Für das neue Alice: Madness Returns haben wir die Entwickler Spicy Horse Games in Shanghai besucht und ein Interview mit Entwicklerlegende American McGee geführt.
Sie haben viel davon gesprochen, den Spieler zu verstören oder zu ängstigen. Decken Sie aber auch andere Emotionen ab? Vielleicht sogar Freude?
Ganz zu Beginn der Produktion haben wir auf einer Wand die Zeitachse der Story ausgelegt. Und was ich damals tat, war eine Spalte hinzuzufügen, in der die Emotion beschrieben war, die der Spieler an der Stelle gerade empfindet. Das mag jetzt recht technisch und vielleicht sogar manipulativ klingen. Aber nur so konnten wir sicher gehen, dass zwischen all dieser Düsternis immer wieder kleine Höhepunkte voller Schönheit und Staunen gibt. Und obwohl das Spiel bis zum Ende hin immer düsterer wird, streuen wir ab und an solche Momente ein.
Und ich finde das wichtig. Denn wenn das Spiel immer nur trauriger und verstörender wird, dann verliert man das Gefühl für den Kontrast der Dinge. Wie sie sind und wie sie sein sollten. Und wie bereits angedeutet finden die verstörendsten Momente des Spiels in den fröhlichsten Umgebungen statt.
Werden solche Überraschungen auch in der Rahmenhandlung im viktorianischen London lauern?
London steckt voller Überraschungen. Mehr möchte ich nicht drüber verraten.
Nun, sowohl das Wunderland als auch London sind Schauplatz für Alices Wahnsinn.
Vielen Dank für das interessante Gespräch!
