Zelda: Tears of the Kingdom im Test - Mankos, Fazit, Wertung und Meinung
Test
Nach sechs langen Jahren des Wartens ist der Release von Zelda: Tears of the Kingdom endlich da! Kann es das herausragende Breath of the Wild toppen? Wir prüfen das im übergroßen Test.
Die Kehrseite der auf maximale Freiheit getrimmten Struktur des Spiels ist wie schon bei Links letztem Abenteuer die dafür nötige Erzählstruktur. Da unklar ist, was man zuerst erlebt, stehen große Teile der Handlung als eigene Abschnitte für sich und werden erst im letzten Handlungsdrittel zusammengefügt. Dabei kommt es wieder zu einigen Dopplungen, bei denen man sich denkt "Mensch, das hab ich schon mehrfach erzählt bekommen!" Ein guter Teil der Hauptgeschichte wird wieder über toll umgesetzte, vollvertonte Erinnerungen erzählt, die wir in der Spielwelt freischalten. Letztendlich ist aber auch diesmal die Handlung eher schmückendes Beiwerk und weniger zentrales Element, doch insgesamt hat sie uns besser gefallen als im Vorgänger. Über die gelegentlichen Logiklöcher konnten wir dank so mancher schöner oder packender Momente leicht hinwegsehen. Zumal die vorhandene, deutsche Vertonung gut umgesetzt ist. Und auch die Musikuntermalung ist wieder ein Ohrenschmaus, der sowohl in Story-Sequenzen als auch während des freien Gameplays zu überzeugen weiß.
Schade nur, dass wieder bloß ein Bruchteil des Spiels vertont ist - nicht mal alle Dialoge und Szenen der Hauptstory wurden eingesprochen. Von den Myriaden an Nebenquest-Dialogen ganz zu schweigen. Gerade bei einem Flaggschiff-Spiel wie diesem wünschen wir uns, dass Nintendo mehr mit der Zeit geht.
Quelle: PC Games
Wie sein Vorgänger zauber auch Tears immer wieder malerische Szenerien auf den Bildschirm. Doch die angestaubte Technik merkt man überall.
Von der Technik zurückgehalten
Auch an anderer Stelle ist Zelda: Tears of the Kingdom nicht frei von Kritik. Zwar ist es beeindruckend, wie wir nahtlos von den Himmelsinseln auf die Oberfläche und dann in den Untergrund skydiven können, ganz ohne auch nur eine Ladezeit. Gleichzeitig merkt man dem Spiel die technischen Limitierungen der Switch an. Der schöne Stil und die tolle Beleuchtung kaschieren viel, doch gerade beim Fliegen durch den Himmel merkt man die begrenzte Rechenpower deutlich. Wir sehen von oben zwar die Umgebung der kompletten Spielwelt, aber sie wirkt extrem kahl und nackt, weil beinahe alle Objekte in der Entfernung ausgeblendet werden müssen. Auch brechen die maximal 30 Frames pro Sekunde ab und an ein, wenn viel auf dem Bildschirm los ist. Das haben wir beim Testen zwar nie als spielstörend empfunden, dennoch sind die Auswirkungen der alten Hardware absolut nicht wegzudiskutieren.
Zu Frustmomenten kann die überladene und mitunter unkomfortable Steuerung führen. Die ist nicht nur beim Bauen fummelig, auch das Kochen ist unverändert kleinteilig wie im Vorgänger. Hey, zumindest werden nun Kochrezepte gespeichert. Ist ja auch schon was. Mit all den Schnell-Menüs, die man zum Auswählen von Waffen, Materialien und Fähigkeiten braucht, kommt man selbst nach vielen Stunden immer noch gelegentlich durcheinander. Gerade in der Hitze des Gefechts passiert das gerne mal, wenn einem etwa der genutzte Bogen aufgrund begrenzter Haltbarkeit zu Bruch geht. Auch hätten wir es geschätzt, wenn nicht jede zweite Aktion mit dem A-Button ausgeführt würde, was öfter als nötig zum Aktvieren einer Begleiter-Fähigkeit führt, statt dem Aufheben von Loot oder ähnlichen Ärgernissen.
Quelle: Nintendo
In den Himmelsinseln finden wir verborgene Schätze und andere interessante Dinge.
Ein grandioses Abenteuer
Letztlich ist das aber alles Jammern auf hohem Niveau, denn trotz dieser paar Mankos hat Nintendo mit The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom erneut ein unglaublich starkes Action-Adventure abgeliefert, das klare Spiel-des-Jahres-Qualitäten vorweisen kann. Es baut konsequent auf den Stärken des Vorgängers auf und geht in vielen Belangen noch einen Schritt weiter. Die Neuerungen fügen sich gut in Nintendos Open-World-Konzept ein, dass Spielern enorme Freiheit gewährt, sich in einem kreativen, toll gestalteten Sandkasten auszutoben. Ob das genügt, um mit Tears ähnlich großen Eindruck in der Spiele-Landschaft zu hinterlassen wie mit dem Vorgänger vor sechs Jahren, wird sich zeigen müssen. Fest steht jedenfalls: Wer an Breath of the Wild seinen Spaß hatte, wird auch mit Tears of the Kingdom sehr viele schöne Momente verbringen.
Meinung
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The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom erscheint am 12. Mai 2023 exklusiv für Nintendo Switch. Selbstverständlich werden wir pünktlich zum Release eine umfangreiche Komplettlösung starten, die wir fortlaufend mit Lösungen zu allen Schreinen, Tempeln, Rüstungs-Sets und vielem mehr ergänzen. Verratet uns gerne in den Kommenten, wie euch das neue Zelda (bisher) so gefällt und was ihr euch für mögliche DLC-Erweiterungen wünschen würdet.
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