Zelda: Tears of the Kingdom im Test - Neue Monster, Bau-Feature, noch mehr Freiheit
Test
Nach sechs langen Jahren des Wartens ist der Release von Zelda: Tears of the Kingdom endlich da! Kann es das herausragende Breath of the Wild toppen? Wir prüfen das im übergroßen Test.
Da Ganondorfs Miasma sämtliche Metallwaffen beschädigt hat, ist man ohnehin darauf angewiesen, regelmäßig Ausrüstung zu verbessern. Glücklicherweise erbeuten wir von besiegten Schergen des Dämonenkönigs Hörner, Klauen und andere Materialien, die wir kurzerhand an unsere Waffen packen. Natürlich stehen uns auch die aus dem Vorgänger bekannten Fertigkeiten wie Schild-Parry, Rundumschlag, Schleich-Attacken oder der Zeitlupen-Angriff nach einer perfekten Ausweichbewegung zur Verfügung. Diese Freiheit ist ein dicker Pluspunkt, da sie jedem Spielertypen das nötige Werkzeug an die Hand gibt.
Neue Monster mit neuen Tricks
Und das ist auch gut so, wir werden nämlich nicht nur mit neuen Monstern konfrontiert, die neue Herangehensweisen erfordern. Ne, die Schergen von Ganondorf haben auch noch dazugelernt seit unserem letzten Besuch in Hyrule. Diese Schlitzohren hüllen sich nun teilweise in robuste Rüstungen und nutzen selbst Synthese. Nur gut, dass wir alle von Links neuen Sonau-Fähigkeiten zu unserem Vorteil nutzen können, so auch die Zeitumkehr. Die erlaubt es uns, den Zeitfluss eines Objektes umzukehren, um etwa die Bewegungsrichtung von Zahnrädern umzudrehen oder auf uns geworfene Steinbrocken zum Absender zu schicken. Oder um hektisch ein Fahrzeug wieder zurückzuholen, das man aus Versehen zu früh gestartet hat.
Quelle: PC Games
Neue Gegner dürfen natürlich auch nicht fehlen. Diese Bossboks sind nicht nur kampfstark, sie haben auch immer einen Monster-Trupp als Verstärkung dabei.
Fahrzeug-Ingenieur Link
Wie jetzt eigentlich, Fahrzeug? Tjaha, damit sind wir direkt bei der vielseitigsten und komplexesten Neuerung von Tears of the Kingdom: den Konstrukten und der Ultra-Hand-Fähigkeit, mit der wir diese zusammenstöpseln. Die Sonau waren ein technologisch fortschrittliches Volk und durch den Kataklysmus sind nicht nur allenthalben Sonau-Ruinen in Hyrule aufgetaucht, sondern auch Sonau-Bauteile. Und damit dürfen wir uns austoben. Anfangs bauen wir noch simple Dinge wie behelfsmäßige Flöße oder Rampen aus Baumstämmen. Die nötigen Teile vorausgesetzt, basteln wir später munter Flugzeuge, Heißluftballons, Schneemobile, Schiffchen, Lasergeschütze oder sogar Panzer! Es gibt natürlich Limits, zum Beispiel lassen sich nur bis zu 20 Teile aneinander montieren. Doch die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind wirklich vielseitig.
Auch sonst können wir mit der Ultra-Hand allerhand Objekte manipulieren und bei Bedarf zusammenkleben. Das müssen auch nicht immer komplexe Konstruktionen sein, manchmal genügt es, eine Rakete an ein Objekt dranzuschnallen, das wir von A nach B bewegen möchten. Oder wir fischen eben mal eine Schatztruhe aus dem Wasser. Schustern wir mal größere Dinge zusammen, erfordert das zwar keinen Ingenieursabschluss, aber oft genug einen Master in fummeliger Steuerungspraxis. So viele Möglichkeiten uns das System bietet, so umständlich ist die Bedienung. Immer wieder mussten wir Teile wieder lösen, weil sie schräg angebracht wurden oder nicht an der richtigen Stelle. Ankerpunkte und Winkel sind wichtig, denn wie sein Vorgänger setzt Tears auf ausgeklügelte Physik-, Chemie- und Wettersimulationen. Wenn wir also einen Flieger mit zwei Antrieben bauen, die nicht symmetrisch sowie zum Schwerpunkt des Flugzeugs passend angebracht sind, macht sich das beim Steuern sofort bemerkbar.
Quelle: PC Games
Mit der Ultra-Hand basteln wir allerhand eigene Konstrukte. Hier haben wir uns an einem Panzerwagen mit Flammenwerfern und drehbarem Kanoengeschütz veruscht.
Abhilfe schafft zum Teil die sogenannte Bautomatik. Diese Funktion schaltet man im späteren Spielverlauf frei, mit ihr erzeugen wir in Windeseile Konstrukte. Denn sobald wir die Bautomatik unser Eigen nennen, speichert sie sämtliche Kreationen, die wir mit Ultra-Hand entwerfen. Besonders gelungene Kreationen können wir in der Liste als Favoriten markieren und per Bautomatik jederzeit abrufen. Das Spiel scannt dann, ob die nötigen Teile in der Umgebung zu finden sind und ersetzt alle fehlenden durch sogenanntes Sonanium. Obendrein finden wir in der Spielwelt fertige Blaupausen für nützliche oder coole Gerätschaften, die in der Bautomatik-Liste gespeichert werden. Das erleichtert das Bauen im späteren Spiel ungemein und unterstützt uns beim Erkunden von Hyrule.
Noch mehr Freiheit als in BotW!
Erkundung ist ein gutes Stichwort, denn die macht in Tears erneut viel vom Reiz des Spiels aus. Für Kenner von Breath of the Wild fühlt sich dabei in puncto Spielgefühl Vieles vertraut an. Im Mittelpunkt steht die völlige Freiheit. Sobald das Tutorial-Gebiet hinter uns liegt, entscheiden allein wir, welche Teile von Hyrule wir in welcher Reihenfolge erforschen. Wieder lockt die Welt mit unzähligen Dingen, die uns regelmäßig vom angestrebten Ziel abweichen lassen. Wir wissen gar nicht, wie oft die Worte "Oh, was ist denn da?" gefallen sind, und wir mal wieder wo ganz anders landeten, als wir ursprünglich hinwollten. Seien es Ruinen, die Schätze versprechen, oder Monsterlager und Mini-Bosse, bei denen wir unsere Fertigkeiten im Kampf erproben oder die vielen Höhlen, die in Tears ganz neu sind. In Letzteren finden wir neben Edelsteinen verborgene Rüstungsteile, nützliche Kochzutaten und hilfreiche Pflanzen wie die Leuchtsamen, mit denen wir die Umgebung erleuchten. Wir sind unter anderem auf ausufernde Geheimgänge und andere spannende Orte gestoßen, die stets unseren Entdeckerdrang gekitzelt haben.
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