Super Smash Bros. Brawl: Nintendos bestes, schlechtestes Prügelspiel

Special Christopher Holler Lukas Schmid
Super Smash Bros. Brawl: Nintendos bestes, schlechtestes Prügelspiel
Quelle: NIntendo

Riesige Vielfalt, fantastischer Solomodus, Casual-Spaß und kompetitiver Frust - im Rückblick zu Brawl erinnern wir uns an Licht und Schatten beim Wii-Smash!

Modi ohne Ende

Da es in Brawl neben dem klassischen Versus-Kampf derartig viele Modi gibt, wird es schwer, hier auf alle detailliert einzugehen. Dennoch versuchen wir uns an einem groben Überblick: Aus dem Vorgänger Melee kehren Klassiker wie der Classic-Mode, All-Star-Mode, Event Matches, Target-Smash und der Home-Run-Wettkampf zurück.

Ein Brawl-exklusiver Modus ist der Coin Launcher: In einem Arcade-artigen Shooter-Minispiel verfeuern wir hier die durch Kämpfe gesammelten Münzen. Dafür werden wir mit Trophäen und anderen Kleinigkeiten belohnt.

Brawl führte zum ersten Mal in der Reihe den Stage-Builder ein. Hier war das Erstellen von neuen Arenen mit vorgefertigten Elementen möglich, was sehr an Super Mario Maker erinnert. Definitiv ein nettes Feature zum kreativen Austoben. Falls wir erfahren möchten, wo einige Charaktere ihren Ursprung haben, stehen in Brawl außerdem erstmals die Meisterstücke zur Auswahl.

Hier lassen sich Retro-Klassiker wie Super Mario Bros., F-Zero oder The Legend of Zelda spielen. Doch auch Ocarina of Time und Super Metroid haben sich eingeschlichen. Die Demos sind hier auf wenige Minuten Spielzeit beschränkt, doch der Modus mit einem Spiel im Spiel ist ein schöner Zusatz.

Als erster Teil der Reihe bot Brawl auch einen Online-Modus. Der war für die damalige Zeit allerdings eher unausgereift und bot mehr störende Lags als flüssige Action. In den Teilen danach wurde der Online-Modus zwar besser, doch er ist, wie bei Nintendo üblich, immer noch weit entfernt von perfekt.

Hier werden Tabu(u)s gebrochen

Unter all diesen Modi sticht allerdings einer hervor: Der Story-Modus namens "Der Subraum-Emissär" ist wahrscheinlich das Alleinstellungsmerkmal des Spiels. Sowohl im Singleplayer als auch im Zwei-Spieler-Koop können wir hier erstmals eine Kampagne mit so gut wie allen Charakteren des Rosters erleben.

Der Plot des Subraum-Emissärs ist recht einfach, da es keine Sprachausgabe gibt und die Kommunikation der Charaktere größtenteils nonverbal verläuft. Der Modus befasst sich mit der Geschichte, wie nach und nach immer mehr Subraum-Bomben von einer mysteriösen Gestalt auf der Welt verteilt werden.

Samus und Pikachu stehen dem Bossgegner Ridley gegenüber Quelle: PC Games Super Smash Bros. Brawl: Retro - Ein Casual-Paradies als kompetitiver Albtraum (10) Dahinter stecken Schurken wie Ganondorf, Bowser und Wario, doch die stellen sich lediglich als Lakaien der Masterhand heraus, die wiederum unter der Kontrolle von Oberbösewicht Tabuu steht. In diversen Levels leiten wir hier die Gegenoffensive mit den Helden des Rosters ein, die von verschiedenen Standorten aus den Kampf gegen die Schurken aufnehmen.

Es gibt hier nicht nur eine Chronologie an Levels im klassischen Platformer-Stil, sondern im späteren Verlauf der Story sogar eine Metroidvania-artige Karte, die es zu erkunden gilt.

Natürlich kommt dabei auch die Action nicht zu kurz: Wir kämpfen unter anderem gegen schwächere Gegner, von denen die meisten komplett neu entworfen wurden. Wir treffen aber auch auf bekannte Standardgegner der Videospielgeschichte, wie zum Beispiel Gumbas aus der Mario-Reihe.

Zusätzlich prügeln wir uns je nach Kontext mit anderen Charakteren des Rosters und begegnen mächtigen Bossgegnern. Einige davon entstammen ebenfalls bekannten Kultspielen, während andere einzig und allein für Brawl entworfen wurden.

So kämpfen wir gegen Ridley aus der Metroid-Reihe, das legendäre Pokémon Rayquaza oder Petey Piranha aus Super Mario Sunshine, doch auch Galleom, Duon und Tabuu sind herausfordernde Obermotze. Wir können zusätzlich nach Abschluss der Story in einem separaten Modus erneut alle Bosse auf allen Schwierigkeitsgraden herausfordern.

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