Banishers: Ghosts of New Eden:

Test Carlo Siebenhüner
Cover-Artwork von Banishers mit Red & Antea
Quelle: Don't Nod Entertainment

Mit Banishers: Ghosts of New Eden liefern die Macher von Life-is-Strange-Macher eines ihrer besten Spiele ab, das uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Gefällt uns ein gefundenes Ausrüstungsstück, dann können wir das auch weiter benutzen, wenn seine Werte eigentlich zu schwach geworden sind. Mittels Crafting-System können wir Ausrüstung in sieben Stufen aufwerten.

Die Materialien dafür sammeln wir in der Spielwelt auf, sacken sie von besiegten Gegnern ein oder kaufen sie schlicht bei Händlern. Das ist äußerst befriedigend, denn so bleibt auch unsere Startwaffe im Endgame noch wertvoll.

Die Gefahr, die von Gegnern ausgeht, ist ein zweischneidiges Schwert. Laufen wir in Gebiete mit zu starken Gegnern, dann spüren wir das auch. Gleichzeitig leveln die Feinde aber auch mit, und wegen des Backtrackings sind wir regelmäßig in bekannten Gebieten unterwegs.

Unsere Gegner sind dann zwar etwas leichter zu besiegen, aber trotzdem kein Kanonenfutter. Wer mit solchen Systemen gar nichts anfangen kann, könnte hier enttäuscht werden. Uns hat das System allerdings kein Stück gestört.

Der Ausrüstungsbildschirm Quelle: Don't Nod Entertainment

Ein Tick Feinschliff

Einen letzten kleinen Kritikpunkt müssen wir allerdings noch erwähnen. Banishers hat uns zwar wie lange kein anderes Spiel mehr in seinen Bann gezogen, allerdings sind uns dabei immer wieder kleine technische Unzulänglichkeiten aufgefallen.

So ist die Spielwelt sehr schick designt und auch die Beleuchtung kann sich sehen lassen. Allerdings geht diese Qualität auf Kosten der Performance. Auf PS5 und den Xbox-Series-Konsolen läuft das Spiel grundsätzlich flüssig. Allerdings schwankt die Framerate. Vor allem in den kurzen Zwischensequenzen, wenn wir ein Ritual ausführen oder am Lagerfeuer rasten, ist das auffällig.

Auf der Series X haben wir außerdem Nachladeruckler erlebt, wenn wir durch die Spielwelt gezogen sind. Wir sind uns aber recht sicher, dass das mit der Quick-Resume-Funktion auf der Konsole zu tun hat. Einmal das Spiel neu gestartet, und das Problem war erledigt.

Ein Fort in den bergen Quelle: Don't Nod Entertainment Ansonsten sind NPC-Gesichter in Dialogen recht steif, gelegentlich gibt es kleine Grafikbugs und die Kamera zittert gerne mal, wenn wir uns durch Felsspalten quetschen. Das sind nur Kleinigkeiten, aber mit etwas mehr Zeit für den Feinschliff hätte man diese vermeiden können. Der Day-One-Patch konnte da etwas nachbessern. Ganz ausgeräumt sind die aufgezählten Sachen aber nicht.

Stundenlang versunken

Diese kleinen Problemchen sollten nicht vom großartigen restlichen Paket ablenken, das Don't Nod hier mit Banishers: Ghosts of New Eden abliefert. Style und Atmosphäre sorgen für ein tolles Fantasy-Erlebnis, in dem man sich bestens verlieren kann. Es gab regelmäßig Momente, in denen wir eigentlich nur eine Nebenquest erledigen wollten, dann aber doch wieder stundenlang in New Eden versanken.

Selten haben wir so lange über Entscheidungen gebrütet und so sehr unsere eigenen Ziele hinterfragt. Nur wenige Spiele konfrontieren uns so geschickt mit konstantem Zweifel, ob unsere Entscheidungen richtig sind.

Wertung zu Banishers: Ghosts of New Eden (XSX)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Banishers: Ghosts of New Eden (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Banishers: Ghosts of New Eden (PS5)

Wertung:

9.0 /10
Fazit

Wenn ein Spiel uns noch nach dem Abspann so lange im Gedächtnis bleibt, hat es eine Menge richtig gemacht. Banishers packt uns mit knackigem Gameplay, tollen Geschichten, schwierigen Entscheidungen.

Selbst nach dem Abspann hat uns Banishers noch eine ganze Weile beschäftigt. Aber so ist das nun einmal, wenn so viel Herzblut in ein Spiel gesteckt wird, das so genial mit Emotionen hantiert und Liebe, Trauer und Hass zu einem Gaming-Erlebnis der Güteklasse A macht. Transparenzhinweis: Die Version des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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