Zelda: Tears of the Kingdom im Test - Untergrund, Tempel, Begleiter
Test
Nach sechs langen Jahren des Wartens ist der Release von Zelda: Tears of the Kingdom endlich da! Kann es das herausragende Breath of the Wild toppen? Wir prüfen das im übergroßen Test.
Im Untergrund ist beinahe alles mit zusätzlichen Strapazen verbunden. Wir müssen uns um Lichtquellen kümmern, etwa durch die zuvor erwähnten Leuchtsamen. Werfen oder Schießen wir sie per Pfeil an eine Oberfläche, sprießt eine Leuchtblume, die einen Teil der Umgebung illuminiert. Alternativ nutzen wir Mahlzeiten oder Rüstungsteile mit Leucht-Effekt, doch der ist ziemlich eingeschränkt. Auch die Fortbewegung und Kämpfe sind hier unten erschwert. Wenn wir zu lange im Miasma stehen, nimmt Link nicht einfach nur Schaden, komplette Herzcontainer werden sogar durch Miasma-Erkrankung gesperrt. Gleiches passiert, wenn wir im Untergrund von den Miasma-verseuchten Monstern getroffen werden. Abhilfe schaffen auch hier entweder spezielle Mahlzeiten, die wir übrigens wie im letzten Teil an Kochstellen aus Zutaten fertigen. Oder wir kehren an die frische Luft zurück, um den Effekt umzukehren. Noch besser ist aber, eine lebensspendende Leuchtwurzel aufzusuchen. Diese riesigen Untergrund-Gewächse dienen als Kartenaufdeck-Element und Schnellreisepunkte. Sobald wir uns zu einer solchen Wurzel durchgekämpft haben und sie aktivieren, wird der umliegende Bereich in Licht gehüllt und wir sehen endlich mehr!
Quelle: PC Games
Im Untergrund hat man mit Dunkelheit, gefährlichem Miasma und weiteren Strapazen zu kämpfen.
Abenteuer unter Tage
Das ist häufig gar nicht so leicht, denn wie auf der Oberfläche spielt auch unter Tage Vertikalität eine große Rolle. Selbst, wenn man per Fernglas eine weitere Wurzel ausfindig macht, kann man oft nicht den direkten Weg dorthin nehmen. Man weiß nie, wo sich tiefe Schluchten oder unterirdische Gebirge befinden, bis man davor steht.
Auf unseren Streifzügen stoßen wir auf verlassene Sonau-Bauwerke, die Belohnungen bereithalten oder Bergbau-Stätten der Monster. Die schürfen das wertvolle Sonanium, mit dem die Technologien der Sonau hergestellt werden. Mit dem Erz befeuern wir die Bautomatik oder wir tauschen es bei freundlichen Diener-Golems gegen nützliche Dinge, um etwa Links Batterie-Kapazität zu erhöhen.
Im Untergrund treffen wir außerdem auf den aus Breath of the Wild bekannten Yiga-Clan, der sich das unwirtliche Gebiet zur neuen Heimat gemacht hat. Während sich die Monster mit Synthese begnügen, konfrontieren uns die Yiga mit selbstgebauten Kampf-Vehikeln. Haben wir die Piloten besiegt und eine Basis gestürmt, können wir die Fahrzeuge kapern und für unsere Zwecke nutzen. Und bei dieser Gelegenheit noch Baupläne und Sonau-Energiekristalle mitnehmen. Zu freundlich!
Hurra, die Tempel sind wieder da!
Während Tears also mit allerhand Neuerungen überzeugt, werden sich viele Zelda-Fans dagegen über die Rückkehr einer Serien-Tradition freuen, die in Breath of the Wild fehlte: die Tempel. Wie in guten alten Zeiten konfrontieren uns die großen Bauten mit einer Reihe an Rätseln, die thematisch zum Tempel und dem dazugehörigen Gebiet passen und natürlich auch mit einem toll inszenierten Bosskampf, wie er einfach dazugehört. So cool in der Design-Theorie die Titanen in Breath of the Wild auch waren, die Tempel in Tears haben uns mehr überzeugt.
Quelle: PC Games
Langjährige Zelda-Fans wird's freuen: Tempel und die dazugehörigen Rätsel und Bosskämpfe feiern ihr Comeback.
Speziell der Donnertempel hat uns mit seinen Licht-Rätseln an vergangene Teile wie Ocarina of Time erinnert und wohlige Nostalgie-Gefühle ausgelöst. Dabei laufen die Tempel immer nach dem gleichen Muster ab: Um in die zentrale Kammer zu kommen, müssen wir mehrere Mechanismen in Gang setzen, zu denen wir uns durchrätseln. Dabei werden wir von einem Begleiter unterstützt, dessen Fähigkeit wir zur Lösung benötigen. Für unseren Geschmack hätten die Tempel größer ausfallen können, und nicht alle haben uns gleich gut gefallen. Doch auf der anderen Seite greifen sie toll das jeweilige Thema auf und auch der Weg dorthin stellt Link vor interessante Aufgaben.
Nicht mehr allein
Besonders gut gefällt uns, dass sich die Begleiter nach dem Tempel in Form von astralen Projektionen dauerhaft unserem Abenteuer anschließen und uns unterstützen. Gegen Ende haben wir ein ganzes Ensemble an Mitstreitern, die wir wahlweise fortschicken und herbeirufen können, wie es uns beliebt. Das erleichtert Kämpfe und hilft beim Erkunden der Spielwelt. Auch sonst vermittelt Tears ein besseres Gefühl dafür, dass man diesmal mit vereinten Kräften gegen die Truppen Ganondorfs kämpft. So treffen wir Reisende, die sich zur Wehr setzen, aber auch hylianische Soldaten, die gezielt auf Monsterjagd gehen. An einigen Stellen können wir sogar Seite an Seite mit ihnen ins Feld ziehen, um Monsterhorden auszuschalten.
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