Banishers Ghosts of New Eden: So lang hat uns lange kein Spiel mehr beschäftigt!
Test
Mit Banishers: Ghosts of New Eden liefern die Macher von Life-is-Strange-Macher eines ihrer besten Spiele ab, das uns mit herzzerreißenden Entscheidungen und einer tollen Atmosphäre lange im Gedächtnis bleiben wird.
Liebe, Trauer, Hass: drei Emotionen, die es schaffen, uns Menschen ans Äußerste bringen. Drei Emotionen, die uns aber auch zu furchtbaren Taten treiben können. Drei Emotionen, die in Banishers: Ghosts of New Eden im Mittelpunkt stehen.
Das neue Action-Rollenspiel von Don't Nod, den Life-is-Strange & Jusant-Machern, liefert knackige Kämpfe und herzzerreißende Entscheidungen und damit eines der besten Spiele des Studios und vielleicht sogar einen Anwärter auf das beste Spiel des noch jungen Jahres.
Was ist man zu geben bereit?
Im Jahr 1695 machen sich Antea Duarte und ihr Schüler Red Mac Raith auf in die Neue Welt. Sie folgen dem Hilfegesuch ihres alten Freunds Charles Davenport. Er benötigt dringend Unterstützung, denn die Stadt und die gleichnamige Umgebung New Eden werden von einem Geist heimgesucht. Antea und Red sind Banishers.
Sie reisen durch die Lande und helfen Menschen, die von Geistern heimgesucht werden, diese wieder loszuwerden. Kurz gesagt: Sind sie die Ghostbusters ihrer Epoche. Zusätzlich gehen die beiden auch als Liebespaar während der Geisterjagd durch dick und dünn.
In New Eden angekommen, ist die Situation bereits viel weiter eskaliert, als angenommen. Ihr Freund Charles wurde ermordet und schnell stellt sich heraus, dass New Eden von einem Nachtmahr heimgesucht wird, einer der gefährlichsten Geisterformen. Das bekommen die Banishers auch rasch selbst zu spüren.
Nach einem ersten Trip durch die Stadt wird Red von dem Albtraum in eine Falle gelockt. Antea versucht, ihn zu retten, doch sie bezahlt dafür mit ihrem Leben und lässt Red alleine zurück. Dieser wird ins Meer geschleudert, aber von einer geheimnisvollen Person gerettet.
Quelle: Don't Nod Entertainment
Am Boden zerstört über den Verlust seiner Seelengefährtin denkt er erst, die Trauer raubt ihm den Verstand, denn auf einmal hört er Anteas Stimme im Wind. Doch schnell wird klar: Er ist nicht wahnsinnig, er wird jetzt selbst heimgesucht.
Anteas Geist ist durch die Umstände ihres Todes nicht auf die andere Seite übergegangen, sondern an Red und an die Welt der Lebenden gebunden. Getrennt, aber dennoch vereint, müssen sie mit dieser grausamen Realität umzugehen und ihre Möglichkeiten abzuwägen lernen.
Soll Antea von ihrem Geisterdasein erlöst werden und in das Reich der Toten übergehen? Es gibt eine weitere Möglichkeit: Banisher verfügen über das Wissen bezüglich eines Rituals zur Wiederbelebung. Red könnte Antea also auch zurückholen. Dafür muss er aber so viele Seelen der Lebenden wie möglich für sich beanspruchen - sprich: Er muss morden.
Quelle: Don't Nod Entertainment
Startschwierigkeiten
Bevor jetzt jemand "Spoiler" unter diesen Test kommentiert, geben wir Entwarnung. Mit dieser Prämisse und dem Storyeinstieg wurde vom Hersteller schon im Vorfeld des Releases geworben und all das passiert innerhalb der ersten Spielstunde.
Es ist sehr eindeutig, dass die Entwickler ihr Spiel von diesem Punkt aus konzipiert haben und auch schleunigst dahin kommen wollten. Das ist allerdings schade, denn dadurch fehlt schlicht die Zeit, sich als Spieler mit den Charakteren und ihrer Beziehung zueinander zu identifizieren.
Bildergalerie
Anteas Tod geschieht abrupt, sodass wir an diesem Punkt wenig emotional gepackt waren. Hier hätten wir uns ein bisschen mehr Feingefühl gewünscht. Banishers: Ghosts of New Eden (jetzt kaufen 40,39 € / 44,99 € ) verspielt dadurch Potenzial, obwohl es doch so viel Wert auf seine Erzählung legt. Glücklicherweise spiegelt dieser etwas holprige Anfang nicht den Rest des Spiels wider. Im Gegenteil, ziehen die Geschichte und vor allem die Charakterentwicklung später deutlich an.
