Civ 7 im Mega-Test: Das neue Konzept geht super auf, wird aber nicht allen schmecken!
Test
Im Vorfeld waren die Zeitalterwechsel sehr umstritten. Im Test zeigt sich, das ist genau das Feature, was Civ 7 so gut macht. Aber gleichzeitig schwächelt das Strategiespiel an anderen Stellen.
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Audiovisuell eine Wucht
Wo Civ 7 aber absolut brilliert, ist der audiovisuelle Bereich! Der neue Look trifft perfekt die Mitte zwischen Comicgrafik und Realismus. Vor allem wie organisch Städte jetzt expandieren und zusammenwachsen sieht richtig klasse aus.
Die Einheiten sind auch super und mit vielen schönen Details animiert und die Naturkatastrophen machen echt was her. Nur einen kleinen Haken hat die Optik: Es ist auf den ersten Blick nicht mehr ganz so übersichtlich wie Civ 6. Aber nach einiger Eingewöhnung habe ich mich wieder gut auf der Karte zurechtgefunden.
Fast schon als starken Kontrast zu der schicken Spielgrafik setzen die Entwickler bei den Menüs dagegen auf einen sehr minimalistischen Look. Dadurch stechen sie etwas lieblos hervor.
Aus dem Vollen schöpft man dagegen wieder bei der Vertonung und Musikuntermalung. Die Hauptsprecherin ist auf Deutsch und Englisch super. Und auch die orchestrale Musik ist wieder ein absoluter Ohrenschmeichler. Die distinktiven Tracks für jede Zivilisation tragen beim Spielen sehr zur Atmosphäre bei und sind mir auch nach über 80 Stunden nicht aus den Ohren gequollen.
Quelle: PC Games
Civilization 7 im Mega-Test: Switch 2 Update - Das neue Konzept geht super auf, wird aber nicht allen schmecken! (49)
Gute Ergänzung für Langzeitspieler
Ein cooles Feature für Langzeitspieler sind die neuen Mementos und Legenden. Wenn ich bestimmte Herausforderungen beim Spielen erledige, erhalte ich für mein Profil aber auch für den gespielten Anführer Erfahrungspunkte. Zum Beispiel, wenn ich ein Zeitalter mit einem bestimmen Vermächtnispfad abschließe.
Dadurch schalte ich sogenannte Mementos und Legenden frei. Die Legenden entsperren einige Knotenpunkte in den Skill-Trees der Anführer. Mementos dagegen sind Boni, mit denen ich meinen gewählten Anführer bei Spielstart optional verbessern kann. Damit zum Beispiel meine Späher viel mehr Sichtweite haben oder ich direkt zu Spielstart zusätzliche Attributpunkte habe.
Dadurch motiviert Civ 7 noch mehr dazu, auch mal andere Anführer als seine Lieblinge zu spielen, um deren Mementos für zukünftige Partien zu ergattern. Für Spieler wie mich, die viele Hundert Stunden mit Civ verbringen, ist das eine spannende Ergänzung.
Erste Mehrspielererfahrungen
Die Mementos kann man übrigens auch im Mehrspielerpart verwenden. Den konnte ich auch schon ein paar Stunden lang ausprobieren und auch hier fällt sofort auf, dass es bisher enttäuschend wenig Einstellungen für die Lobbys gibt. So kann man zum Beispiel doppelte Anführer und Völker nicht deaktivieren und auch keine festen Teams einstellen.
Die Partien selbst liefen soweit stabil. Meinem Kollegen Daniel ist nur ein Mal das Spiel abgestürzt, er konnte aber problemlos wieder in die laufende Partie einsteigen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass alle Spieler für den Zeitalterwechsel wieder in der Lobby landen. Aber durch die neue Struktur ergibt das Sinn, da jeder sein neues Volk wählen und sogar die Mementos noch mal ändern kann.
Fans von großen Mehrspielerrunden müssen jetzt aber stark sein: Denn bei Partien, die nicht ausschließlich in der Moderne spielen, sind nur maximal fünf menschliche Spieler zum Release möglich. Die Entwickler wollen aber prüfen, ob man das zumindest für die PC-Version später noch erhöhen kann. Dafür werdet ihr direkt zum Start aber mit euren Freunden auf Konsolen zusammenspielen können, da Civ 7 volles Cross-Play unterstützt - bis runter zur Nintendo Switch.
Und wo wir gerade bei den Konsolenversionen sind, für die kann ich euch leider noch keine Einschätzung geben. Schlicht und einfach, weil wir in der Redaktion bis zur Umsetzung des Tests nur die PC-Version erhalten haben. Ein Update liefern wir euch baldmöglichst nach.
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Eine starke Neuausrichtung
Insgesamt hat sich der Mut der Entwickler gelohnt, mit Civ 7 eingefahrene Traditionen über Bord zu werfen und der 4X-Formel einen neuen Spin zu verpassen. Durch die Zeitalterwechsel, die Meilensteine und die Vermächtnisse bleiben Partien über ihre ganze Länge hinweg interessant. Gleichzeitig bietet Civ 7 viel Flexibilität, um die gewünschte Strategie umzusetzen.
Allerdings merkt man auch, dass Civ 7 noch etwas mehr Zeit für den letzten Feinschliff gebraucht hätte. Dadurch schrammt es in seinem aktuellen Zustand knapp an einer 9er-Wertung vorbei.
Wer aber eine traditionelle Spielerfahrung bevorzugt, sollte weiterhin bei bisherigen Civ-Teilen bleiben oder sich Spiele wie ARA: History Untold und Millennia mal ansehen. Denn wie viel Spaß ihr letztendlich mit Civ 7 haben werdet, steht und fällt damit, wie offen ihr für den Wechsel der Zeitalter und Völker seid. Ich freue mich jedenfalls sehr über diese Experimentierfreude und bin schon gespannt, wie sich Civ 7 in den kommenden Jahren weiterentwickelt!
Updates zu Civilization 7 auf der PS5 und Nintendo Switch lest ihr auf den nächsten zwei Seiten.
Habt ihr noch offene Fragen zu Civ 7 oder braucht Tipps? Dann schaut gern bei mir im Live-Stream auf Twitch vorbei - dort streame ich regelmäßig Civ 7 und widme mich verrückten Challenges. Oder schreibt einfach hier in die Kommentare. Verratet mir auch gern, mit welchem Volk und Anführer ihr eure erste Partie starten werdet. Bei mir war's Konfuzius mit der Han-Dynastie für die volle Packung Forschung. Transparenzhinweis: Die Testversion des Spiels wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.
