Riesige Vielfalt, fantastischer Solomodus, Casual-Spaß und kompetitiver Frust - im Rückblick zu Brawl erinnern wir uns an Licht und Schatten beim Wii-Smash!
Stellt euch vor, es ist das Jahr 2008, ihr geht eines schönen Tages zu eurem Kumpel rüber, um auf seiner Wii ein Koop-Spiel im Lego-Look zu spielen. Als ihr jedoch das Zimmer betretet, laufen anders als sonst keine Klemmbausteinfiguren über den Bildschirm, sondern es prügeln sich bekannte Gaming-Ikonen wie Mario, Pikachu und andere Figuren, die ihr vorher noch nie gesehen habt.
Bei der beachtlichen Auswahl an Charakteren und den vielen Stages kommt ihr schnell auf den Geschmack. Das Spiel heißt Super Smash Bros. Brawl und ist bereits der dritte Ableger von Nintendos Prügelreihe.
Brawl gilt zwar als eine der besten Casual-Smash-Erfahrungen, doch im kompetitiven Bereich ließ es eher zu wünschen übrig. Da legten sich sein Vorgänger Melee und seine Nachfolger Smash für Wii U und Ultimate eindeutig mehr ins Zeug. Doch was genau Brawl für Casual-Spieler besonders toll und für Turnierspieler so schlimm werden lässt, klären wir in diesem Rückblick.
Das Spiel feiert dieses Jahr nämlich sein 15-jähriges Jubiläum! Vorher aber noch ein kleiner Rückblick und ein paar Infos, was Super Smash Bros. eigentlich ist, solltet ihr diesen schönen Tag mit eurem Kumpel vor der Konsole nie gehabt haben.
Choose your Character!
Der erste Teil von Super Smash Bros. erschien 1999 für das N64. Daraufhin folgte 2002 der Gamecube-Ableger Melee und 2008 war dann Brawl an der Reihe. Einige Jahre später, also 2014, kam Super Smash Bros. für Wii U und 3DS unter genau diesem eher unkreativen Namen auf den Markt.
Der aktuelle Teil ist Smash Ultimate auf der Switch aus dem Jahr 2018, doch mit der Switch 2 am Horizont können wir wohl bald auch einen neuen Smash-Bros-Ableger erwarten.
Smash Bros. hat das Genre der Platform-Fighter geprägt wie keine andere Reihe. Das Spiel ist nämlich kein traditionelles Fighting-Game wie Street Fighter, Tekken oder Guilty Gear mit Lebenspunkten, sondern funktioniert mit einer Prozentanzeige.
Während in ersteren lediglich eine Lebensleiste heruntergeprügelt werden muss, sieht es bei Smash Bros. anders aus: Wer hier zu viele Prozente in Form von Gegentreffern kassiert, erhöht das Risiko, von starken Angriffen von der Stage geschleudert zu werden und nicht mehr zurückzukommen.
Quelle: PC Games
Super Smash Bros. Brawl: Retro - Ein Casual-Paradies als kompetitiver Albtraum (7)
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Beim Start von Brawl fällt direkt das großartige Intro in Kombination mit dem musikalischen Hauptthema auf. Die Sequenz ist zwar nicht wie im Vorgänger Melee eigens dafür kreiert, doch der Zusammenschnitt aus Sequenzen im Story-Modus und dem Standard-Gameplay sorgt für eine fantastische Stimmung.
Das Hauptthema mit lateinischem Text ist ebenfalls großartig ins Spiel eingebaut. Es findet sich in zahllosen Variationen in vielen Modi sowie Levels im Story-Modus wieder und sorgt für einen Wiedererkennungsfaktor, der Brawl von anderen Teilen der Reihe abhebt.
Generell ist die Musik in Brawl ein fantastischer Mix aus bekannten Stücken der Gaming-Geschichte sowie ein paar Geheimtipps, die nicht jeder kennt. Vor allem mit den vielen neuen Charakteren und Stages kamen umso mehr Songs in den Soundtrack des Spiels, die sich alle auch heute noch absolut hören lassen können.
Highlights sind hier definitiv der Remix von Mute City aus F-Zero und das neu aufgesetzte Ridley-Thema aus der Metroid-Reihe. Doch auch das neue Arrangement von dem Luftschiff-Level aus Super Mario Bros 3 und der Bramble Blast aus der Donkey-Kong-Reihe sind großartig umgesetzt.
Quelle: PC Games
Super Smash Bros. Brawl: Retro - Ein Casual-Paradies als kompetitiver Albtraum (5)
Auch der Grafikstil weiß zu überzeugen: Zwar ist die Auflösung auf die Hardware der Wii beschränkt, doch Brawl hat mit dem realistisch gehaltenen Grafikstil einen der höchsten Wiedererkennungsfaktoren der ganzen Reihe. In den darauffolgenden Teilen wurde der Stil nämlich wieder mehr in die Cartoon-Richtung gelenkt, um die Inklusion von bestimmten Charakteren zu ermöglichen.
Dazu zählen dann etwa der Bewohner aus Animal Crossing, Pac-Man aus Bandai Namcos gleichnamiger Reihe oder der Inkling aus Splatoon. Auch diverse Charaktere aus Fire Emblem, von denen es in Smash Bros. bekanntlich mehr als genug gibt, profitieren mehr von dem nahezu anime-artigen Stil.
Wer den altbekannten Versus-Mode alleine gegen KIs oder zusammen mit Freunden spielt, kommt in den Genuss der beliebten Smash-Bros.-Formel. Die wurde hier wieder einmal grandios umgesetzt, doch auch die Neuerungen bei Charakteren, Items und Stages lassen sich sehen und sorgen für ein erfrischendes Spielerlebnis.
