche NPCs über den Weg, die alle ihre kleinen und großen Animationen haben. Das sieht richtig schick aus und trägt deutlich zur Atmosphäre bei.
Open World von Crimson Desert begeistert
Zusätzlich dürfen wir uns auch in mehreren Minispielen austoben. In der Kneipe etwa können wir uns im Armdrücken versuchen oder uns auf dem Feld vor der Stadt im Bogenschießen messen. Sehr cool ist auch, dass sich manche Gebiete mit der Hauptquest verändern. Ab einem bestimmten Zeitpunkt war etwa eine Gesandtschaft eines fremden Landes zu Besuch, und für die Dauer der Quest war die Stadt voll mit Gauklern, Luftballons und Konfetti. Da stecken viele Details drin.
Quelle: PC Games
Hier hat man lange zu tun. Erst nach 30 Stunden und mehr haben wir so langsam begonnen, die Grenzen des Startgebietes zu überschreiten. Wohlgemerkt ohne alle Quests erledigt zu haben.
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Doch auch in der Natur fühlt sich Pywel einfach enorm lebendig an. Nicht nur findet man auf den Wegen und Straßen zwischen den Städten immer wieder kleine NPC-Grüppchen, die ihrem Tagwerk nachgehen, auch die Tierwelt ist riesig und artenreich. Von Nutztieren wie Kühen und Pferden über unzählige Vogelarten in den Büschen bis hin zu Bären, Wölfen und anderen Raubtieren kreucht und fleucht es überall.
Obendrauf gibt's auch noch Hunde und Katzen, die ebenfalls eine Zuneigungsleiste haben. Hier ist die sogar nützlich! Wer Hund oder Katze oft genug streichelt und füttert, hat ab da einen Begleiter, der einem netterweise den Loot von erledigten Gegnern aufsammelt. Und zumindest kleine und mittelgroße Tiere kann man einfach über die Schulter werfen und mitnehmen. Lasst euch da aber nicht vom Bauern erwischen.
Abseits davon finden sich überall kleinere und größere Rätsel, Artefakte, Ruinen, Häuschen und mehr. Der Erkundungsfaktor ist riesig. Da Crimson Desert aber nur wenig erklärt, muss man bei den Puzzles im Spiel schon sehr ordentlich den eigenen Grips anstrengen und herumexperimentieren. Das ist cool, denn seien wir mal ehrlich: Viele Spiele nehmen einen viel zu sehr an die Hand, da verfolgt Crimson Desert einen erfrischend anderen Ansatz. Dabei schießt es aber auch regelmäßig übers Ziel hinaus.
Crimson Deserts größte Stärke: Die Erkundung
Kurzes Beispiel: In der Nähe unseres Lagers haben wir einen Teleportpunkt gefunden. Der war aber noch nicht vollständig. In der näheren Umgebung war aber nichts zu finden. Erst einige Spielstunden später haben wir dann in einer optionalen Höhle an einer völlig anderen Stelle der Spielwelt das fehlende Teil gefunden. Da wären wir aber ohne eine bestimmte Fähigkeit, die erst im Verlauf der Hauptquest freigeschaltet wird, gar nicht herangekommen. Das muss man erst mal wissen.
Quelle: PC Games
Gerade im Sonnenlicht ist Crimson Desert wahnsinnig hübsch. Die Abyss-Ebene strahlt regelrecht.
Nichtsdestotrotz gehört die Erkundung der Welt in Crimson Desert zu den absoluten Stärken des Spiels. Überall gibt es was zu finden und zu gucken. Seien es jetzt die unterschiedlichen Klimazonen oder auch der Mix aus Mittelalter-Fantasy und Steampunk. Die Himmelsdimension des "Abyss" wird dann richtig abgefahren. Die sieht nämlich aus, als wären wir mitten in der Matrix gelandet. Wir haben immer wieder neue Dinge gefunden, die uns fasziniert haben.
Einen großen Teil der Faszination rund um die Welt von Crimson Desert macht aber natürlich auch die Technik hinter dem Spiel aus. Anstatt wie so viele andere Spiele nutzen die Entwickler hier keinen Grafikmotor von der Stange wie die Unreal Engine. Im Gegenteil: Man setzt voll auf eine hauseigene Entwicklung, was sich im Test als Volltreffer erweist.
Die Grafik kann sich sehen lassen
Pywel ist wunderschön und vor allem die Weitsicht ist wirklich enorm. Von Bergen aus kann man kilometerweit schauen und selbst in der Ferne noch viele interessante Dinge ausmachen. Die Vegetation ist weitreichend, dicht und abwechslungsreich. Die Wälder passen sich der jeweiligen Klimazone an.
Bildergalerie
Die Modelle von NPCs und Tierwelt sind detailliert, genauso wie die Landschaft und die Häuser und Türme der Städte. Kein Stein sieht aus wie der andere und das ist wirklich beeindruckend. Allerdings muss sich Crimson Desert auch ein wenig den Ruf der generischen Fantasy gefallen lassen. Gerade die mittelalterlichen Szenerien sind stilistisch eher Standard.
Auch die Beleuchtung kann sich wirklich sehen lassen. Wenn in Pywel die Sonne scheint, dann bleibt man einfach gern stehen und lässt die Umgebung auf sich wirken. Umso überraschter waren wir, als die Sonne dann weg war. Im Schatten wirkt die Welt nämlich auf einmal sehr viel flacher, was ein wenig schade ist. Ob ihr für die Grafik allerdings eine Niere loswerden müsst für eine neue Grafikkarte, klären wir auf Seite vier.
- Seite 1 Ein holpriger Start in Crimson Desert
- Seite 2 Die Welt ist Crimson Deserts größte Stärke
- Seite 3 Ungebändigter Erkundungsdrang in Crimson Desert
- Seite 4 Wunderschön und Anspruchsvoll: Die Technik von Crimson Desert
- Seite 5 Feature-Flut tut selten gut
- Seite 6 Großartige Kämpfe & frustige Steuerung in Crimson Desert
- Seite 7 frustrierende Bosskämpfe & eine schwierige Wertung
